HomeNewsVitalik Buterin fragt, wie lange die Ertragslandschaft in DeFi anhalten kann

Vitalik Buterin fragt, wie lange die Ertragslandschaft in DeFi anhalten kann

16 Juli 2020 By Nicholas Say

In einem kürzlich veröffentlichten Podcast gab der Ethereum-Mitbegründer bekannt, er sei der Meinung, dass die Ertragslandwirtschaft im DeFi-Raum „nicht nachhaltig“ ist.

Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin schlägt vor, dass der aktuelle DeFi-Hype um das COMP-Token im Grunde genommen ein Werbemittel und letztendlich nicht nachhaltig ist.

Kürzlich schloss sich Buterin dem Bankless Podcast an. Gastgeber war Mythos Capital-Gründer Ryan Sean Adams. Diskutiert wurde über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Ethereum.

Eines der genannten Themen war das jüngste Yield Mining-Event im DeFi-Raum. Für Buterin handelt es sich hierbei um Menschen, die ihr gesamtes Vermögen in Renditen für hohe Zinsen stecken.

Er behauptete: „In Wahrheit spiegeln diese Zinssätze nichts wider, was aus der Ferne nachhaltig ist. Es handelt sich nur um eine vorübergehende Aktion, die durch das Erstellen einer Reihe Compound Token erstellt wurde. Sie können zusammengesetzte Token nicht für immer drucken.“

Buterin sagte zudem vorher, dass es nach dieser Begeisterung auf lange Sicht keine „zweistelligen Zinssatz jeglicher Art“ geben wird. Stattdessen rechnet der Experte mit dem natürlichen Zinssatz, der sich parallel zu jenen des traditionellen Finanzsystems entwickeln wird.

Wie von Forbes berichtet, teilen viele Experten diesen Standpunkt, wonach das Wachstum im DeFi-Bereich nicht nachhaltig ist und die Blase voraussichtlich irgendwann platzen wird.

DeFi ist immer noch wertvoll

DeFi-Apps sind dezentrale Finanzdienstleistungen. Viele dieser Leistungen basieren auf der Ethereum-Blockchain. Ihr Zweck ist es, traditionelle Finanzinstrumente zu replizieren. Jedoch ohne viele der Mängel. So werden unnötige Vermittler ersetzt, menschliche Fehler vermieden und Kosten durch den Einsatz der sogenannten Smart Contracts (intelligente Verträge) reduziert.

DeFi ist ein äußerst nützliches Tool für Nichtbanken, da nur eine Internetverbindung benötigt wird. Während des Podcasts bekräftigte Buterin, die DeFi-Verwendung sei nicht ausschließlich „wertvoll“, sondern auch „essentiell“ ist.

Er schätzte jedoch einige Projekte wie Stablecoins und dezentrale Börsen wie Uniswap sehr und hielt sie für „äußerst wertvoll“.

Um die DeFi-Wirtschaft in naher Zukunft zu verbessern, hofft Buterin, dass durch die Verwendung synthetischer Vermögenswerte der Einfluss des US-Dollars auf Stablecoins gebrochen würde.

Er erklärte:

„Ich hoffe, dass wir synthetische Vermögenswerte sehen werden, die andere Dinge als den Dollar, wichtige Aktienindizes und ein paar andere Fiat-Währungen darstellen. Prognosemärkte (…) in DeFi wären wirklich schön zu sehen.“

Während Buterin in Bezug auf ein übermäßiges Interesse an DeFi Recht hat, ist die Frage der Zinssätze komplexer. Das derzeitige Negativzinsumfeld ist eine direkte Folge von Billionen US-Dollar an direkten Interventionen der Zentralbanken und entspricht möglicherweise überhaupt nicht der wirtschaftlichen Gesamtsituation.