HomeNewsUkraine-Krise hat weltweiten Bedarf an digitaler Währung offengelegt

Ukraine-Krise hat weltweiten Bedarf an digitaler Währung offengelegt


Der CEO des amerikanischen multinationalen Investmentmanagementunternehmens BlackRock, Larry Fink, hat erklärt, dass die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der Ukraine-Russland-Krise ein starkes Argument dafür sind, dass digitale Währungen künftig als Instrument für die Abwicklung internationaler Transaktionen fungieren.

Die anhaltende russische Invasion in der Ukraine führte zu einer Reihe von Wirtschaftssanktionen der USA und anderer westlicher Länder gegen die russische Wirtschaft.

Reuters berichtete, dass die Exekutive sich an die Aktionäre in einem Brief wandte, in dem erklärt wurde, dass der Krieg Länder dazu zwingen könnte, ihre Abhängigkeit von anderen Währungen und Volkswirtschaften neu zu bewerten, was schließlich Platz für ein globales digitales Zahlungsnetzwerk machen würde.

Die Krise habe den Willen der Länder zerstört, weiterhin mit den seit über drei Jahrzehnten am Werk befindlichen Globalisierungskräften zusammenzuarbeiten, fügte Fink hinzu.

Finks Beobachtung zum digitalen Währungsmarkt ist kein Einzelfall. Russland fordert Länder, die Öl und Gas aus dem Land kaufen, auf, auf eine SWIFT-Alternative umzusteigen, während Indien ein Gateway für direkte INR-Zahlungen entwickelt. Dies bedeutete auch einen verstärkten Fokus auf ein globales Zahlungsnetzwerk für digitale Währungen. Es gibt zudem Gespräche darüber, dass The Clearing House mit Wells Fargo zusammenarbeitet, um eine SWIFT-Alternative zu entwickeln.

Blackrock untersucht aufgrund des gestiegenen Kundeninteresses Kryptowährungen und Stable Coins. Der CEO erklärte:

„Ein durchdacht konzipiertes globales digitales Zahlungssystem kann die Abwicklung internationaler Transaktionen verbessern und gleichzeitig das Risiko von Geldwäsche und Korruption verringern.“

Die Haltung des CEO des Vermögensverwalters markiert eine deutliche Abkehr von seinen Äußerungen im letzten Jahr, als er darauf hinwies, dass es zu früh sei, um vorherzusagen, ob Kryptowährungen nur ein spekulatives Handelsinstrument sind.

Fink erklärte weiter, dass der Zugang zum globalen Kapitalmarkt ein „Privileg, kein Recht“ sei. BlackRock hat sein gesamtes Kundenengagement in Russland Anfang dieses Monats von 18 Milliarden USd vor der Verschärfung der Krise auf weniger als 1 Milliarde USD reduziert.

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