Bitcoin Cash: Wird der Ableger des Bitcoin die Leitwährung ablösen?

Die Leitwährung unter den Kryptowährungen Bitcoin, hat einen Ableger durch eine sogenannte Hard Fork bekommen – nämlich Bitcoin Cash (Abkürzung BCC oder BCH). Dadurch verfügten Bitcoin Besitzer plötzlich über einen Geldbetrag in Bitcoin Cash der für Euro verkauft werden konnte.

Bitcoin war zunächst die Urversion von mehreren hundert Kryptowährungen die es inzwischen seit geraumer Zeit gibt. Diese Blockkette (auch Blockchain genannt) hat sich am 01. August das erste mal dauerhaft gespalten. Die dabei neu enstandene Währung Bitcoin Cash hat sich schnell etabliert und wird an einschlägigen Börsen gehandelt. Was aber steckt genau dahinter?

Bitcoin Cashlogo

(BCH)

Bitcoin Cash

Preis

€217.46

24H Change

1.10

7 Days Change

10.21

Market Cap

€3.99B

Bitcoin Cash Kurs explodiert

Nach der Spaltung der neuen Kryptowährung haben viele Experten damit gerechnet das der Wert des Bitcoin sinken wird, das wäre zumindest die logische Schlussfolgerung. Jedoch hält sich der Bitcoin Kurs tapfer oberhalb der 3.500€ Marke (Stand Mitte August 2017) und der neue entstandene Bitcoin Cash hat vom Freitag des 18.08.2017 bis zum 20.08.2017 schlagartig an Wert zugelegt.

Die Währung dümpelte nach der Abspaltung um die 250€ Marke vor sich hin. Doch plötzlich gab es eine riesige Nachfrage aus Südkorea die den Preis in die Höhe trieb. Derzeit pendelt der Bitcoin Cash Kurs zwischen 600€ und 700€ munter auf und ab. Einige Stimmen aus der Krypto-Community denken dabei an ein künstliches Aufpumpen des Bitcoin Cash um neues Kapital einzusammeln. Wie sich der Kurs weiter verhalten wird, bleibt abzuwarten.

Unterschied zwischen Bitcoin und Bitcoin Cash

Bitcoin Cash verfolgt ein klares Ziel, nämlich eine bessere Skalierbarkeit und damit eine verbesserte Anpassung an die steigende Beliebtheit von Kryptowährungen. Im Vergleich zum klassischen Bitcoin kommt Bitcoin Cash mit einem deutlich größeren Blockgrößenlimit daher. In den einzelnen Blöcken der Blockchain steht also mehr Platz für Daten zur Verfügung. Deshalb kann das Netzwerk mehr Transaktionen bewältigen. Vereinfacht gesagt: Das Bezahlen funktioniert dank der größeren Blöcke schneller.

Nötig wurde die Anpassung durch das bereits 2010 vom Bitcoin-Erfinder und Hauptprogrammierer Satoshi Nakamoto festgelegte Blockgrößenlimit von lediglich einem MB, das Risiken im Hinblick auf Spam und DDoS-Attacken reduzieren sollte. Anfänglich war das niedrig angesetzte Limit, mit dem beim klassischen Bitcoin rund sieben Transaktionen pro Sekunde möglich waren, kein Problem. Mit der wachsenden Popularität und Verbreitung des Bitcoins aber reichten die sieben Transaktionen pro Sekunde nicht mehr aus. Es entstand eine Art Stau im Bitcoin-Netzwerk und es kam zu erheblichen Verzögerungen. Teilweise dauerte es mehrere Tage, bis einzelne Transaktionen und Zahlungen abgearbeitet und vom Netzwerk bestätigt wurden. Wer Bitcoin kaufen oder verkaufen wollte, musste oft lange warten.

Insbesondere beim Bezahlen mit Bitcoin ist eine lange Wartezeit ein großes Problem, ob online oder im Geschäft. Nutzer konnten die Bestätigung ihrer Transaktionen beschleunigen, indem sie die obligatorischen Transaktionsgebühren erhöhten. Das führte allerdings zu höheren Kosten. Die Konsequenz: Kleine Guthaben wurden praktisch wertlos, weil die Gebühr einer Transaktion höher als das Guthaben war. Auch beim Bezahlen eines Kaffees und anderen kleineren Alltagsgeschäften stand die Transaktionsgebühr für eine schnelle Bestätigung der Zahlung in keinem Verhältnis mehr.

Unterstützer des klassischen Bitcoins setzten auf einen Soft Fork mit Segregated Witness, kurz SegWit. Bei der Technologie handelt es sich um eine „Off-Chain“-Lösung, bei der ein Großteil der Transaktionen unabhängig von der Bitcoin-Blockchain abgewickelt wird. Andere Nutzer lehnten SegWit unter anderem wegen der Komplexität ab und wollten den Bitcoin durch das Anheben des Blockgrößenlimits fit für die Zukunft machen. An dieser Stelle kam Bitcoin Cash ins Spiel.

Bitcoin Cash bietet deutlich größere Blöcke. Während der klassische Bitcoin mit einer maximalen Blockgröße von einem MB startete und auch SegWit lediglich auf eine moderate Vergrößerung des Limits abzielte, hatte Bitcoin Cash bis zu acht MB große Blöcke mit im Gepäck. Dank des deutlich höheren Limits kann das Bitcoin-Cash-Netzwerk wesentlich mehr Transaktionen verarbeiten. Rund 56 Bewegungen und Zahlungsvorgänge schafft Bitcoin Cash heute.

Bitcoin Cash kaufen: Ein Investment wert?

Da der Kurs des BCC gerade stark schwankt ist es noch nicht möglich eine fundierte Aussage darüber zu treffen ob sich ein Investment in den neuen Coin lohnt. Bitcoin Cash kaufen könnt ihr auf litebit.eu.

Eine genaue Anleitung zum Bitcoin Cash kaufen haben wir für euch hier kurz und übersichtlich zusammengestellt.

Bitcoin Cash Mining

Die bereits angesprochenen Miner waren zu Beginn der Tatsache abgeneigt die Blockgröße zu verändern. Eigentlich passt sich das Schwierigkeitslevel um neue Blöcke zu finden alle zwei Wochen an. Um jedoch zu vermeiden das auf Grund einer zu geringen Hash-Power kein Bitcoin-Cash-Block gefunden wird gibt es neue Regeln (Diese werden in Fachkreisen als „Emergency Difficulty Adjustement“ bezeichnet).

Beim Bitcoin lagen zwischen den ersten Blocks oft mehrere Stunden wohingegen das neue System sich auf einen Zeitintervall von knapp zehn Minuten eingependelt hat. Damit beträgt also die Schwierigkeit bei der neuen Währung Bitcoin Cash gerade ein mal 12% der Schwierigkeit des Bitcoin Core (laut https://blockchair.com).

Bitcoin Cash

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