Schweiz: Studie zu staatseigener „E-Franken“-Kryptowährung von Regierung beauftragt

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Schweiz Krypowährung

Die Schweizer Regierung hat eine Studie über die Risiken und Chancen der Einführung einer staatseigenen Kryptowährung, eines sogenannten „E-Franken“ angefordert. Cedric Wermuth, Vizepräsident der Sozialdemokratischen Partei, hat die Studie im Parlament gefordert. In einer Antwort vom Donnerstag wurde der Vorschlag durch den Schweizer Bundesrat bestätigt.

Wie Reuters berichtet, muss nun das Unterhaus des Schweizer Parlaments entscheiden, ob es den Antrag des Bundesrates auf eine Studie zu dem Thema unterstützt. Sollte der Antrag auch durch das Unterhaus bestätigt werden, müsste das Schweizer Finanzministerium eine Studie zu dem Thema einer staatseigenen Kryptowährung erstellen.

In ihrer Antwort vom Donnerstag unterstützte die Schweizer Regierung, laut Reuters, den Vorschlag, wies aber gleichzeitig auf die Hürden hin (frei übersetzt):

Der Bundesrat ist sich der großen rechtlichen und monetären Herausforderungen bewusst, die mit der Verwendung eines E-Franken einhergehen. Er fordert, dass der Vorschlag angenommen wird, um die Risiken und Chancen eines E-Franken zu untersuchen und die rechtlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Aspekte des E-Franken zu klären.

Die Schweizerische Nationalbank erklärte letzten Monat zum Thema staatseigene Kryptowährung erst, dass digitale Währungen des Privatsektors besser seien und weniger riskant als jene Versionen, die von einer Zentralbank ausgegeben werden.

Aus unserer Sicht ist diese Entwicklung in der Schweiz nicht überraschend. Schließlich gilt die Schweiz als sehr innovatives und Blockchain-offenes Land. Darüber hinaus ist die Schweiz nicht das erste Land, welches das Thema staatseigene Kryptowährung bzw. staatliche digitale Währung aufgreift.


Andere Länder mit Plänen für staatseigene Digitalwährungen

Mehrere Länder haben bereits begonnen, die Möglichkeiten der Einführung einer eigenen staatlichen digitalen Währung zu prüfen bzw. gibt es mit Venezuela bereits ein Land auf der Welt, dass eine staatliche Digitalwährung sein Eigen nennen kann. Daneben haben u. a. der Iran, die Türkei und Schweden in den vergangenen Monaten erste Ansätze vermeldet, wobei die Beweggründe für eine staatliche Digitalwährung sehr verschiedenen sind.

So hat Venezuela um den umstrittenen Präsidenten Nicolas Maduro den Petro ausgegeben, um die wirtschaftlichen Sanktionen der USA zu umgehen. Der Petro soll durch die Ölreserven des Landes gesichert sein. Weiterhin hat Maduro eine weitere Kryptowährung, den Petro Oro angekündigt, der durch die Goldreserven des Landes gedeckt sein soll.

Ende Februar wurde bekannt, dass auch die Türkei eine staatliche Kryptowährung diskutiert. Ahmet Kenan Tanrikulu, stellvertretender Vorsitzender der Nationalist Movement Party (MHP), hat den Vorschlag für einen Turkcoin veröffentlicht. Der Vorschlag sieht eine staatliche Kryptowährung in Form eines forderungsbesicherten Wertpapiers vor, das durch Staatsvermögen in Form von Firmenanteilen gesichert ist.


Anfang Mai erklärte der Iran erhebliche Fortschritte bei der Entwicklung einer staatlichen digitalen Währung zu machen. Die Digitalwährung soll vermutlich nach dem Vorbild von Venezuela der Wirtschaft und der Stabilität des iranischen Rial helfen.

Wie wir berichteten, hat der iranische Minister für Informations- und Kommunikationstechnologie, Mohammad Javad Azari-Jahromi bekanntgegeben, dass die Digitalwährung die Entwicklungsphase verlassen habe und das fertig entwickelte Produkt nun den iranischen Banken zur Überprüfung und möglichen Genehmigung vorgelegt werden muss.

In Schweden hingegen sind die Motive anders und vermutlich ähnlich derer in der Schweiz. In Schweden wird bereits seit längerem über die Einführung einer digitalen Währung diskutiert, da die Verwendung von Bargeld in Schweden in den letzten Jahren drastisch gesunken ist.

Laut Aussage der Zentralbank können sich Zwei-Drittel der Schweden vorstellen ohne Bargeld zu leben. Die schwedische Kryptowährung soll das Bargeld nicht verdrängen, sondern die Einfachheit und Sicherheit des täglichen Zahlungsverkehrs verbessern. Für die Entwicklung sind derzeit noch 19 Projekte im Rennen, darunter u. a. auch IOTA und Stellar Lumens.


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