HomeNewsTrotz schwachem Kurs, die Zukunft von Ethereum sieht positiv aus

Trotz schwachem Kurs, die Zukunft von Ethereum sieht positiv aus

14 Dezember 2019 By Marcus Misiak

Ethereum hat im Laufe des Jahres 2019 zwar nicht so eine starke Kursentwicklung, wie Bitcoin genommen. Dennoch verzeichnet Ethereum eine stetige Zunahme der Benutzeraktivität. Unterstützt durch das starke Wachstum von der dezentralen Finanzbewegung (DeFi) erwarten viele Analysten, dass der ETH Preis in 2020 eine starke Entwicklung nehmen könnte. 

Laut Joseph Lubin, dem Mitbegründer von ConsenSys, welches als das größte Blockchain-Entwicklerstudio von Ethereum gilt, sehen die Fundamentaldaten von Ethereum stark aus. Laut Lubin wurden seit 2019 mehr als 20 Millionen Ethereum-Konten angelegt, 650 Millionen Dollar in DeFi-Projekten gesperrt und 4,5 Millionen ETH aus Block Rewards ausgegeben. Das Wachstum der DeFi, hat den Anstieg der Benutzeraktivität von Ethereum in den letzten Monaten direkt beeinflusst. Das ConsenSys-Team erklärte:

Die Menge an Ether, die in DeFi eingeschlossen ist, hat im Laufe des vergangenen Jahres dramatisch zugenommen und lag kürzlich bei über 650 Millionen Dollar. Ether ist zum Go-to-Collateral-Asset für DeFi-Plattformen und Anwendungen geworden.

Die überwiegende Mehrheit der DeFi-Anwender nutzt ETH als Sicherheit, um verschiedene Finanzaktivitäten von Krediten und Derivaten, bis hin zu Zahlungen sowie dezentrale Börsen (DEXs) zu realisieren. Mittel- bis langfristig könnten dabei die Bemühungen der Ethereum Entwickler für eine verbesserte Skalierbarkeit des Netzwerks die Praktikabilität von DeFi-bezogenen Dienstleistungen weiter erhöhen.

Mit der Zunahme der Anzahl der aktiven, dezentralen Anwendungen (dApps) muss jedoch auch die Infrastruktur von ETH sowohl on-chain als auch off-chain verbessert werden, um die Entstehung neuer Anwendungen zu unterstützen.

Sowohl die Core Entwickler von Ethereum, als auch freie Entwickler versuchen derzeit das Netzwerk skalierbarer zu machen, um ein effizientes Ökosystem zu schaffen. ConsenSys zum Beispiel sagte in seinem Bericht, dass es plant, eine Million Entwickler in das Ethereum-Ökosystem zu bringen. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass die Entwickleraktivität ein Indikator für die Preisentwicklung einer Kryptowährung sein kann. Das ConsenSys-Team sagte:

ConsenSys hat eine Initiative gestartet, um 1 Million Entwickler in das Ethereum-Ökosystem zu bringen. In diesem Jahr wurden viel mehr Anstrengungen unternommen, um Entwickler Communities zu analysieren. Mitte 2019 veröffentlichte Electric Capital einen Bericht, der zeigt, dass die Entwicklergemeinde von Ethereum viermal so groß ist, wie jedes andere Krypto-Ökosystem.

Die Hauptkritik der Entwickler konkurrierender Blockchain Projekte an Ethereum ist jedoch oft der Kampf, der in der Ethereum-Community stattfindet, um bestimmte Problem zu lösen. Dies liegt sicherlich auch an der Größe der Ethereum Entwicklergemeinschaft, was einerseits ein großer Vorteil ist, andererseits aber auch ein negativer Faktor wegen der vielen verschiedenen Meinungen bei der Implementierung wichtiger Lösungen zur Skalierung des Netzwerks.

Ether (ETH) in DeFi Projekten steigt rasant an

Die Menge an Ethereum, die in der Dezentralen Finanzierung (DeFi) gebunden ist, hat nach einem der explosivsten Monate in der Geschichte ein Allzeithoch erreicht. Mehr als eine Million Ether (146 Millionen Dollar) wurden in den letzten vier Wochen in DeFi-Projekte eingezahlt, was die Gesamtmenge auf 2,7 Millionen ETH erhöht hat, so die Daten von DeFi Pulse.

MakerDAO, die dezentrale Kreditplattform hinter DAI, hat bei diesem starken Anstieg eine Schlüsselrolle gespielt. Allein MakerDAO hat seit Mitte November 500.000 ETH an Einlagen eingefordert und hält nun fast die Hälfte aller ETH in DeFi Projekten.

Langfristig wird daher die Verwendung von ETH in DeFi für den Ether Kurs eine wichtige Rolle spielen. Nicht umsonst wird die DeFi als „Killer“-Anwendung für Ethereum und als Katalysator für die Erholung des ETH Preises bezeichnet.

Featured Image: Vladyslav Horoshevych  | Shutterstock