Winklevoss: SEC fordert für Bitcoin ETF mehr Marktüberwachung und Investorenschutz

Tyler Winklevoss und Cameron Winklevoss, die Gründer der Kryptowährungsbörse Gemini sprachen kürzlich in einem Interview mit Fortune Ledger über den Fortschritt ihres Bitcoin ETFs und erläuterten dabei auch die wichtigsten Bedenken der U.S. Securities and Exchange Commission in Bezug auf den Exchange Traded Fund.

Im Juli 2018 lehnte die amerikanische Börsenaufsicht, SEC die Genehmigung einer von den Brüdern Winklevoss vorgeschlagenen Regeländerung wegen Marktmanipulation und mangelnder Marktüberwachung ab. Dies war bereits das zweite Mal, dass die amerikanische Börsenaufsicht einen von den Winklevoss-Brüdern vorgeschlagenen Bitcoin ETF ablehnte. Die Ablehnung der ETF führte jedoch dazu, dass selbst aus den eigenen Reihen durch die SEC Kommissarin, Hester Peirce, Kritik aufkam. Peirce veröffentlichte ein Statement über das SEC-Urteil und erklärte, dass die vorgeschlagene Regeländerung der Winklevoss-Zwillinge alle Voraussetzungen für die Genehmigung eines Bitcoin ETF erfüllte.

Cameron erklärte unabhängig davon, dass der Zeitrahmen, in dem die SEC einen Bitcoin-ETF genehmigen wird „schwer vorherzusagen“ sei. Er fügte hinzu, dass das Gemini-Team seit über sechs Jahren an einem Bitcoin ETF arbeitet und erklärte, dass Gemini beabsichtigt, „es zu schaffen“, auch wenn ein vollwertiger regulatorischer Startschuss weitere sechs Jahre dauert und sagte:

Wir verstehen die Bedenken der Kommission. Wir haben sie laut und deutlich gehört, und sie fordern im Grunde genommen mehr Marktüberwachung und Schutz auf dem Markt, um manipulatives Verhalten zu vermeiden, zu verhindern und so weiter. Also hat Gemini ein Marktüberwachungsteam aufgebaut.

Cameron erwähnte auch die erfolgte Implementierung der SMART-Technologie der Nasdaq durch sein Unternehmen, womit Gemini die Marktüberwachungsdienste der Nasdaq, der zweitgrößten Börse der Welt nutzen kann, ein wichtiger Schritt sei. Weiterhin wies er auf die führende Beteiligung von Gemini an der Virtual Commodity Association, einer Selbstregulierungsorganisation für die US-Kryptowährungsindustrie hin, die die Marktaufsicht insgesamt verbessern könnte.  Er erklärte, dass sie daran arbeiten, die Krypto-Börsen unter einem Dach zu bündeln und Informationen auszutauschen, um „Integrität in den Markt zu bringen“, eines der Hauptanliegen bei einem ETF-Produkt. Er fügte hinzu:

Wir wissen, dass die Kommission in dieser Hinsicht konservativ ist, das macht viel Sinn, denn dies wird das erste von vielen Produkten seiner Art sein. Also müssen wir es richtig machen. Also sind wir bereit, die Tatsache zu akzeptieren, dass wir unsere Hausaufgaben machen müssen.

Die Winklevoss-Zwillinge sprachen auch über die Kritik der SEC, dass der Kryptowährungsmarkt eine mangelnde Liquidität aufweise und dadurch sehr anfällig für Marktmanipulationen sei. Cameron erklärte hier, dass Bitcoin tatsächlich „ziemlich liquide“ sei, und fügte hinzu, dass die Hauptsorge darin bestand, dass der Derivatemarkt noch sehr im Entstehen begriffen sei und dass er für die Preisfindung noch wachsen müsse.

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