Studie: Google Suchvolumen & Twitter-Posts können Bitcoin Preis vorhersagen

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Bitcoin Studie

Forscher des National Bureau of Economic Research (NBER) haben eine Studie veröffentlicht, die den Zusammenhang zwischen fallenden und steigenden Kursen im Kryptowährungsmarkt und dem Suchvolumen bei Google bzw. der Aufmerksamkeit auf sozialen Netzwerken wie Twitter zeigt.

Der Kryptowährungsmarkt ist nicht nur volatiler, sondern auch unberechenbarer als die traditionellen Finanzmärkte. Dies zeigte sich nicht zuletzt vergangene Woche, als die größte Ankündigung des Jahres gemacht wurde.

Das Mutterunternehmen hinter der New York Stock Exchange (NYSE) hatte die Eröffnung von „Bakkt“, einer neuen Plattform zum Handeln von Kryptowährungen und digitalen Assets, die vollständig reguliert und mit den gleichen Technologien, wie die aktuellen Aktienmärkte überwacht werden sollen, angekündigt.

Weiterhin sollen physische Bitcoin Futures noch dieses Jahr zum Handel angeboten werden. Trotzdem erlebten Bitcoin und viele Altcoins einen starken Kurseinbruch innerhalb weniger Stunden nach der Ankündigung.

Forscher des National Bureau of Economic Research (NBER) fanden das gleiche in ihrer jüngsten Studie heraus. Laut einem in dieser Woche veröffentlichten Bericht, folgt der Kryptomarkt „kryptowährungsspezifischen Faktoren“ und kann nicht mit traditionellen Modellen erklärt werden.

Die Forscher verwendeten Daten aus mehreren Jahren und wendeten darauf das Capital Asset Pricing Modell (CAPM) an, ein Modell welches für den traditionellen Finanzmarkt gedacht ist, um die tatsächlichen Erträge mit den vorhergesagten Renditen zu vergleichen. Beim Vergleich des Kryptowährungsmarktes mit Euro und Gold und makroökonomischen Faktoren wie dem Konsumwachstum fanden sie keinen signifikanten Zusammenhang.


Stattdessen fanden sie heraus, dass die „Aufmerksamkeit“, d. h. das Suchvolumen bei Google und die Anzahl der Tweets bei Twitter die Marktdynamik wesentlich beeinflussen. Die „Aufmerksamkeit“ kann laut der neuen Studie sowohl den Anstieg als auch den Rückgang der Kurse vorhersagen.

Kam es zu einer Erhöhung der Standardabweichung bei der Suche nach Schlüsselwörtern wie „Bitcoin“ oder anderen Kryptowährungen, wie Ethereum und Ripple, war laut den Forschern in den kommenden Wochen ein Kursanstieg zu verzeichnen. Sie fanden heraus, dass im Durchschnitt eine Erhöhung der Keyword-Suche zu einem Kursanstieg von Bitcoin von 2,75 Prozent führte. Kam es zu einer Erhöhung der Standardabweichungen bei den Twitter-Posts, führte dies laut Studie zu einem Anstieg des Bitcoin-Preises um 2,50 Prozent.

Im Gegensatz beobachteten die Forscher aber auch, dass ein „Desinteresse“, d. h. eine abnehmende Aufmerksamkeit, mit einem Kursrückgang einher ging. Außerdem fanden sie heraus, dass ein erhöhtes Aufkommen von Phrasen, wie „Bitcoin Hack“ ebenfalls zu einem negativen Trend auf dem Markt führte.

Der Kurs von Bitcoin verzeichnet innerhalb der letzten 24h ein minimales Plus von 1,71 Prozent auf einen Preis von 5.640,41 Euro. Die Marktdominanz ist weiter gestiegen auf 48,97 Prozeint.


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