Erste europäische Aktienemission mittels STO durch edeXa

Das Unternehmen edeXa aus Liechtenstein gibt nun erstmals in Europa Aktien statt über Börsen über ein Security Token Offering aus.

Börsengang auf Blockchain-Basis – kommt jetzt der Boom?

Zwar handelt es sich beim ersten „Krypto-Börsengang“ nicht um einen Initial Coin Offering wie seinerzeit beim Ethereum oder Litecoin, sondern um einen Security Token Offering. Trotzdem ist die Meldung des Unternehmens edeXa für die gesamte europäische Börsenlandschaft und nicht zuletzt für den Blockchain-Sektor. Das Start-up aus Liechtenstein ist nach eigener Aussage das erste Unternehmen in Europa, dass ein STO vollzogen hat. Bei der Ausgabe seiner Wertpapiere verzichtete die Firma also in Gänze auf die Mitwirkung einer klassischen oder digitalen Börse im eigentlichen Sinne.

Juristischer Kniff bei der Ausgabegrenze auf der edeXa Plattform

Die Emission der Aktien des Unternehmens beläuft sich auf 150.000 Schweizer Franken. Ein Drittel des Gesamtvolumens hat sich io-market, die direkte edeXa-Firmenmutter gesichert. Das übrige Volumen mit einem Gesamtwert von anfangs 100.000 Schweizer Franken verteilt sich der Pressemeldung zufolge auf 100 Millionen des edeXa Security Token. Clever gewählt wurde die Obergrenze für die Ausgabe der Token in der ersten Emissionsphase über die Firmen-Webseite. Der Gesamtwert dieser Tranche wird bewusst auf umgerechnet fünf Millionen Euro gedeckelt, sodass die Regeln nach dem sogenannten Prospektgesetz für den Wertpapiersektor vorerst nicht greifen.

Aktienunternehmen und Aktionäre könnten profitieren

Die Verwendung der Blockchain für Aktiengeschäfte könnte nach Meinung vieler Beobachter durchaus zu einer günstigen Alternative für Aktienunternehmen werden, die sich so die hohen Kosten des traditionellen Ausgabewegs über Handelsplattformen und Börsen ersparen könnten. Auch für Aktionäre bringen STOs Chancen und Vorteile mit sich. In puncto Sicherheit müssen Anleger keine Bedenken. Denn auch der STO verlangt im Vorhinein nach einer Zulassung durch die zuständige Finanzaufsicht.

In Deutschland fehlt noch der rechtliche Rahmen

Hierzulande gibt es zwar bisher noch keine direkten Ankündigungen. Einige Wissenschaftler können sich aber vorstellen, dass dieser Ansatz auch in Deutschland allemal auf mittlere Sicht zur Ablösung normaler Börsen führen könnte. Noch gibt es aber rechtliche Knackpunkte, die gerade beim Thema Regulierung ergeben. Es gibt also rund um die Blockchain auch eine Welt abseits von Bitcoin und anderen digitalen Devisen, die für Unternehmen und Anleger von Interesse sein können.

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