HomeNewsSEC lehnt Bitcoin ETF Anträge von ProShares, Direxion & GraniteShares ab

SEC lehnt Bitcoin ETF Anträge von ProShares, Direxion & GraniteShares ab

Die amerikanische Börsenaufsicht SEC hat gestern erwartungsgemäß neun weitere Anträge auf einen börsengehandelten Bitcoin ETF von drei verschiedenen Unternehmen abgelehnt. Wahrscheinlich aufgrund der geringen Erwartungen gab es keine große Reaktion seitens des Bitcoin Kurses, der sich nach dem gestrigen BitMEX Pump wieder seitwärts bewegt.

Die Securities and Exchanges Commision (SEC) hat zwei Bitcoin ETF Vorschläge von ProShares und fünf ETFs von Direxion, die allesamt an der New York Stock Exchange (NYSE) Arca notiert werden sollten, sowie zwei Vorschläge von GraniteShares zur Notierung an der CBOE abgelehnt. Dies geht aus drei separaten Stellungnahmen hervor, die die SEC gestern Abend veröffentlicht hat.

Direxion ersuchte eine Genehmigung für Bitcoin ETFs in Zusammenarbeit mit der NYSE, die keine physischen Bitcoin gehandelt hätten, die aber an den Preis von Bitcoin gebunden gewesen wären und Long- oder Short-Positionen mit Hebelpositionen ermöglicht hätten.

Die GraniteShares ETFs hätten dagegen die Bitcoin-Futures-Produkte gehandelt, die an den Chicagoer Derivatbörsen CBOE und CME verfügbar sind. Die ProShares Fonds beabsichtigen nicht Bitcoin-Futures-Kontrakte bis zum Ablauf zu halten, sondern diese „rollend“ zu traden. 

Die Ablehnungen aller Anträge kommt dabei nicht überraschend, da die meisten Analysten bereits im Vorfeld davon ausgegangen sind und eine Bitcoin ETF Genehmigung erst in 2019 für realistisch halten.

Wahrscheinlich auch deshalb führte die Entscheidung der SEC, anders als in den vergangenen Wochen wo der Winklevoss ETF abgelehnt wurde und der VanEck ETF auf den 30.09.2018 verschoben wurde, führte die Nachrichten nicht zu einem sofortigen Downtrend. Stattdessen bewegt sich der Bitcoin Kurs nach dem unorganischen gestrigen Anstieg durch die BitMEX Downtime und der über den Tag gezogenen Preiskorrektur wieder seitwärts, knapp über der Marke von 6.400 USD.


Ähnlich wie bei der Ablehnung des Winklevoss Bitcoin ETF äußerte die SEC auch dieses Mal ihre Besorgnis, dass der zugrundeliegende Markt anfällig für Betrug und Manipulation ist. Bemerkenswerterweise hat die SEC in allen ihren Ablehnungen genau dieselbe Argumentation und Formulierung verwendet:

„… die Kommission lehnt diese vorgeschlagene Regeländerung ab, da die Börse, wie nachstehend erläutert, ihren Belastungen aus dem Börsengesetz und den Verfahrensregeln der Kommission nicht nachgekommen ist, um nachzuweisen, dass ihr Vorschlag den Anforderungen des Abschnitts über den Börsensektor entspricht 6 b) (5), insbesondere das Erfordernis, dass die Regeln einer nationalen Wertpapierbörse so gestaltet sind, dass betrügerische und manipulative Handlungen und Praktiken verhindert werden. „

Bemerkenswert in der Begründung zu ihrer Ablehnung des GranitShares ist, dass die SEC einen Brief der CBOE zitiert und von einem zu geringen Handelsvolumina der CBOE und CME Futures spricht:

„Außerdem haben der Präsident und der COO von CFE kürzlich in einem Brief an die Kommissionsmitarbeiter bestätigt, dass die gegenwärtigen Bitcoin-Futures-Handelsvolumina an der CBOE Futures Exchange und CME derzeit möglicherweise nicht ausreichen, um ETFs zu unterstützen, die eine Long- oder Short-Position von 100 [Prozent] zu Bitcoin anstreben.“

Im Fall der beiden ETFs von ProShares erklärte die SEC:

„Die Börse hat unter anderem keine Beweise dafür vorgelegt, dass Bitcoin-Futures-Märkte Märkte von erheblicher Größe sind. Dieser Misserfolg ist entscheidend, da die Börse, wie unten erläutert, keine anderen Mittel zur Verhinderung betrügerischer und manipulativer Maßnahmen geschaffen hat.“

In allen Fällen betonte die SEC, dass die Ablehnung „nicht auf einer Bewertung beruht, ob Bitcoin oder die Blockchain-Technologie einen allgemeinen Nutzen oder Wert als eine Innovation oder eine Investition hat.“

Die Veröffentlichungen kannst du hier für die GraniteShares Bitcoin ETFs, die Direxion ETFs und die ProShares finden.

Der am meisten erwartete Bitcoin ETF unter einer Vielzahl von Anträgen bei der Securities and Exchange Commission (SEC) ist und bleibt aber der von VanEck und SolidX Bitcoin ETF in Zusammenarbeit mit der CBOE eingereichte Antrag, dessen Entscheidung kürzlich auf den 30.09.2018 verschoben wurde. Die Entscheidung darüber könnte für den Kryto-Markt ein sehr richtungsweisendes Ereignis darstellen.

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