WikiLeaks: Craig Wright ist nicht Satoshi Nakamoto

Craig Wright hat vor wenigen Tagen wieder einmal behauptet, dass er der mysteriöse Erfinder hinter dem ursprünglichen Design von Bitcoin, Satoshi Nakomato, ist. Dieses Mal geht Craig Wright sogar so weit zu behaupten, dass Bitcoin immer eine Pro-Staat, Pro-Bank-Technologie war. Diesmal wurden die umstrittenen Behauptungen mit widersprüchlichen Informationen unter anderem von Wikileaks beantwortet.

Jeder, der etwas über Bitcoin weiß, weiß, dass BTC ursprünglich von „Satoshi Nakamoto“ erschaffen wurde. Es gibt viele Theorien darüber, wer diese mysteriöse Person oder Gruppe sein könnte, aber Craig Wright ist eine Person, die ständig behauptet, dass er der Erfinder von Bitcoin. Wrights aktuelle Aussage kommt in Form eines Medium Posts, in dem er die Geschichte seines Engagements für Bitcoin darlegt. Wright behauptet, dass Bitcoin nie ein antistaatliches Projekt war und tatsächlich nicht die politische Absicht hatte, die die Cypherpunks hatten, sondern dass BTC „nie dazu bestimmt war, einem anonymen Geldtransfersystem zu schaffen und [Wright] immer gegen diejenigen, die außerhalb des Gesetzes operierten, war“.

Tatsächlich behauptet Wright, dass er die Bitcoin-Blockchain so konzipiert hat, dass sie nachvollziehbar ist, was direkt zum Untergang der Silk Road führte, die er als „Gift“ bezeichnet, welches seine (vermeintliche) Arbeit am Krypto-Projekt „korrumpiert“ und „verdreht“ hat. Vielmehr behauptet Wright, dass Bitcoins Design tatsächlich für das Bankensystem gemacht wurde.

Craig Wright behauptet in dem Blogbeitrag auch mit dem legendären Cypherpunk Timothy May zusammengearbeitet zu haben. May ist Autor des „The Crypto Anarchist Manifesto“ (zu deutsch: „Das Manifest für Krypto-Anarchisten“), das 1992 veröffentlicht wurde und von vielen als geistige Grundlage für die heute existierenden dezentralen Kryptowährungen betrachtet wird. Bemerkenswert ist, dass Timothy May bereits im Dezember 2018  gestorben ist. Wright hatte seine Beziehung zu May vor seinem Tod nie erwähnt. Auf einmal gibt Wright jetzt eine Verbindung zu May bekannt.

Darüber hinaus schreibt Wright auch über Wikileaks in einem negativen Licht:

Ich mag Wikileaks nicht, und ich war noch nie ein Fan von Assanges Methoden. Noch wichtiger ist, dass ich mich entschieden gegen kriminelle Märkte wende. Ross Ulbricht und andere wie er sind Kriminelle. Sie sind keine Freiheitskämpfer, sie sind keine Liberalisten.

Insbesondere diese Kritik mag den Zorn von Wikileaks hervorgerufen haben, die gestern eine Antwort auf Twitter veröffentlicht haben, die die ohnehin schon zweifelhaften Behauptungen von Wright in Frage stellen.

In dem Twitter Post heißt es, dass „Craig S. Wright ein bewährter Serienfälscher von Dokumenten ist, der behauptet, dass er der Erfinder von Bitcoin ist. Er wurde wiederholt erwischt. Dies wurde von WikiLeaks zum Zeitpunkt seines ersten Anspruchs und danach unabhängig verifiziert“. In dem Post heißt es weiter, dass Wright um 2014-2015 einen 2008er Blogbeitrag nachträglich bearbeitet hat und Ergänzungen vorgenommen hat, dass er an einem „Kryptowährungspapier“ arbeitete.

Der Blog-Post, der dem ursprünglichen Bitcoin-Whitepaper vorausging, könnte in der Tat aus der Zeit stammen. Allerdings wirft dies eine Reihe von Fragen auf – warum hat Craig Wright den Blogbeitrag viele Jahre später geändert, nachdem Bitcoin zu einem Begriff geworden war? Warum hat Craig Wright in seinem öffentlichen Blog unter seinem eigenen Namen über sein „Kryptowährungsprojekt“ geschrieben, wenn er das eigentliche Whitepaper unter einem Pseudonym veröffentlicht hat?

Wikileaks beschuldigt Wright versucht zu haben, die Geschichte neu zu schreiben, um Geld für Geschäftsprojekte zu sammeln und Gerichtsverfahren zu vermeiden. Während es unmöglich ist, endgültig zu beweisen, dass Craig Wright Satoshi ist oder nicht ist, gibt es sicherlich zahlreiche fragwürdige Aspekte, die gegen Craig Wright sprechen.

Featured Image: StunningArt | Shutterstock

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