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Ripple sieht Swifts gpi als „minimale Verbesserung“ eines alten Systems

29 Juni 2018 By Marcus Misiak

Ripple vermag durch die Verwendung ihrer Services (xCurrent oder xRapid) potenzielle Kosteneinsparungen für Banken und Unternehmen zu versprechen. Andere alte Systeme wie z.B. Swift, das vor mehr als 50 Jahren geschaffen wurde, haben laut Meinung von Ripple ausgedient.

Swift wurde gegründet, als es das Internet und die bahnbrechende Technologie der Blockchain noch nicht gab und wahrscheinlich auch niemand daran gedacht hat, dass in naher Zukunft solche Innovationen auf den Markt treten werden.

Derzeit wurde ein neuer Service von Swift, der verbesserte Swift’s global payments innovation (kurz gpi) getestet und soll jetzt auf alle 10.000 Banken weltweit für eine verbesserte grenzüberschreitende Zahlungsabwicklung ausgerollt werden.

Swift gpi erfüllt folgende Anforderungen:

  • Durchführungen von Zahlungen am gleichen Tag in vielen Weltwährungen
  • Sofortige Verfügbarkeit des Geldes auf den Kundenkonten
  • Payment Tracking: Es kann einfach und transparent nachvollzogen werden, welche Zahlungsströme geflossen sind. Besonders nützlich im Falle von Reklamationen
  • Erhöhte Datenqualität und Sicherheit

Durch Swift gpi ist es gelungen Transaktionen zu beschleunigen, sodass mehr als 50% aller Transaktionen in weniger als 30 Minuten und fast alle Transaktionen innerhalb von 24h auf dem Zielkonto waren.

Ripples Direktor für Joint Ventures, Emi Yoshikawa, behauptete in einem Interview am 27 Juni auf der EmTech Hong Kong, dass Swift’s gpi nicht die gleiche Leistung und Performance erbringen kann, wie die von Ripple entwickelten Softwarelösungen xCurrent und xRapid für Unternehmen (frei übersetzt):

Swift wurde vor 40 oder 50 Jahren gebaut, bevor das Internet erstellt wurde. Ihre Architektur ist also sehr alt. Sie erkennen, dass dies ein großes Problem ist und sie betrachten uns als einen großen Konkurrenten. Sie versuchen auch, eine große Verbesserung basierend auf der bestehenden Architektur, Swift gpi genannt, zu machen. Wir betrachten es als eine marginale Verbesserung ihrer bestehenden Architektur.

Damit sei jedoch das grundlegende Problem nicht gelöst, wenn ale Strukturen verbessert werden. Dies sei nur durch eine Innovation wie der Blockchaintechnologie möglich.

Ripple erlitt in der Vergangenheit einige schwere Rückschläge, da es nicht viele Banken gibt die von den Technologien überzeugt sind und nur ein marginaler Teil tatsächlich den nativen Token XRP für grenzüberschreitende Zahlungen nutzen.

Swift basiert nicht auf der Blockchaintechnologie, wird jedoch weltweit von mehreren Tausend Banken genutzt. Im April diesen Jahres experminetierte Swift selbst mit der Blockchaintechnologie, kam jedoch zu dem Entschluss, dass es noch zu früh ist, um die eigenen Services dadurch unterstützen zu können. Das Projekt befindet sich weiterhin erst in der Entstehungsphase.

Ob die Blockchaintechnologie tatsächlich irgendwann komplett Überweisungen übernehmen kann oder ob es eine Komination aus dem alten und neuen System geben wird, bleibt vorerst abzuwarten.

Der Kurs von Ripple steht zum Redaktionszeitpunkt bei 0,38 Euro und verliert – 4,17 Prozent innerhalb der letzten 24h. Mit einer Marktkapitalisierung von 14 Milliarden Euro belegt Ripple weiterhin den dritten Platz der größten Kryptowährungen weltweit. Weitere Informationen findest du in unserer Kursübersicht.

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