Sammelklage gegen Ripple eingereicht: Was ist passiert?

Die Diskussion um eine evntuelle Einstufung von Kryptowährungen als Wertpapier scheint nicht abzureißen. Sowohl Ripple als auch Etheruem stehen im Verdacht, die Anforderungen an ein „Security“ innerhalb der USA zu erfüllen und deswegen auch als Wertpapier nach Gesetz klassifiziert und behandelt zu werden. Ein Investor hat jetzt eine Sammeklage gegen Ripple eingereicht, da Ripple nach seiner Meinung ganz klar ein Wertpapiert darstellt.

Die hitzige Debatte um die Klassifizierung von Kryptowährungen durch die CFTC ist in den letzten Tagen und Wochen ein Dauerbrenner und sorgt international für Aufsehen. Kommt es tatäschlich zu einer neuen Einordnung von Ripple oder Etheruem als Wertpapier, hätte dies weitreichende Folgen für den kompletten Markt.

In Anbetracht dieser Debatte hat ein Investor, der angeblich durch den Kauf und Verkauf von Ripple große Verluste erzielt hat, Sammelklage gegen Ripple eingelegt. Er behauptet, dass das Unternehmen gegen das staatliche und bundesstaatliche Wertpapiergesetz verstoßen würde.

Ryan Coffey hat am Donnerstagabend am Gericht von San Francisco eine Sammelklage eingereicht. Coffey sucht Schadensersatz im Namen aller Investoren die Ripple gekauft und verkauft haben.

Ripple Labs und Garlinghouse stehen im Verdacht mit Ripple eine Kryptowährung zu führen, die als Wertpapier klassifiziert werden solle. Ryan Zagone, Direktor für regulatorische Beziehungen, führte letzten Dienstag vor dem britischen Parlamentsausschuss aus, dass es:

keinen direkte Verbidnung zwischen der FIrma Ripple und XRP gibt.

Wie wir bereits berichteten, ist das Ripple Netzwerk auf dem Weg dezentraler zu werden, jedoch gesteht Ripple an vielen Stellen selbst ein, dass hierbei starker Optimierungsbedarf besteht. Viele Kritiker sehen in Ripple eine zentralisierte Kryptowährung die stark durch das Unternehmen beeinflusst ist. Ähnlich lautet auch die vorgebrachte Beschwerde der Anklageschrift (freie Übersetzung):

Die Entwicklung des XRP Ledger und die Gewinne, von denen die Anleger erwarteten, dass sie daraus resultierten, beruhten und beruhen ausschließlich auf den technischen und unternehmerischen Bemühungen der Beklagten und anderer von den Beklagten beschäftigter Dritter.

Um festzustellen ob ein Unternehmen Wertpapiere verkauft, gibt es seit dem Jahr 1946 eine durch das Supreme Court erstellten Standardtest (Howey-Test) den es dabei durchlaufen muss. Sofern Unternehmen Wertpapiere verkaufen, müssen sich diese bei der Securities and Exchange Commision registrieren. Folglich zieht eine solche Klassifizierung gesetzliche Rahmenbedingungen nach sich die erfüllt werden müssen.

Sobald ein Finanzinstrument die Investition von Geld beinhaltet und eine „vernünftige“ Gewinnprognose prophezeit, der Profit ergibt sich dabei aus den Erwartungen derjenigen Personen die von den Handlungen einer spezifischen Gruppe von Personen abhängt, dann ist es als Sicherheit anzusehen. Laut dem Ankläger Coffey werden all diese Punkte durch die Kryptowährung XRP erfüllt.

Unabhängig davon welche Meinung man in Bezug auf Ripple vertritt, könnte sich diese Klage als richtungsweisend herausstellen und die langdiskutierte Frage klären, ob Kryptowährungen von Fall zu Fall als Wertpapier anzusehen sind. Das Anklageschreiben kann unter diesem Link angeschaut werden.

Der Kurs von Ripple zeigt unterdessen keine Reaktion auf dieses Ereignis und steht zum Redaktionszeitpunkt bei 0,75 Euro und einer entsprechenden Marktkapitalisierung von knapp 29,6 Milliarden Euro. Alle Kurse der Top 100 Kryptowährungen können in unserer Kursübersicht nachvollzogen werden.


Disclaimer: — Der Handel mit Kryptowährungen birgt ein großes finanzielles Risiko und kann bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Coin-hero.de stellt keine Anlageberatung und Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) dar. Die Webseiteninhalte dienen ausschliesslich der Information und Unterhaltung der Leser. Die hier getroffenen Aussagen stellen lediglich unsere eigene Meinung und keine Kaufempfehlung dar. Bitte unternehmen Sie auch eigene Recherchen, bevor Sie in Kryptowährungen investieren. Wir übernehmen keinerlei Haftung für jegliche Art von Schäden. Bitte lesen Sie auch unseren Haftungsausschluss im Impressum.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

1 Comment

  • 9 Monaten ago
    Reply

    Stefan

    Verspekuliert, weil er den Markt nicht kennt und dann sollen die anderen dran schuld sein…

Risikohinweis: Anlagen in digitale Währungen, Aktien, Wertpapiere und andere Effekten, Rohstoffe, Währungen und andere derivative Anlageprodukte (z. B. Differenzkontrakte („CFDs“)) sind spekulativ und mit einem hohen Risiko verbunden. Jede Investition ist einzigartig und birgt einzigartige Risiken.

CFDs und andere Derivate sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko schneller Verluste aufgrund des Hebeleffekts. Sie sollten sich darüber Gedanken machen, ob Sie das Grundprinzip einer Anlage verstanden haben und ob Sie es sich leisten können, das hohe Verlustrisiko einzugehen.

Kryptowährungen können extreme Kursschwankungen aufweisen und sind daher nicht für alle Anleger geeignet. Für den Handel mit Kryptowährungen existiert kein EU-weiter Regulierungsrahmen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Jeder vorgestellter Handelsverlauf umfasst, sofern nicht anders angegeben, einen Zeitraum von unter fünf Jahren, was unter Umständen keine hinreichende Grundlage für Investitionsentscheidungen darstellt. Ihr Kapital ist Risiken ausgesetzt

Beim Handel mit Aktien bestehen Risiken für Ihr Kapital.

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Der vorgestellte Handelsverlauf umfasst einen Zeitraum von unter fünf Jahren, sofern nicht anders angegeben, was unter Umständen keine hinreichende Grundlage für Investitionsentscheidungen darstellt. Die Kurse können sowohl fallen als auch steigen, die Kurse können stark schwanken, Sie gehen das Risiko von Wechselkursä nderungen ein und können Ihr gesamtes investiertes Kapital oder sogar einen höheren Betrag verlieren. Die Anlage von Kapital ist nicht für jeden geeignet; vergewissern Sie sich, dass Sie die damit verbundenen Risiken und rechtlichen Aspekte vollständig verstanden haben. Wenn Sie sich nicht sicher sind, lassen Sie sich von einer unabhängigen Stelle in Finanz-, Rechts-, Steuer- und Buchhaltungsfragen beraten. Diese Website erbringt keine Anlage-, Finanz-, Rechts-, Steuer- oder Buchhaltungsberatung. Manche Links sind Affiliate-Links. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem folgenden Dokument: Risikohinweis und Haftungsausschluss.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen