Waves: Eine Kryptowährung mit integrierter ICO Funktion

Das Waves-Projekt ist eine 2015 von Alexander „Kushti“ Chepurnoy und Sasha „Coinmaster“ Ivanov gegründete blockchain-basierende Handelsplattform. Jene dezentrale Plattform wurde mit der objektorientierten Programmiersprache Scala geschrieben, wobei besonders viel Wert auf eine benutzerfreundliche Oberfläche und geringe Größe gelegt wurde.

So richtig bekannt wurde Waves 2016, als es im Zuge einer der erfolgreichsten Crowdfunding Kampagnen überhaupt, etwa 30000 Bitcoin erlangte. Zum damaligen Zeitpunkt entsprach dies ungefähr einer Summe von 15 Millionen Dollar.

Genau so, wie es die Gründer beabsichtigt hatten, ist es auf der Waves-Plattform kinderleicht mit Kryptowährung zu handeln oder diese in der dortigen Wallet aufzubewahren. Doch hierzu gehört aber auch beispielsweise die schnelle und einfache Möglichkeit ein Crowdfunding zu starten oder in ein fremdes Projekt zu investieren.

Auf Waves ist es auch kein Problem neben anderen Kryptowährungen, wie Bitcoin oder Ethereum, mit Fiatcoin zu handeln oder diese einfach nur in der Wallet aufbewahren. Quasi kann man in der Waves-Wallet gleichzeitig US-Dollar, Euro oder auch Bitcoin, Etherium und natürlich Waves aufbewahren. Der aktuelle Waves Kurs liegt bei knapp 3€ (Stand Mitte Oktober 2017)

Wie funktioniert Waves?

Mit Waves kann jedermann sein eigenes Digitales Token erstellen und dieses dann gegen beliebige, andere Kryptowährung oder Fiatwährung eintauschen. Mit Waves ist die Erstellung eines eigenen Tokens absolut unkompliziert und in weniger als einer Minute möglich. Jeder kann somit sein eigenes Krypto-Token erstellen und damit handeln.

Ein Token kann über die Blockchain viel schneller transferiert werden, als Geld bei einer normal üblichen Banküberweisung und das ohne große Extra-Kosten. Ein Nutzer kann ein solches Token dann wenn gewünscht einfach in eine jeweilige Fiatwährung, wie zum Beispiel in Euro umwandeln. Auch andere Kryptowährungen können über die Waves blockchain sozusagen „tokenized“ werden.

Die Waves-Plattform setzt hierbei auf sogenannte Fiat Gateways unter der Leitung von Compliant Operators, also Organisationen, die es dem Benutzer ermöglichen Fiat-Währung in Digitale Tokens umzuwandeln. Diese Token sind dann keine üblichen, wie Bitcoin, sondern digitalisierte Versionen der jeweiligen Fiat-Währung. Diese haben dann eine dementsprechende Bezeichnung, wie etwa wEUR (Euro) oder wUSD (US-Dollar). Diese Fiat-Tokens können dann mittels der Blockchain transferiert werden. Diese Tokens werden dann auch im Verhältnis Eins-zu-Eins gehandelt.

Die Waves Wallet ist auf der Plattform auch keinesfalls einfach nur eine virtuelle Brieftasche, sondern über sie sind alle auf der Plattform verfügbaren Dienste zugänglich. Die Wallet ist nämlich ein eigenständiger, kleiner Client – Lite Client genannt, mit einer äußerst intuitiven Benutzeroberfläche.

Dies beinhaltet natürlich auch den Zugriff auf Fiat-Währung und ist somit in gewisser Weise sogar als eine Art Bankkonto nutzbar. Die Software lässt sich entweder in Form einer Erweiterung für den Google Chrome Browser downloaden, allerdings auch entspannt als App auf dem Smartphone installieren (Android und iOS).

Der LPoS Algorithmus

Um die eigenen Waves signifikant zu vermehren benötigt man man keine unheimlich große Rechenleistung, wie etwa bei Bitcoins. Das liegt an dem sogenannten Leased Proof-of-Stake anstelle des Proof-of-Work Algorithmus. Dabei gilt allgemein gesagt: Wer viele Waves hat, bekommt auch mit größerer Warscheinlichkeit neue hinzu.

In diesem System hat Waves den sogenannten Miners Reward Token (MRT) eingeführt. Findet man einen neuen Block, bekommt man sämtliche Transaktions-Gebühren und eine bestimmte Summe an MRT. Der Haken an der ganzen Sache ist, dass man an diesem einer Lotterie ähnelndem System nur mit einer Mindestzahl an 10000 USD-Waves besitzen muss.

Zu diesem Zwecke gibt es die Möglichkeit ein paar Waves an diverse Leasing-Pools zu leasen, die dann mit dem gesamten Budget von an sie geliehenen Waves die neuen Blocks ergattern und somit neue Waves minen. Jeder, der mit seinen Waves dazu beigetragen hat, wird also an dem entstehenden Gewinn entsprechend seiner Beteiligung entlohnt, wobei lediglich ein kleiner prozentualer Anteil dessen an den Leasing-Pool im Sinne einer Gebühr geht.

Initial Coin Offering mit Waves

Mit Waves ist es jedem möglich, auch ohne technisches Hintergrundwissen ein Initial Coin Offering zu betreiben. Einen neuen Token erstellt man ganz einfach in der Waves Wallet, was genau 1 Wave, also etwa 3,30€ kostet (Stand 10/2017). In dem Menüpunkt „Token Creation“ geht es dann weiter. Hier gibt man dem Token einen Namen und eine kurze Beschreibung ein, aber auch eine Gesamtzahl der Token und deren Unterteilung. Hierbei kann auch mittels eines einfachen Kästchens ausgewählt werden, ob die Gesamtzahl der Token im Nachhinein noch veränderbar sein soll. Mit dem Klick auf „Submit“ hat man soeben erfolgreich einen eigenen Token erstellt.

Im Menüpunkt „Decentralized Exchange“ lässt sich der Token nun zum Verkauf anbieten. In der Übersicht sieht man einen Kursverlauf, Traiding-History, Kauf- und Verkaufsorder und natürlich die eigenen Order. Hier kann man nun also einen Verkaufsorder generieren und festlegen, für wie viel Waves der erstellte Token gekauft werden kann.

Die Besonderheiten von Waves

Der Hype um Waves kommt natürlich nicht von irgendwo her. Allein der rekordverdächtige Crowdfunding-Erfolg im letzten Jahr spricht Bände darüber, wie revolutionär die Plattform im Zeitalter der Kryptowährung ist.

Einfach jeder kann mit Waves handeln

Waves sind zu allererst furchtbar einfach zu verwalten. Dies liegt an der bereits erwähnten intuitiven Benutzeroberfläche, allerdings aber auch an der Unterstützung von mobilen Endgeräten. Des weiteren ist es nicht nötig eine Blockchain zu downloaden. Außerdem ist die Blockchain äußerst schnell.

Ein einfaches Transaktions-System

Transaktionen verlaufen schnell und unkompliziert. Eine Transaktion kostet hierbei gerade mal 0,001 Waves, was momentan in etwa 0,3ct entspricht (Stand 10/2017). Jene geringen Transaktionskosten können natürlich einfach mit Tokens beglichen werden.
Ein weiteres absolutes Plus ist die auch bereits erwähnte Möglichkeit, Fiat-Währung zu transferieren. Die lizensierten Gateways ermöglichen hierbei problemlos den Weg in und aus der Blockchain heraus. Deren Token sind vollständig durch die jeweiligen Fiat-Einlagen gestützt.

Der dezentralisierte Handel digitaler Währung

Waves bietet sogenannten Peer-To-Peer Handel, im englischen Decentralized Exchange (DEX) genannt, der direkt vom Client ausgeht. Der Transfer findet also hier ohne Dritte und beinahe in Echtzeit statt.

Bald mit Smart Contracts

Smart Contracts sind, wie der Name bereits verrät automatische, digitale Verträge, die das Handeln mit Kryptowährung noch einfacher und sicherer machen werden. Waves möchte die Smart Contracts noch Ende diesen Jahres in die Plattform integrieren.

Wie kann man Waves kaufen?

Waves lassen sich eigentlich ganz einfach erwerben. Am einfachsten und schnellsten geht es, die Waves gegen Bitcoin oder Etherium einzutauschen. Wer allerdings noch nicht im Besitz von Kryptowährung in der Wallet ist, kann mit einer ganz normalen SEPA-Überweisung Euro oder US-Dollar in die Wallet einzahlen und dort dann gegen die gewünschte Anzahl von Waves eintauschen. Der aktuelle Wert von einem Wave beträgt etwa 3,30€. (Stand 10/2017)

Eine ausführliche Schritt-für-Schritt Anleitung zum Waves kaufen haben wir hier für dich zusammengeschrieben.

Fazit zu Waves

Waves ist eine äußerst mächtige Währung zusammen mit ihrer dazugehörigen Handelsplattform. Die hohe Benutzerfreundlichkeit und die vielen integrierten Tools schaffen eine praktische und flexible Umgebung. Die Waves lassen sich noch dazu minen indem man „nichts tut“, indem man sie einfach in einen Waves-Pool einzahlt, ganz im Gegenteil zu klassischen Kryptowährungen wie Bitcoin, die sich nur mit sehr hoher Rechnerleistung erwähnenswert vermehren lassen.

Des weiteren ist die Möglichkeit revolutionär, dass prinzipiell jeder ohne sonst nötiges technisches Know-How ein Inicial Coin Offering starten kann, da ein eigener Token in sekundenschnelle erstellt ist und auch sofort zum freien Handel angeboten werden kann.
All diese Dinge machen Waves zu einer absolut zukunftsweisenden Handelsplattform und zu einer stabilen Kryptowährung.

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