Positives Zeichen für Bitcoin ETF? – Neues Mitglied für SEC ernannt

Ein Bitcoin ETF gilt in der Krypto-Gemeinde als mögliche Initialzündung für einen neuen Bitcoin Bullrun. Wie nun bekannt wurde, wurde Elad Roisman als neues Mitglied der Securities and Exchange Commission (SEC), der amerikanischen Börsenaufsicht ernannt. Die Ernennung könnte das fehlende Puzzlestück sein, um das Gleichgewicht innerhalb der SEC zugunsten einer Genehmigung eines Bitcoin-ETFs zu kippen, so zumindest die Spekulation. 

Roisman wird Donald Trumps zweiter republikanischer Posten bei der SEC und ingesamt der vierte SEC-Kommisar(in) sein. Roisman ist darüber hinaus bereits die dritte Trump-Ernennung innerhalb der SEC und der Nachfolger von Michael Piwowar, der im Juli zurückgetreten ist. Die vier aktuellen SEC Kommisare sind damit:

  • Vorsitzender – Jay Clayton
  • Kommissar – Robert Jackson, Jr.
  • Kommissarin – Hester Peirce
  • Kommissar – Elad Roisman

Roisman gilt deshalb als Befürworter von Kryptowährungen und einem Bitcoin-ETF, weil er sich in seinem letzten Job als Mitglied des Senate Banking Committee bei einer Anhörung im Juli 2018 für eine „gerechte“ und „transaparente“ Regulierung von Kryptowährungen ausgesprochen hat, um sicherzustellen, dass die Maßnahmen im Einklang mit den Aufgaben der SEC stehen. Er sagte vor rund zwei Monaten:     

Die SEC muss ihre Regeln, Vorschriften und Richtlinien erneut prüfen, um sicherzustellen, dass sie weiterhin so arbeiten, wie es für die Aufgaben der SEC vorgesehen ist. Dies zeigt sich zuletzt in Bereichen wie dem Datenschutz und der Cybersicherheit, sowie dem Aufkommen neuer Investitionen und Technologien, wie der Einführung von Initial Coin Offerings und der Blockchain. 

Die Erwartung besteht deshalb nun darin, dass die SEC nun zwei Kommissare besitzt, die für die Genehmigung eines Bitcoin-ETFs sind. Roisman könnte damit eine Front mit der Komisarin Hester Peirce bilden, die seit langem als Verfechterin von Kryptowährungen gilt. Sie veröffentlichte vor wenigen Wochen einen formellen Widerspruch auf der Website der Agentur zur Ablehnung des Winklevoss-ETF in Form des Winklevoss Bitcoin Trust (BZX).

In ihrem Widerspruch argumentierte sie, dass der Vorschlag selbst gesetzeskonform sei und dass die SEC es versäumt habe, das Gesetz korrekt anzuwenden. Die Kommission habe sich bei ihrer Entscheidung nicht darauf konzentriert, dass der ETF an einer Börse notieret würde, sondern auf den zugrunde liegenden Bitcoin-Spotmarkt. Das Argument der Winklevoss-Zwillinge, dass der dem Bitcoin ETF zugrunde liegende Bitcoin-Markt, nämlich der Börsenmarkt und nicht der Spotmarkt, manipulationsresistent ist, sei daher korrekt. Insofern hätte der Bitcoin-ETF, so Peirce, genehmigt werden müssen.

Zuletzt hatte die SEC neun Anträge von ProShares, Direxion und GraniteShares abgelehnt, nachträglich jedoch eine erneute Prüfung erklärt. Der mit Spannung erwartete physische Bitcoin-ETF, von SolidX und VanEck soll aktuell bis zum 30. September 2018 entschieden werden. Jedoch hat die SEC theoretisch auch hier wieder die Möglichkeit die Entscheidung erneut zu verschieben. Ob die Ernennung von Roisman bereits dann einen Einfluss auf die Entscheidung haben wird, bleibt abzuwarten.

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