Ripple: Umstrittene Theorie – XRP bis Jahresende auf 589 USD – Was ist dran?

Bereits vor einigen Monaten hat sich die unbeannte Person „bearableguy123“ auf Reddit und Twitter einen Namen gemacht. Speziell in vielen XRP-Foren und Communities ist bearableguy123 eine viel diskutierte Person, da er ein Ripple und XRP Insider sein könnte. Was ist an seiner bekanntesten Aussage dran, dass XRP 589 USD bis Jahresende erreichen wird?

Bearableguy123 war für seine bizaren, sowie kryptische Rätsel und Bilder bekannt, mit denen er auf zukünftige Entwicklungen bei Ripple hinwies und dadurch innerhalb kürzester Zeit eine große Anhängerschaft erhielt. An dieser Stelle müssen wir „war“ schreiben, weil er nach dem 14. Februar 2018, als er seine provokante XRP-Preisprognose veröffentlicht hatte, verschwand, indem er seinen Unterreddit privat machte und ein paar Wochen später auch seinen Twitter-Account schloss. Fakt ist, dass er ein paar wilde Behauptungen und Vorhersagen machte, die sich bewahrheitet haben. Er prophezeite beispielsweise, dass MoneyGram die Produkte von Ripple verwenden würde. Er wusste auch noch vor der offiziellen Bekanntmachung, dass MoneyGram und Walmart kooperieren werden. Darüber hinaus postete zahlreiche Bilder von Kindern, bevor Ripple bekannt gab, dass sie auf sponchose.org eine Spende für Schulkinder gemacht haben. Einige seiner anderen Behauptungen stellten sich auch jedoch als falsch heraus.

Die neben der XRP Preisvorhersage wohl bekannteste Veröffentlichung von bearableguy123 ist das nachfolgende Bild, welches XRP auf der Spitze einer Burg, noch über Bitcoin und dem US-Dollar zeigt.

bearableguy123 xrp
Quelle: https://www.reddit.com/user/bearableguy123

Welche Botschaft steckt hinter dem Bild?

Auf dem Bild gibt es mehrere unbekannte Figuren zu sehen, darunter ein Ritter, der vom Gesicht her Brad Garlinghouse ähnelt, ein König ohne Mund, eine Hand, die eine Marionette steuert und bearableguy123, der neben dem mund- und nasenlosen König auf der Burg steht. Neben dem Ritter ist ein Phönix zu sehen, ein mythischer Vogel, der am Ende seines Lebenszyklus verbrennt oder stirbt, um aus seiner Asche wieder neu zu erstehen. Rechts neben dem Eingang ist Ouroboros, die Schlange die ihren eigenen Schwanz isst, zu sehen, welche für Unendlichkeit steht. Genau darüber ist ein Arm, möglicherweise eines Bankers zu sehen, der die Marionette (die Bevölkerung?) steuert. Der König hat keinen Mund und keine Nase. Zusätzlich ist sein Zepter zerbrochen. Vermutlich deutet dies darauf hin, dass er seine Macht verloren hat und stattdessen die geheime Person in der Burg, der Banker, die Macht an sich gezogen hat.

BTC könnte der Phönix sein, der aus der Asche steigt, während sich der USD in einem unendlichen Inflations-Zyklus befindet, während XRP die neue Weltwährung und der neue globale Standard für Banküberweisung wird. Interessant ist auch, dass der Phönix, dem sehr berühmten Cover des Economist von 1988 ähnelt. Auf dem damlaligen Cover befand sich der Phönix, welcher eine neue Weltwährung für das Jahr 2018 voraussagte. Dies hat viele dazu gebracht zu glauben, dass Ripple mit der alten Bankiersfamilie, den Rothschilds, in Verbindung steht.

Ein sehr detaillierte Beschreibung liefert auch das nachfolgende, getwitterte Bild von Redsaw.

XRP bis Jahresende bei 589 USD möglich?

Bereits am 14. Februar gab bearableguy123 eine Preisprognose zu Ripple ab, die (aus heutiger Sicht) unmöglich scheint. Er prophezeite, dass XRP bis zum Jahresende 2018  bei 589 USD liegen wird. Grundlage dieser Behauptung ist vermutlich, dass xRapid produktiv startet und von Banken eingesetzt wird. Wie wir berichten, ist xRapid das schnellste Produkt von Ripple für grenzüberschreitende Transaktionen und nutzt XRP als Brückenwährung bei grenzüberschreitenden Zahlungen. Wenn die Prophezeiung wahr werden soll, müsste dies bedeuten, dass XRP tatsächlich zum weltweiten Standard wird und ein Großteil des Volumen aus grenzüberschreitenden Zahlungen in XRP abgewickelt wird.

Der Kanal Working Money auf YouTube hat diese Theorie untersucht. Er berechnete hierfür die durchschnittliche tägliche Fluktuation von XRP (7,25%) und das durchschnittliche tägliche XRP Handelsvolumen (191 Millionen USD) der letzten Jahre,. Anschließend untersuchte er, welcher XRP Preis sich mathematisch ergeben würden, wenn Ripple 1%, 5%, 10% und 100% des bestehenden, SWIFT Marktanteils einnehmen würde. Bei einem arbeitstäglichen Volumen von ungefähr 4,7 Billionen US-Dollar, die SWIFT verarbeitet, errechte er, dass wenn xRapid nur 1% dieses Geschäfts erobert, das tägliche Volumen von xRapid auf 47,8 Milliarden US-Dollar, d. h. 250-mal höher als zuvor steigen würde. Hieraus würde sich gemäß seiner Berechnung ein XRP-Preis von 5,56 USD ergeben. Wenn XRP 5% des SWIFT-Volumens (ca. 239 Mrd. USD) erreicht, würde der Preis nach seiner Berechnung bereits bei 26,62 USD liegen. Bei 10% des SWIFT-Volumens wären es 55,6 USD für einen XRP.

Selbst wenn xRapid 100% des SWIFT-Systems übernehmen würde, wäre der Preis gemäß der Berechnung des Working Money Channels aber „lediglich“ bei rund 526 USD und damit noch unter der Hypothese von bearableguy123. Insofern ist innerhalb der XRP-Community unklar, wie bearableguy123 auf den Wert 589 USD gekommen ist. Womöglich stellt die Zahl aber auch nur ein Rätsel dar und könnte als Quersumme 5 + 8 + 9 = 22 USD gedeutet werden, wobei selbst das einen gigantischen Kursanstieg von XRP bedeuten würde.

Die Aussage „bis Ende des Jahres“ begründet sich nach Ansicht einiger XRP-Community-Anhänger damit, dass SWIFT im November sein „Standards MT maintenance release 2018“ veröffentlichen wird. Allerdings ist in diesem keinerlei Rede von XRP.

Fazit

Alle in dem Artikel diskutierten Aussagen und Behauptungen sind reine Vermutungen. Niemand weiß, wer bearableguy123 ist und ob er wirklich ein Insider bei Ripple war. Aus rein rationaler Sicht scheint es nicht möglich, dass XRP bis Jahresende auch nur einen Wert von 22 USD erreichen wird. Selbst wenn xRapid zeitnah eingeführt wird, wird dies den XRP Preis vermutlich nicht unmittelbar in die Höhe treiben, da zunächst erst der regulatorische Rahmen und auch die technischen Voraussetzungen bei den einelnen Banken geklärt werden müssten.

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