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Ripple wollte für Listung auf den Kryptowährungsbörsen Coinbase und Gemini zahlen

Wie Bloomberg gestern berichtet hat, soll das Unternehmen hinter der Kryptowährung Ripple den Börsen Coinbase und Gemini ein Angebot gemacht haben für die Listung des XRP Tokens zu zahlen bzw. XRP zu verleihen. Zwar ist es nicht ungewöhnlich, dass Unternehmen dafür zahlen auf einer Kryptowährungsbörse gelistet zu werden. Dennoch könnte das Vorgehen für Ripple unter Umständen Probleme bereiten.

Wie Bloomberg berichtet, soll das in San Francisco ansässige Unternehmen Ripple Labs den Kryptowährungsbörsen Gemini und Coinbase finanzielle Anreize geboten haben, wenn sie den XRP Token auf ihrer Handelsplattform listen.

Insider sollen gegenüber Bloomberg erklärt haben, dass Gemini im dritten Quartal letzten Jahres ein Angebot von Ripple Managern erhalten hat, welches eine Zahlung in Höhe von einer Million US-Dollar als Gegenleistung für die Listung vorgesehen hat. Außerdem soll Ripple in weiteren Versuchen Gemini Rabatte angeboten haben.

Ebenfalls im Herbst letzten Jahres soll Ripple in Vorgesprächen gegenüber Coinbase erklärt haben, dass es bereit sei, der Börse XRP Token im Wert von mehr als 100 Millionen US-Dollar zu leihen, damit der Handel schnellstmöglich beginnen kann.

Sowohl die von den Winklevoss Zwillingen gegründete Gemini Börse, als auch Coinbase haben Anfragen von Bloomberg hinsichtlich der Thematik abgelehnt.

Das Verhalten, sofern die Quellen wahr sind, zeigt, wie wichtig der zukünftige Erfolg einer Kryptowährung, in diesem Fall Ripple, von der Listung an bestimmten Kryptowährungsbörsen abhängig sein kann.

Dies wird ebenfalls deutlich als der vor einem Monat der CEO von Ripple, Brad Garlinghouse, und Coinbase Chief Operating Officer Asiff Hirji bei CNBC Fast Money gemeinsam auftreten sollten. Sofort wurden Spekulationen laut, die von einer Listung von XRP bei Coinbase ausgingen. Der Kurs von Ripple schoss für kurze Zeit in die Höhe.

Ist Ripple ein Wertpapier?

Die beiden amerikanischen Börsen Gemini und Coinbase haben ein sehr eingeschränktes Angebot an Kryptowährungen. So bietet Coinbase lediglich den Handel mit Bitcoin, Bitcoin Cash, Ethereum und Litecoin an. Währenddessen hat Gemini sogar nur Bitcoin und Ethereum im Angebot.

Grund hierfür sind vermutlich die strengen Regeln bzw. die ungeklärte Rechtslage in den USA, wo derzeit nicht klar ist, ob und welche Kryptowährungen als „Security“ also als Wertpapier eingestuft werden.

Als Folge müssten sich Kryptowährungsbörsen, die Wertpapiere anbieten, bei der Regulierungsbehörde SEC (Securities and Exchange Commission) registrieren. Vor wenigen Wochen hatte die SEC daher davor gewarnt, Kryptos zu listen, die als Wertpapiere angesehen werden könnten. Laut Bloomberg besteht die Gefahr, dass XRP als Wertpapier eingestuft werden könnte, weil das Unternehmen dahinter allein die Kontrolle über die Währung hat.

Hinsichtlich des Angebotes von Ripple an beiden Börsen ist allerdings festzustellen, dass die Bezahlung für die Listung an einer Börse nicht unbedingt ungewöhnlich ist.

Ein kürzlich veröffentlichter Bericht von Autonomous hat herausgefunden, dass ICOs, die an einer Börse gelistet werden wollen zwischen einer bis zu 3 Millionen US-Dollar zahlen müssen. Für Ripple könnte die Offerte laut Bloomberg aber dann zu einem Problem werden, wenn XRP als Wertpapier eingestuft wird.

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