Bitcoin Cash: Wird der Ableger des Bitcoin die Leitwährung ablösen?

Die Leitwährung unter den Kryptowährungen Bitcoin, hat einen Ableger durch eine sogenannte Hard Fork bekommen – nämlich Bitcoin Cash (Abkürzung BCC oder BCH). Dadurch verfügten Bitcoin Besitzer plötzlich über einen Geldbetrag in Bitcoin Cash der für Euro verkauft werden konnte.

Bitcoin war zunächst die Urversion von mehreren hundert Kryptowährungen die es inzwischen seit geraumer Zeit gibt. Diese Blockkette (auch Blockchain genannt) hat sich am 01. August das erste mal dauerhaft gespalten. Die dabei neu enstandene Währung Bitcoin Cash hat sich schnell etabliert und wird an einschlägigen Börsen gehandelt. Was aber steckt genau dahinter?

Bitcoin Cash Kurs explodiert

Nach der Spaltung der neuen Kryptowährung haben viele Experten damit gerechnet das der Wert des Bitcoin sinken wird, das wäre zumindest die logische Schlussfolgerung. Jedoch hält sich der Bitcoin Kurs tapfer oberhalb der 3.500€ Marke (Stand Mitte August 2017) und der neue entstandene Bitcoin Cash hat vom Freitag des 18.08.2017 bis zum 20.08.2017 schlagartig an Wert zugelegt.

Die Währung dümpelte nach der Abspaltung um die 250€ Marke vor sich hin. Doch plötzlich gab es eine riesige Nachfrage aus Südkorea die den Preis in die Höhe trieb. Derzeit pendelt der Bitcoin Cash Kurs zwischen 600€ und 700€ munter auf und ab. Einige Stimmen aus der Krypto-Community denken dabei an ein künstliches Aufpumpen des Bitcoin Cash um neues Kapital einzusammeln. Wie sich der Kurs weiter verhalten wird, bleibt abzuwarten.

Unterschied zwischen Bitcoin und Bitcoin Cash

Satoshi Nakamoto, der als Erfinder des Bitcoin gilt, hatte die Größe eines Datenblocks der sozusagen wie ein Container die einzelnen Transaktionen aufnimmt auf ein Megabyte begrenzt. Zu Beginn gab es nicht viele Nachfragen nach Transaktionen entland der Bitcoin Blockchain. Jedoch auf Grund der schnell steigenden Bekanntheit mussten immer mehr Transaktionen pro Sekunde verarbeitet werden.

Dieser Faktor gilt als limitierendes Hindernis um dem immer stärker steigenden Transaktionsvolumen gerecht zu werden. Die Entwickler die sich dazu entschieden Bitcoin Cash von Bitcoin abzuspalten, entschieden sich für eine Lösung deren zentraler Punkt darin bestand die Containergröße zu erhöhen. Laut einigen Quellen soll es sich dabei um einen engeren Entwicklerkreis handeln die den Minerpool aus China her betreiben.

Miner sind Nutzer mit einer herausgehobenen Stellung im Bitcoin-Netzwerk. Mit unglaublich großer Rechneleistung gewährleisten sie die problemlose Funktionstüchtigkeit des Systems. Die chinesischen Miner profitieren von den nierdrigen Energiekosten und den günstigen Klima- und Standortbedingungen. Durch diesen „Marktvorteil“ gelangen sie innerhalb der Bitcoin Community an immer mehr Macht und können wichtige Entscheidungen zu Ihren gunsten treffen.

Bei Bitcoin Cash besitzt ein Block nicht mehr ein Megabyte Datengröße, sondern der Container ist bis zu 8 Megabyte groß. Dadurch können deutlich mehr Transaktionsdaten verarberbeiten werden und die Blockchain kann effizienter arbeiten. Jedoch erschwert diese neue Blockgröße die Verbreitung und Verarbeitung im Netzwerk. Diese Neuerung ist zwar im Vergleich zum Bitcoin ein kleiner Fortschritt, jedoch sind sich führende Experten einig, dass dies nicht ausreichen werden um den weltweiten Zahlungsverkehr mit durch Bitcoin Cash abzuwickeln.

Um diese Herausforderung zu meistern müssten die Blockgrößen mehrere hundert Megabyte betragen die zum jetzigen Zeitpunkt im dezentralen Netzwerk auf Grund von fehlenden Ressourcen nicht zu realisieren wären.

Bitcoin Cash kaufen: Ein Investment wert?

Da der Kurs des BCC gerade stark schwankt ist es noch nicht möglich eine fundierte Aussage darüber zu treffen ob sich ein Investment in den neuen Coin lohnt. Bitcoin Cash kaufen könnt ihr auf litebit.eu.

Eine genaue Anleitung zum Bitcoin Cash kaufen haben wir für euch hier kurz und übersichtlich zusammengestellt.

Bitcoin Cash Mining

Die bereits angesprochenen Miner waren zu Beginn der Tatsache abgeneigt die Blockgröße zu verändern. Eigentlich passt sich das Schwierigkeitslevel um neue Blöcke zu finden alle zwei Wochen an. Um jedoch zu vermeiden das auf Grund einer zu geringen Hash-Power kein Bitcoin-Cash-Block gefunden wird gibt es neue Regeln (Diese werden in Fachkreisen als „Emergency Difficulty Adjustement“ bezeichnet).

Beim Bitcoin lagen zwischen den ersten Blocks oft mehrere Stunden wohingegen das neue System sich auf einen Zeitintervall von knapp zehn Minuten eingependelt hat. Damit beträgt also die Schwierigkeit bei der neuen Währung Bitcoin Cash gerade ein mal 12% der Schwierigkeit des Bitcoin Core (laut https://blockchair.com).

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