ZClassic: Auf dem Abstellgleis mit dem Bitcoin Private Fork?

Bereits 8 Tage nach dem Start von Zcash ist in einem Hardfork der Coin Zclassic entstanden, mit dem Leitgedanken das Mining attraktiver zu machen, da beim Mining von ZCash 20 Prozent der Einkünfte durch die Entwickler einbehalten werden. Wie viel Potenzial steckt jedoch tatsächlich hinter ZClassic?

Neben diesem Fairness-Aspekt gegenüber den Minern weist Zclassic keine großen Unterschiede zu Zcash auf: Anonyme Transaktionen basierend auf dem Zerocoin-Protokoll, der zk-SNARK Algorithmus sowie das Trusted Setup Meeting sind in beiden Kryptowährungen implementiert.

ZClassic ist via Hard Fork aus der ZCash Blockchain entstanden und bei einem Kurs von ca. am 05.11.16 gestartet. Zur Redaktionszeit (08:00 Uhr) steht der Kurs ziemlich instabil und mit einem erwarteten weiteren Downtrend bei 69,51 Euro pro Coin und einer Marktkapitalisierung von 290 Millionen Euro.

Die ZClassic Chain

Alle Transaktionen die via Zcash getätigt werden, werden grundsätzlich wie beim Bitcoin, auf einer für alle zugänglichen, öffentlichen Blockchain getätigt und gespeichert.

Im Gegensatz zu Bitcoin bieten ZCash und Zclassic aber die Möglichkeit Transaktionen verschlüsselt zu erfassen und zu verifizieren.

Daten wie Transaktionsbetrag, Absender und Empfänger sind zwar auf der Blockhcain gespeichert und damit eindeutig und unveränderlich verifizierbar, doch liegen sie, durch das Zerocoin Protokoll verschlüsselt, für niemand einsehbar vor.

Die Verifikation dieser verschlüsselten Transaktionen werden durch das sogenannte „zk-SNARK Verfahren“ ermöglicht. Das Verfahren basiert, ähnlich der RSA-Verschlüsselung, auf der mathematischen Grundlage der sog. Einweg-Funktionen. Vereinfacht dargestellt lassen sich darunter Funktionen zusammenfassen, welche in eine Richtung (Verschlüsselung) einfach und eindeutig zu lösen sind. Jedoch ist es nahezu unmöglich, von dem Ergebnis der Funktion (Verschlüsselte Daten) zurück auf die Faktoren (Unverschlüsselte Daten + Schlüssel) zu schließen.

Im Gegensatz zur RSA-Verschlüsselung beruht die Verschlüsselung hier nicht auf der Prim-Faktor-Zerlegung, sondern auf Einweg-Funktionen in Form von komplexen Polinomial-Gleichungen, deren Eigenschaften es ermöglichen mit dem kodierten Daten weiter zu arbeiten und somit die Transaktionen zu verifizieren ohne dabei einen Schlüssel zu kennen bzw. die Daten entschlüsseln zu müssen.

Wie gut ist ZClassic nun wirklich?

Zclassic kann auf den meisten großen Börsen wie Bittrex und Cryptopia gegen Bitcoin gehandelt werden. Verwahrungsmöglichkeiten für die Coins bieten sich durch die Electrum Wallet für Windows, Mac und Linux, einer Full-Node-Wallet, ebenfalls für die 3 führenden Beriebssysteme, einer Paper-Wallet, sowie der mobilen Coinomi-Wallet für Android, auf nahezu allen Plattformen, was einen flexiblen Einsatz des Coins ermöglicht.

Tatsächlich ist Zclassic im Großen und Ganzen lediglich eine, für Miner, fairere Version von Zcash, die vereinfacht gesagt, nur ein Bitcoin mit der Möglichkeit der Transaktionsanonymisierung darstellt.

Die starken Preisschwankungen der letzten Wochen und der Kursrückgang von über 45 Prozent in den letzten 7 Tagen haben einen starken negativen Beigeschmack für die weitere Entwicklung.

Ein Großteil des Preisanstieges der letzten 90 Tage (von unter 5 Euro auf zeitweise über 190 Euro) ist wahrscheinlich auf den Bitcoin Private Hardfork zurückzuführen, bei dem alle ZClassic Besitzer im gleichen Verhältnis Bitcoin Private (BTCP) Coins gutgeschrieben bekommen. Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen um BTCP zu erhalten, haben wir bereits an früherer Stelle zusammengefasst.

Mit dem heute stattfindenden Snapshot für Bitcoin Private, am 28.02.2018, könnte ein weiterer Kurssturz folgen. Vermutlich hat eine Vielzahl von Investoren ZCL nur gekauft, um BTCP zu erhalten. Ob der Quellcode von ZClassic weiter gepflegt wird, ist ebenfalls noch nicht ganz klar, da hinter BTCP die Gründer von ZClassic, Rhett Creighton und Joshua stecken.

Wie es weitergeht, werden nur die nächsten Tage zeigen können.


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