Präsident der Zentralbank von St. Louis: „Bitcoin ist eine Bedrohung für den US-Dollar“

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Am Rande der Consensus Konferenz hat CNBC am gestrigen Montag den Präsidenten der Zentralbank von St. Louis, James Bullard interviewt. Seine markanteste Aussage: „Bitcoin ist eine Bedrohung für den US-Dollar“. 

James Bullard ist ein führender Politiker und einer von 12 regionalen Federal Reserves Präsidenten der USA. Er äußerte in dem Interview, dass Bitcoin eine nicht auszuschließende „Bedrohung“ für den US-Dollar ist. Auf die Frage, ob Bitcoin eine Bedrohung für den US-Dollar darstelle, äußerte sich Bullard zwar zunächst zurückhaltend, sagte dann aber (frei übersetzt):

„Ich glaube nicht, dass Bitcoin zum jetzigen Zeitpunkt ein Konkurrenz ist. Wir wissen aber nicht, wie sich die Zukunft entwickeln wird. Meine Beobachtung ist, dass es momentan eine einen starken Wettbewerb gibt. Der Dollar war historisch der Gewinner, weil er von der größten Wirtschaft und einer relativ stabilen Politik,sowie einer niedrigen Inflation unterstützt wurde, und das wird schwer zu schlagen sein. Aber viele Leute hier wollen es besiegen.“

Zum Thema Blockchain war Bullard sehr offen und sagte: „Wir denken, dass die Blockchain-Technologie sehr interessant ist. Wir wollen sehr aktiv auf diesem Gebiet sein.“


Auf die Frage, ob die FED eine eigene digitale Währung – den „FedCoin“ ausgeben wird, antwortete Bullard, dass die FED alle Optionen untersucht und das es durchaus Gruppen innerhalb der FED gibt, die die Möglichkeiten ausloten und die Blockchain-Technologie hinsichtlich aller Arten von Applikationen untersuchen. Derzeit gibt es seiner Aussage nach aber keine aktiven Plan einen „FedCoin“ auszugeben. Seiner Meinung nach würden durch die Ausgabe einer digitalen Zentralbank-Währung keine imminenten Vorteile entstehen.

Die Aussagen von James Bullard spiegeln im Groben und Ganzen die Erkenntnisse aus der im Januar veröffentlichten Studie der Zentralbank von St. Louis wieder. Wie wir berichten, äußerte sich die FED St.Louis auch damals schon sehr positiv über Kryptowährungen und Bitcoin. Die Studie beschäftigte sich unter anderem damit, wie der Bitcoin in das derzeitige Geldsystem einzuordnen ist und ob es für Zentralbanken Sinn macht eine Kryptowährung auszugeben. Die Forscher kamen im Januar bereits zu dem Schluss, dass keine seriöse Zentralbank einen ausreichend hohen Anreiz hat, Kryptowährungen auszugeben, da der logistische Aufwand für KYC („Kenne deinen Kunden“) und AML („Anti-Geldwäsche“) und die Risiken einer Kryptowährung zu hoch sind.

Ob alle amerikanischen Zentralbanken oder auch Zentralbanken in anderen Ländern die Meinung von Bullard teilen, bleibt allerdings abzuwarten. Wie wir berichteten, erklärte Antony Lewis, R3 Direktor für Research, Cash und CBDC Strategie auf einer Konferenz im April, dass er glaube, dass noch in diesem Jahr eine Zentralbank-gestützte Digitalwährung emittiert werden könnte. Ende März hatte Jessel Lund von IBM bekannt gegeben, dass das Unternehmen seit längerer Zeit mit Zentralbanken an digitalen Währungsprojekten arbeitet und das der Launch einer CBDC (Central Bank Digital Currency) zeitnah bevorsteht.


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