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UK-Kryptowährungsfirmen noch weit von AML-Compliance entfernt

Viele Kryptowährungsfirmen in Großbritannien haben laut der FCA die Anti-Geldwäsche-Regeln des Landes nicht erfüllt

Gestern erklärte die britische Finanzaufsichtsbehörde, dass ein großer Prozentsatz der Krypto-Unternehmen im Land nicht den vorgegebenen Regeln zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung entsprochen hat. Die Financial Conduct Authority (FCA) wies darauf hin, dass der Sektor aufgrund der mangelhaften Einhaltung der Branchenstandards immer noch von Geldwäsche und anderen illegalen Aktivitäten heimgesucht wird.

Der Kryptowährungsraum hat trotz der fehlenden Unterstützung durch die Top-Führungskräfte des Landes im Bereich der Finanztechnologie einen regen Zulauf gehabt. Das Image des Krypto-Raums wurde außerdem vereinzelt von skrupellosen Parteien, die in kriminelle Aktivitäten verwickelt waren, geschädigt. Dies hat die Notwendigkeit von Vorschriften und der Umsetzung von Standards nochmals unterstrichen.

Zu Beginn des Jahres setzte die FCA in Großbritannien eine Regel durch, die von Firmen und Unternehmen, die sich mit Kryptowährungen beschäftigen, verlangt, sich zuerst bei der inländischen Regulierungsbehörde zu registrieren, bevor sie irgendwelche Geschäfte tätigen. Mit diesem Schritt sollte sichergestellt werden, dass die Firmen die Standards bezüglich Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung einhalten.

Ab dem 10. Januar 2020 müssen Firmen, die bestimmte Krypto-Asset-Aktivitäten in Großbritannien durchführen, die geänderten Geldwäsche-, Terrorismusfinanzierungs- und Geldtransferverordnungen (Informationen über den Zahler) von 2017 (MLRs) einhalten und sich bei der FCA registrieren.“

DieSeite der FCA für registrierte Krypto-Asset-Firmen zeigt jedoch, dass nur fünf Firmen registriert sind. Die fünf sind Archax, Digivault, Gemini Europe Services, Gemini Europe und Ziglu.

Eine signifikant hohe Anzahl von Unternehmen erfüllt nicht die geforderten Standards gemäß den Geldwäschebestimmungen, was zu einer noch nie dagewesenen Anzahl von Unternehmen führt, die ihre Anträge zurückziehen„, so die Finanzaufsichtsbehörde

Weitere 90 Firmen, darunter eToro, Galaxy Digital, Huobi, Fidelity Digital, Revolut und Paybis, sind derzeit  temporär registriert. Diese dürfen ihre Tätigkeit fortsetzen, während die Prüfung ihrer Anträge fortgesetzt wird. Die unabhängige Aufsichtsbehörde stellt fest, dass sie zwar weiterhin aktiv sind, aber noch nicht den Anforderungen genügen.

Die Frist für die Registrierung wurde vom 9. Juli auf Ende März nächsten Jahres verschoben, da die Einrichtung eines temporären Registrierungssystems einen Makel darstellt.

Die FCA hat bestehenden Kryptoasset-Firmen (solche, die unmittelbar vor dem 10. Januar 2020 MLR-Kryptoasset-Geschäfte betrieben haben), deren Anträge noch nicht entschieden sind, eine vorübergehende Registrierung bis zum 31. März 2022 gewährt.“

Insgesamt 51 Firmen haben ihren Antrag auf Registrierung bei der Aufsichtsbehörde zurückgezogen, was bedeutet, dass sie ihre Tätigkeit nicht fortsetzen dürfen.

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