Niedersachsen verdankt Bitcoin-Verkäufen Einnahmen von gut 400.000 Euro

Da sag noch jemand, dass der deutsche Staat bzw. die Länder den Kontakt zum Bereich der Kryptowährungen scheuen. Das Land Niedersachsen jedenfalls verdankt Verkäufen von Bitcoin und anderen Coins eine durchaus ordentliche Mehreinnahme seit dem Jahr 2010. Eigene Digitaldevisen waren dies aber nicht. Vielmehr handelte es sich um Währungsreserven, die zuvor sichergestellt wurden.

Cyber-Kriminalität beschäfigt die Behörden zunehmend – Gelder landen in der Landeskasse

In etlichen Bundesländern gehen die Behörden gegen illegale Machenschaften im Zusammenhang mit Bitcoin und anderen digitalen Währungen vor. In Niedersachsen sind gleich drei Staatsanwaltschaften in die Ermittlungen rund um den Krypto-Markt involviert. Die Ermittler in Göttingen und Verden sind schon länger aktiv, die Osnabrücker Staatsanwaltschaft ist erst seit Ende des Jahres 2017 involviert. Seit Aufnahme der Arbeit hat die Behörde 90.000 Euro zum Gesamterlös beigetragen.

Staatsanwaltschaften und Polizei ermitteln gezielt

Das Bundesland Niedersachsen insgesamt konnte durch den Verkauf sichergestellter Devisen seit 2010 immerhin eine Summe von knapp über 413.000 Euro in die Landeskasse spülen. Laut Medienberichten stammen die konfiszierten Gelder aus Transaktionen im Rahmen von Drogengeschäften, Waffenkäufen und anderen Straftaten. In Osnabrück ist beispielsweise die „Taskforce Cybercrime“ für die Auswertung vermeintlich krimineller Spuren in der digitalen Welt zuständig. Das Ergebnis für das Jahr 2018 hingegen fällt bisher eher nüchtern aus.

2018 brachte nur minimale Einnahmen

In diesem Jahr sind nach Behördeninformationen lediglich Coins mit einem Gegenwert von 450 Euro verkauft worden. Die Sicherstellung der Währungen von Litecoin bis Bitcoin erfolgt über die Wallets, die Behörden selbst nutzen. Die Gelder „kassieren“ die Behörden, wenn Täter verurteilt werden. Anschließend landen die eingetauschten in die Kasse des jeweiligen Landes – denn nicht nur Niedersachsen hat ein Auge auf Kriminelle, die Kryptowährungen für ihre Machenschaften verwenden. Der bisher Bitcoin-Rekord bei Funden liegt laut Bundesland bei fast 164 Coins sowie vergleichbar vielen Münzen der Währungen Bitcoin Cash und Bitcoin Gold. Wann genau die Behörden die Währungen umgetauscht hat, ist nicht bekannt.

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1 Comment

  • 2 Monaten ago
    Reply

    Marco Cryptorevolution

    Was für Idioten! Wer Bitcoins verkauft hat sie nicht alle. Die werden sich noch gewaltig in den Arsch beißen, wenn 1 BTC bei 1 Millionen Dollar steht! WORD!

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