Verbraucher an die Macht: Die Blockchain im aktuellen Praxiseinsatz

Die Blockchain machte 2018 einen vielversprechenden Eindruck. Der Bitcoin-Boom sowie der darauffolgende Crash zum Jahresanfang katapultierten sowohl Kryptowährungen als auch die Blockchain ins Rampenlicht. Und seitdem dreht sich ein Großteil der Diskussionen in den Bereichen Technologie, Finanzen und Innovationen um dieses Thema. Einflussreiche Medienbetriebe überschlugen sich, ganze Redaktionen für die Berichterstattung über Kryptowährungen abzustellen, die Mehrzahl der Fortune-500-Unternehmen integrieren Berichten zufolge die Blockchain-Technologie in ihre Geschäftsmodelle und der US-Kongress hat zu Anhörungen eingeladen in einem Versuch, Kryptowährungen in ihrem Kern zu erfassen. Wenn 2017 als das Jahr gelten kann, in dem Bitcoin die Welt in ihren Bann schlug, wird 2018 in die Geschichtsbücher eingehen als das Jahr, in dem die Welt den Versuch unternahm, sich mit der Technologie des Phänomens Bitcoin auseinanderzusetzen.

Zahllose Start-ups haben Pläne angekündigt, fast jede Branche per Blockchain-Lösungen komplett umzukrempeln. Lieferketten, Gesundheitswesen, Landwirtschaft, Unterhaltung, Journalismus … die Liste ist fast unüberschaubar. Der Anbruch einer neuen Ära dank Dezentralisierung, Sicherheit und digitalem Vertrauen. Morgen! Morgen wird alles anders … und obwohl man sich vor Initial Coin Offerings bald kaum mehr retten konnte, können nur äußerst wenige auf Blockchain basierte Lösungen ein praxistaugliches Produkt vorweisen, und noch weniger konnten eine breite Nutzerbasis aufbauen.

Lition, ein in Berlin gegründetes Start-up aus dem Energiehandelsbereich, ist dabei die Ausnahme.

Derzeit stellt Lition Haushalten in 25 deutschen Städten Peer-to-Peer-Dienstleistungen aus dem Bereich Energiehandel per Blockchain zur Verfügung. Die Vorteile: Nutzer sparen Geld und außerdem wird dadurch das Wachstum und die Akzeptanz erneuerbarer Energiequellen gefördert.

Lition hat sich ursprünglich dem Ziel verschrieben, Verbraucher direkt mit Ökostromerzeugern zusammenzubringen, nachdem die Gründer feststellten, dass die alteingesessenen Energieunternehmen, die den Markt dominieren und ihre Macht ausnutzen, enorme Aufschläge auf erneuerbare Energien kassierten. Lition nutzt die Blockchain-Technologie in erster Linie, um Verbrauchern die Möglichkeit zu verschaffen, ihre Energie direkt von Ökostromerzeugern ihrer Wahl zu beziehen.

Gleichzeitig nutzt Lition zusammen mit SAP seine Innovationskraft, um die erste öffentlich-private Blockchain mit Datenlöschfunktion zu entwickeln mit dem Ziel, den derzeitigen Kinderkrankheiten und Einschränkungen des Ethereum-Netzwerks zu begegnen. Die Lition-Technologie basiert momentan auf der Ethereum-Blockchain, bis diese 2019 durch Litions neue Blockchain abgelöst wird.

Lition wies im Gespräch mit Forbes über die technischen Aspekte der Lösung vor allem auf die Bedeutung benutzerfreundlicher Anwendungen hin, die auf das Wesentliche beschränkt sind und maximalen Nutzwert bereitstellen, ohne den Anwender mit überflüssigen Funktionen zu belasten, die Speicherplatz und die Zeit der Nutzer verschwenden. Ein wesentlicher Aspekt bei der Entwicklung einer eigenen Blockchain war für Lition die Gestaltung von Schnittstellen, die in jeder Hinsicht effizient und produktiv sind.

Reparatur der Blockchain

Das Blockchain-Projekt von Lition begann wie so viele andere auf der Ethereum-Plattform, wo das ursprüngliche Energiehandelssystem entwickelt wurde. Schnell war jedoch klar, dass die Einschränkungen von Ethereum, die Skalierbarkeit und das Fehlen von löschbaren Chains der Umsetzung der Blockchain-Träume von Lition im Wege stehen würden.

Während zahllose Start-ups darauf warteten, dass Ethereum Proof-of-Stake-Protokolle veröffentlicht, um die Probleme in den Bereichen Skalierbarkeit und Energieverbrauch in den Griff zu bekommen, beschlossen die Lition-Entwickler, eine eigene Lösung zu finden. Dies war die Geburtsstunde des Lition-Blockchain-Netzwerks, das tragfähige Proof-of-Stake-Konsensmechanismen nutzt, um ein schnelles und effizientes Blockchain-Netzwerk aufzubauen.

Lition hat ferner private, löschbare Sidechains in sein Netzwerk eingebunden, die die Nutzerdaten schützen und die Einhaltung der gesetzlichen Auflagen (Unternehmen sind laut Datenschutzgesetz dazu verpflichtet, die Benutzerdaten zu löschen, wenn Kunden das Netzwerk verlassen – eine in den derzeitigen Blockchain-Netzwerken nicht umsetzbare Forderung) gewährleisten. Lition hat auf Grundlage der genialen Idee der Blockchain eine zweckorientierte Lösung geschaffen, sowohl als Basis für das eigene Projekt als auch um die nächste Generation moderner Blockchain-Technologie voranzutreiben.

Eine nachhaltige Blockchain-Zukunft

Die Blockchain ist nicht mehr wegzudenken, und wenn sich nach der anfänglichen Hektik die Wogen etwas geglättet haben, werden Blockchain-Lösungen den Bereich der grauen Theorie verlassen und den Schritt in die Praxis wagen. Lition wird als eines der wenigen Unternehmen mit bewährter Technologie, einer konkreten Vision und einem Bestand an Stammkunden eine Vorreiterrolle einnehmen. Lition will nicht einfach auf den Blockchain-Zug aufspringen, sondern die Technologie vorantreiben, um für grünere und nachhaltigere Verhältnisse auf unserem Planeten zu sorgen – heute und auch morgen.

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