VanEck Bitcoin-ETF: Frist wird verlängert – Weitere große Investmentfirma glaubt an Bitcoin-ETF erst im Jahr 2019

Ein börsengehandelter Bitcoin-Fonds, besser bekannt als Bitcoin-ETF (Exchange Traded Fund), wird von der Kryptowährungs-Gemeinschaft weiterhin als „heiliger Gral“ für eine Trendumkehr und die Rückkehr eines Bullenmarktes betrachtet. Mit Canaccord, die größte Investmentfirma in Kanada, sagte nun eine weitere große Investmentfirma, dass die Zulassung eines Bitcoin-ETF im Jahr 2018 höchst unwahrscheinlich ist.

UPDATE: Canaccord hat Recht behalten, die SEC hat soeben eine Fristverlängerung bis 30.09.2018 bekanntgegeben.

In einem offiziellen Bericht mit dem Titel „Blockchain and Digital Assets: US Equity Research„, haben die Canaccord-Forscher Michael Graham und Scott Suh beschrieben, dass ein Bitcoin-ETF in den USA voraussichtlich erst im Jahr 2019 kommen wird.

Die kanadische Investmentfirma veröffentlicht vierteljährlich ein Update über den Status von Kryptowährungen. Die Veröffentlichung hat in Nordamerika zuletzt an Zugkraft gewonnen, nachdem sie einige wichtige Vorhersagen getroffen hat.

Das letzte Update beinhaltet einen langen Beitrag über das Thema Bitcoin-ETFs. Canaccord prognostiziert, dass die SEC in diesem Jahr nicht über die aktuellen ETF-Anträge entscheiden wird, sondern stattdessen ihr Recht ausüben wird, die Entscheidung auf das nächste Jahr 2019 zu verschieben.

Und obwohl über den VanEck SolidX Bitcoin Trust, der von vielen als der beste Kandidat für eine mögliche Genehmigung angesehen wird, bereits in diesem Monat eine mögliche Entscheidung getroffen wird, wird weitgehend davon ausgegangen, dass die SEC ihre Frist verlängern wird. Eine Entscheidung kann erst im März 2019 getroffen werden.

Warum ein Bitcoin-ETF im Jahr 2018 unwahrscheinlich ist

Theoretisch muss die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde, SEC (Securities and Exchange Commission) bis zum 10. August, diesen Freitag, ihre Entscheidung über den VanEck-SolidX Bitcoin ETF treffen. Stattdessen argumentiert Canaccord aber, dass die Bitcoin-ETF-Entscheidung verschoben wird, da die SEC noch eine Reihe von Regulierungsfragen klären will.



Die SEC hat in diesem Jahr mehrere Anträge auf Zulassung eines Bitcoin ETFs abgelehnt, obwohl die Anzahl der Anträge für einen eigenen börsengehandelten Fonds für BTC stark zugenommen hat.

Obwohl der VanEck-SolidX Bitcoin ETF und der Chicago Board Options Exchange (CBOE) Bitcoin ETF laut vieler Experten die bisher höchste Wahrscheinlichkeit hat von der SEC zugelassen zu werden, hat die SEC bekanntgegeben, dass eine Fristverlängerung bis zum 30.09.2018 stattgefunden hat (frei übersetzt):

Dementsprechend bestimmt die Kommission gemäß § 19 (b) (2) des Gesetzes den 30. September 2018 als den Zeitpunkt, zu dem die Kommission die vorgeschlagene Regeländerung entweder billigen oder ablehnen oder ein Verfahren zur Feststellung der Missbilligung einleiten wird .

Die Canaccord-Forscher führen aus, dass aufgrund der Geschichte von VanEck und CBOE im Umgang mit regulierten US-Märkten und der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC, ihre Bitcoin-ETFs wahrscheinlich von der SEC genehmigt werden, nur nicht sofort. Der VanEck-ETF sei vollständig abgesichert, übernimmt die sichere Speicherung für die Anleger und verlässt sich nicht nur auf einen einzigen Krypto-Exchange zur Bewertung, was letztendlich zur Ablehnung des Winklevoss Bitcoin-ETF führte, so Canaccord.

Die SEC hatte kürzlich erklärt, die Entscheidungen über 5 Bitcoin ETFs von der New York Stock Exchange (NYSE) Arca auf September zu verschieben. Grund hierfür war, dass die aufgrund der hohen Volatilität und der mit Kryptowährungen verbundenen Risiken mehr Zeit benötigt wird, um die Genehmigung oder Ablehnung der vorgeschlagenen Regeländerung zu bewerten.

Der CNBC-Experte, Bob Pisani sagte, dass er sowohl mit dem Vorsitzenden der Securities and Exchanges Comission, Jay Clayton, als auch mit dem Verantwortlichen für Bitcoin Angelegenheiten bei der SEC sprach. Beide erklärten, dass sie einen „langsamen und vorsichtigen“ Ansatz hinsichtlich Bitcoin ETFs verfolgen, da sie sich vor dem US-Kongress verantworten müssen. Die Vermutung des CNBC-Experten ist deshalb, dass die SEC den Zeitraum für die Entscheidung zu dem Bitcoin ETF von VanEck verlängert.

Die Stellungnahme zu dem Bitcoin ETF der New York Stock Exchange (NYSE) Arca könnte darüber hinaus ein weiteres Indiz sein, dass die Entscheidung über den VanEck Bitcoin ETF ebenfalls verschoben wird.

SEC-Kommissarin Hester Peirce glaubt indes, dass die Kommision einen Bitcoin-ETF genehmigen sollte, allerdings ist sie derzeit in der Minderheit. Sie widersprach kürzlich der Ablehnung des Winklevoss Bitcoin Trust (BZX) durch die SEC.


Sie vertritt die Auffassung, dass der Vorschlag selbst gesetzeskonform sei und dass die SEC es versäumt habe, das Gesetz korrekt anzuwenden. Der Ablehnungsbescheid konzentriere sich auf die Merkmale des Spotmarktes für Bitcoin und nicht auf die Fähigkeit der BZX, gemäß ihren eigenen Regeln den Handel mit den an der BZX notierten und gehandelten ETF-Aktien zu überwachen und Manipulationen zu verhindern.

Der Bitcoin Kurs verzeichnet unterdessen einen Rücksetzer von 6,19 Prozent auf einen Preis von 5.659,76 Euro. Die Bitcoindominanz beträgt zum Redaktionszeitpunkt (8:30 Uhr) 48,49 Prozent.


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