HomeNewsUS Kongress diskutiert über Bitcoin, Privacy Coins und Geldwäsche

US Kongress diskutiert über Bitcoin, Privacy Coins und Geldwäsche

Das US-Unterkomitee für Verbrechen und Terrorismus hielt gestern eine Kongressanhörung mit dem Titel „Schutz unserer Wahlen: Untersuchung von Offshore-Unternehmen und Krypotwährungen als Wege für ausländische Interferenz“ unter der Leitung von Senatorin Lindsey Graham ab.

Scott Dueweke von DarkTower, Sheila Krumholz vom Center for Responsive Politics und David Murray vom Financial Integrity Network nahmen als Zeugen an der Anhörung teil. Senator Sheldon Whitehouse, der den „Shell Company Abuse Act“ einführte, um die US-Wahlen vor ausländischer Einflussnahme zu schützen, bezeichnete Privacy Coins und Bitcoin während der Anhörung als potentielle Gefahr, um Wahlmanipulationen und die Einflussnahmen durch Ausländer zu finanzieren.

Privacy Coins, wie Monero ermöglichen es die eigene Identität vollständig zu verschleiern. Dueweke erklärte, dass viele der Facebook-Anzeigen, die von russischen Aktivisten zur Beeinflussung der Präsidentschaftswahlen in den USA platziert wurden, von der russischen, zentralisierten virtuellen Währungsplattform Qiwi bezahlt wurden.

Weitere interessante Aussagen der mehr als einstündigen Anhörung haben wir nachfolgend zusammengefasst (frei übersetzt):

„In Hinblick auf Kryptowährungen sind die wachsende Zahl und Liquidität von Privacy Coins die größte Gefahr, um ausländische Gelder in die Kassen politischer Kandidaten fließemn zu lassen oder zur Finanzierung von Einflussgruppen zu verwenden. Dies sind Kryptowährungen, die versuchen, die Identifizierung ihrer Benutzer durch die Blockchain zu umgehen. Sie werden von Kriminellen genutzt. “ 

„Tausende von ihnen auf der ganzen Welt – miteinander verbunden – erfüllen nicht die Anforderungen von KYC (Know Your Customer). [..] Es ist fast unmöglich, ihnen durch diese Matrix von Börsen zu folgen.“

Auf die Frage, wie Bitcoin für Geldwäsche verwendet werden könnte, antwortete Dueweke:

„Es gibt ein weltweites „Offshore-Game“, welches derzeit gespielt wird. Dieses ist maßgeschneidert für Geldwäsche. Sie haben Knoten auf der ganzen Welt, von denen viele völlig anonym sind. Sie stellen keine Fragen. […] Sie tauschen eine Form der virtuellen Währung gegen eine andere aus. […] Und zwischendrin gibt es mehrere Ebenen, die verschiedene Kryptowährungen haben, die unmöglich zu verfolgen sind.“

Aus den Aussagen geht deutlich hervor, dass Kryptowährungen, die eine besonders hohe Privatsphäre bieten, dem US Kongress ein Dorn im Auge sind, da diese die Identität des Nutzers verbergen und somit für illegale Finanzaktivitäten genutzt werden könnten. Bereits vor wenigen Tagen hatte der US Secret Service eine Empfehlung abgegeben Privacy Coins, wie Monero und ZCash zu stärker regulieren.

In der Vergangenheit hatten bereits einige Börsen, wie z.B. Coincheck, auf Druck der japanischen Regierung hin, reagiert und ZCash, Monero und Dash aus dem Verkehr gezogen. Eine Untersuchung Anfang Februar hat jedoch gezeigt, dass Litecoin nach Bitcoin, die am meisten verwendete Kryptowährung im Darknet sind.

Gleichzeitig waren während der Anhörung auch Stimmen zu hören, die von einem großen Potential von Kryptowährungen sprachen. Kryptowährungen sind demnach nicht die Ursache für kriminelle Aktivitäten, sondern das Schattenfinanzsystem:

„Der Ansatz kann nicht nur auf Bitcoin und andere Kryptowährungen beschränkt werden, da es ein Schattenfinanzsystem gibt, das außerhalb unserer Kontrolle gedeiht und jedes Land erreicht. […] Wir müssen starke Schritte unternehmen, um die Risiken zu verstehen, zu kontrollieren und ihnen entgegenzuwirken, und gleichzeitig das Wachstum neuer, rechtsstaatlich funktionierender virtueller Währungssysteme fördern. Die Welt verändert sich, und wir müssen uns damit verändern. Identität ist der Schlüssel.“

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