Vizepräsident von Ripple an Südkorea: Kryptowährungen nicht überregulieren

Gegenüber der Korean Times hat sich der Senior Vice President von Ripple kritisch gegenüber den Regulierungsmaßnahmen in Südkorea geäußert. Wenn es nach ihm geht, sollten sich die südkoreanischen Behörden lieber auf den Schutz der Nutzer konzentrieren, anstatt übermäßig harte Regulierungsmaßnahmen zu verabschieden. 

Südkorea gehört zu den wichtigsten Märkten weltweit für Kryptowährungen. Was die Regulierung von Kryptowährungen angeht, versucht die koreanische Regierung eine Vorreiterrolle einzunehmen.

Nachdem Ende letzten Jahres noch ein vollständiges Verbot von Kryptowährungen diskutiert wurde, haben sich Kryptowährungen mittlerweile fest in der koranischen Finanzindustrie etabliert. Allerdings sind fast wöchentlich neue Nachrichten über Regulierungsmaßnahmen und Richtlinien für Kryptowährungsbörsen zu lesen.

Da das Land seit letztem September ein totales Verbot von Initial Coin Offerings (ICOs) verhängt hat, ziehen es Blockchain-Unternehmen vor, ihre ICOs in Singapur oder in der Schweiz auszurichten. Um diese Migrationsbewegung zu verhindern und Blockchain-bezogene Unternehmen zu fördern, hat die Nationalversammlung einen Vorschlag gemacht, um ICOs in Südkorea wieder zu legalisieren.

Im Rahmen dessen äußerte sich der Senior Vice President von Ripple, Eric van Miltenburg und führte aus, dass Südkorea seine Reaktionen auf den Kryptowährungsmarkt abschwächen sollte und sich stattdessen auf den Schutz der Nutzer konzentrieren solle.

In einem kürzlichen Interview mit der Korea Times sagte van Miltenburg, dass er Paralellen zwischen dem gegenwärtigen Kryptowährungsboom und den frühen Phasen des Internetbooms in den frühen 2000’er Jahren sehe. Regierungen müssten sich daher auf mehr auf die positiven Auswirkungen konzentrieren, die Blockchain- und Kryptowährungstechnologien bringen können.

Wir denken nur, dass es eine Regulierung sein muss, die die Notwendigkeit ausgleicht, die Verbraucher zu schützen, ohne Innovation zu blockieren oder zu verbieten. Wir haben das in anderen Ländern und in anderen Technologien gesehen, wo man eine Balance gefunden hat. Ehrlich gesagt, wenn man an das frühe Internetalter zurückdenkt, gab es einige Leute, die nur die negativen Aspekte des Internets ansprachen und sagten, wir sollten schließen Es dauert eine Weile, bis wir herausfinden, was vor sich geht und was gut und was schlecht ist.

Obwohl das pauschale Verbot von Kryptowährungen aufgrund der starken Opposition von Politik und Öffentlichkeit nicht in Kraft trat, sind die Spannungen zwischen der politischen Klasse und den Börsen immer noch hoch. Der kürzliche Hack von Coinrail, hat sicherlich nicht dazu beigetragen, diese zu lindern. Selbst die größte Kryptowährungsbörse nach Handelsvolumen, Binance, ist nach Malta „geflohen“, um den harten Regulierungsmaßnahmen in Südkorea zu entgehen.

Van Miltenburg führte gegenüber der Korean Times weiterhin aus, dass mehr Menschen den wahren Nutzen der Blockchain-Technologie erkennen müssen:

Ich denke, auf der ganzen Welt gibt es eine Menge Begeisterung und Begeisterung für diese neue Technologie. Offen gesagt ist es wichtig, dass mehr Menschen die wahren Anwendungsfälle der Blockchain-Technologie verstehen. Es geht nicht darum, die Theorien rund um Blockchain zu studieren, sondern darum, wie man die Blockchain auf eine Weise anwendet, die nützlich ist und einen echten Mehrwert für Kunden und die Gesellschaft schafft.


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