HomeNewsZahl der Ethereum-Adressen steigt auf 40 Millionen, ein Anstieg um 350 % seit dem Allzeithoch des ETH-Preises

Zahl der Ethereum-Adressen steigt auf 40 Millionen, ein Anstieg um 350 % seit dem Allzeithoch des ETH-Preises

25 Mai 2020 By Benson Toti

Laut dem Dienstleister Weiss Crypto Ratings umfasst das Ethereum-System nun mehr täglich aktive Adressen als das Bitcoin-Universum.

Dem Krypto-Daten-Provider Glassnode zufolge stieg die Zahl der Ethereum-Wallets im Ether-Inhalt binnen zwei Jahren auf sage und schreibe 40 Millionen.

Die Unternehmensdaten sprechen von einem Anstieg der ETH-Adressen um mehr als 350 %, sodass die Zahl auf mehr als 40 Millionen anwuchs.

Die Grafik zeigt den Anstieg der Ethereum-Wallets mit einem Bestand über Null/Quelle: Glassnode

Die Grafik zeigt den Anstieg der Ethereum-Wallets mit einem Bestand über Null/Quelle: Glassnode

Ethereum-Preisanstieg fördert die Akzeptanz

Der Anstieg der Anzahl der Adressen mit Beständen der nach Marktkapitalisierung zweitwichtigsten Kryptowährung zeichnete sich ungeachtet des letzten deutlichen Preisrückgangs ab.

Ähnlich der Bitcoin-Preisrallye im Jahr 2017, widerfuhr auch Ethereum ein Höhenflug auf Basis des dynamischen Momentums nach dem dem ICO, der den Preis auf mehr als 1.400 US-Dollar steigen ließ. Das Allzeithoch wurde im Januar 2018 verbucht, anschließend verlor die Kryptowährung im Abwärtstrend im Jahr 2018 bis zum Anfang des Jahres 2019 beinahe 90 % des vorher erreichten Rekordpreises.

Ethereums Allzeit-Kurschart präsentiert die 2017er-Kursspitze und folgenden Anstiege/Quelle: CoinMarketCap.

Ethereums jüngste Probleme sind bei Preisen unter 210 USD angesiedelt. Der Krypto-Wert fiel den Tag über um 3 %, auf Wochensicht sogar um 7 %.

Am 1. Januar 2020 notierte Ethereum bei Tiefstständen um 130 USD, was auf das besagte Jahre am Ende einen Anstieg um beinahe 50 % erkennen ließ. Gemessen am Allzeithoch Anfang 2018 liegt der Preis der Währung aber über 85 % unter dem damaligen Hoch.

Ein Anstieg des ETH-Preises wirkte sich auf das Interesse scheinbar nicht negativ auf das Interesse aus und wurde auch nicht zum sprichwörtlichen Hemmschuh. So viele ETH-Wallet gab es seit Existieren des Systems noch, wobei es hier vor allem um digitalen Geldbörsen mit einem Guthaben über Null geht. Diese bringen es aktuell auf mehr als 40 Millionen.

Die Experten von Weiss Crypto Ratings kommen zum Ergebnis, dass bei den Adressen mit Positivsalden mehr im ETH- als im BTC-System gibt. Laut dem Portal übertreffen die Bitcoin-Wallets die von Ripples XRP um den Faktor 140. Ethereum aber bringe es mit Blick auf die Nutzerzahlen gleich bei mehreren wichtigen Metriken auf noch bessere Ergebnisse.

Insgesamt attestiert die Bewertungsplattform der Ripple-Währung wie gehabt Platz 3 hinter Bitcoin und Ethereum mit negativer Tendenz.

Ein kürzlich veröffentlichter Coinbase-Bericht kam zu dem Schluss, die meisten Anleger würden Bitcoin als erste Kryptowährung kaufen, die Mehrheit später aber Altcoins handeln. Der Bitcoin ist damit sozusagen ein Türöffner in die Welt der Altcoins.  Dazu gehört dem Bericht zufolge auch Ethereum, was viel gekauft wird.

Das steigende Ethereum-Interesse wird auch von der Entwicklung der Zahl der institutionellen Investoren bestätigt. In dieser Sparte entdecken immer mehr Anleger ETH für sich. Infolge eines Ethereum-Rekord-Longs ab dem Monat Februar, was Grayscale Investments als großen Boom entschlüsselt hat.

Laut diesen Daten hat das Unternehmen für das Management digitaler Vermögenswerte Anteile für institutionelle Anleger erworben, die beinahe 50 % der im Jahr 2020 abgebauten Ether ausmachen. Das Volumen der geschürften Münzen durch Miner bis 24.04.2020 brachte es auf 1.563.245.875. Davon sicherte sich Greyscale 756.239.777. Die Anleger zahlten dafür einen Preis in Höhe von 0,09427052 Ether pro Anteil.

Derzeit steuert Ethereum auf die Implementierung Ethereum 2.0 Blockchain-Version zu. Im Verlauf soll ein Wechsel vom Proof-of-Work (PoW) hin zum Ansatz Proof-of-Stake (PoS) erfolgen. Dieser Entwicklung sehen viele Investoren hoffnungsvoll entgegen, was trotz sinkender Preise für Optimismus in der Community führt.