Selbesternannter Bitcoin-Erfinder muss Bitcoin-Adressen vor Gericht offen legen

Die Suche nach dem wirklichen Erfinder von Bitcoin beschäftigt seit langem die Bitcoin-Community, da in regelmäßigen Abständen Beweise auftauchen, den echten Gründer identifiziert zu haben. Dr. Craig Wright beansprucht den Titel ebenfalls für sich und steht bereits seit geraumer Zeit im Rampenlicht im Kryptouniversum.

Die neueste Meldung ist aus seiner Sicht jedoch weniger efreulich, da er vor dem US-Berzirksgericht in Florida vor Anklage steht. Craig Wright wird wegen angeblichen Diebstahls von 500.000 bis zu einer Million Bitcoin seit dem Jahr 2013 bezichtigt. Zum Zeitpunkt der Klage, die im Februar 2018 eingereicht wurde, entsprachen die BTC einem ungefähren Wert von 5 Milliarden USD. Wright muss bis 08.05.2019 all seine Bitcoin-Adressen offenlegen, damit nachvollzogen werden kann, ob der Verdacht tatächlich bestätigt werden kann. Die Anklageschrift führt dabei aus (frei übersetzt):

Das Gericht hat bereits festgestellt, dass die Ermittlung der Bitcoin-Bestände von Dr. Wright für die Diebstahlansprüche der Kläger relevant ist. Die Anordnung, eine Liste der Bitcoin-Bestände zum 31. Dezember 2013 zu erstellen, war ein Kompromiss; Es war der Versuch des Gerichts, den Klägern relevante und materielle Beweise zu liefern, ohne Dr. Wright übermäßig zu belasten. Dr. Wright macht nun geltend, es sei für ihn nicht machbar, die am 31. Dezember 2013 von ihm gehaltenen Bitcoin zu identifizieren, was den Anspruch der Kläger auf die entsprechenden Beweise nicht schmälere. Am oder vor dem 8. Mai 2019 um 17:00 Uhr. In östlicher Zeit wird Dr. Wright den Klägern eine eidesstattliche Erklärung vorlegen, aus der der Name und der Ort des blinden Vertrauens, der Name und die Kontaktinformationen des aktuellen Treuhänders und aller früheren Treuhänder sowie die Namen und Kontaktinformationen aller aktuellen oder früheren Begünstigten hervorgehen.

Die Klage wurde durch den Unternehmer Dave Kleiman eingereicht, der behauptet, dass Wright während ihrer langjähriger Partnerschaft bei der Schaffung, dem Mining und der Entwicklung geistigen Eigentums für Bitcoin betrogen haben soll. Der am 03.05.2019 eingereichte Einspruch von seitens Wright verlagert die Beweislast für das fragliche „Eigentum an Bitcoin“, da die Adressen weiterhin verdeckt gehalten werden sollen. In einem Beitrag am dritten April 2019 führt Wright aus, dass er allen Menschen auf diesem Planeten beweisen wird, dass er der Schöpfer von Bitcoin ist und hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto steckt (frei übersetzt):

Ich habe dir gesagt, dass du vorsichtig sein solltest, was du willst und was du dir wünschst, weil du es bekommen wirst. Ich bin die Person hinter dem Spitznamen Satoshi Nakamoto, und als Ergebnis aller Trolle und Hasser werde ich Beweise liefern. Nicht in einer Weise, die anonyme Feiglinge tun würden. Ich werde Gerichte und Gesetze benutzen.

Die nächsten Tage und Wochen in diesem Prozess könnten besonders spannend werden, auch wenn davon auszugehen ist, dass die Behauptungen von Wright nicht der Wahrheit entsprechen. Der erlebt gerade einen neuen Aufschwung, sodass Bitcoin langsam aber sicher die 6.000 USD-Marke anvisiert.

Featured Image: Luksaz Stefanski | Shutterstock

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