Tether und Bitfinex werden erneut wegen Marktmanipulation verklagt

Gegen Bitfinex und ihre Tochtergesellschaft Tether Limited, die hinter dem umstrittenen, aber marktführenden Stablecoin Tether (USDT) steht, wurde eine neue Sammelklage eingereicht. Tether hat eine Antwort gegeben, in der es ein Fehlverhalten kategorisch ablehnt und die jüngste Beschwerde als „absurd und unbegründet“ zurückweist.

Laut Bitfinex ist die neuerliche Klage eine „Nachahmung“, die von Söldneranwälten gegen die Börse und ihre Schwestergesellschaft Tether wegen der Manipulation des Bitcoin Preis mit dem Stablecoin eingebracht wurde. Die am Freitag beim U.S. District Court for the Western District of Washington eingereichte Klage ist die zweite ihrer Art, da eine Reihe von Anwälten die Börse bereits im Oktober mit ähnlichen Vorwürfen zum U.S. District Court for the Southern District of New York geschleppt hat.

Ein leidenschaftlicher Beitrag auf dem Tether-Blog am Montag behauptet, dass die beiden Unternehmen mit einer „söldnerischen und grundlosen“ Sammelklage im Bundesstaat Washington getroffen wurden. Tether wies die jüngste Klage nachdrücklich zurück, die am 6. Oktober in New York gegen das Unternehmen und Bitfinex eingereicht wurde, und behauptet, dass Tether den Anlegern aufgrund von Betrug Verluste im Wert von mehr als einer Billion Dollar verursacht habe. Wie schon bei der Klage im Oktober verspottete Tether die jüngste Sammelklage als „söldnerisch“ und wiederholte, dass keine Vergleiche jeglicher Art angestrebt werden:

Um es klarzustellen, es wird keine es wird keine belastenden oder sonstigen Vergleiche jeglicher Art geben. Stattdessen werden alle in beiden Verfahren erhobenen Ansprüche energisch anfechten und zu gegebener Zeit endgültig beseitigen. Sobald sie es sind, wird Tether seine rechtlichen Optionen gegen diejenigen, die die grundlosen Ansprüche erheben und fördern, vollständig prüfen.

Es steht viel auf dem Spiel

Bitfinex und Tether werden beide von einer einzigen Muttergesellschaft – iFinex – betrieben, haben die gleichen Führungskräfte, die die Unternehmen kontrollieren und sind mit beide mit diversen Kontroversen behaftet.

Tethers neuerlicher Ansatz ist kaum überraschend – ein Verlust oder Vergleich in einer dieser Klagen könnte als Zeichen der Schwäche angesehen werden, das beide Unternehmen für weitere finanzielle und Reputationsverluste öffnet.

Untersuchungen, die zuvor von zwei Wissenschaftlern veröffentlicht wurden, zeigten, dass Tether (USDT) zur Manipulation des Bitcoin Preis verwendet wurde, was der Rallye im Jahr 2017 führte. Darüber hinaus wurde eine Marktmanipulation durch Bitfinex behauptet. Bitfinex und Tether haben jedoch alle gegen sie erhobenen Anklagepunkte als „grundlegend fehlerhaft“ bezeichnet.

Neben den beiden Sammelklagen stehen Tether und Bitfinex auch im Fokus eines sechs Monate alten Verfahren gegen ihre Muttergesellschaft iFinex Inc., das im April von der New Yorker Staatsanwaltschaft (NYAG) wegen angeblicher Geschäftstätigkeit in New York ohne die entsprechende Lizenz eingeleitet wurde. Die Behauptung der NYAG könnte besonders schädlich sein, wenn sie sich als richtig erweist. Die Klage vom Oktober nivellierte auch diese Anklage wegen Überschneidungen bei Tether und Bitfinex und zitierte Beweise in den Paradise Papers, die zeigten, dass zwei Bitfinex-Führungskräfte auch wirtschaftliche Eigentümer von Tether waren.

Aus diesen Gründen behauptet die Klage, dass die beiden Unternehmen Ende 2017 den Preis von Bitcoin auf fast 20.000 US-Dollar gepumpt haben, indem sie USDT verwendet haben. Zudem soll UST nicht durch ausreichend USD gestützt sein, wie das Unternehmen behauptet.

Ein negatives Urteil gegen Tether könnte potenziell katastrophale Auswirkungen auf den Kryptowährungsmarkt haben, da USDT fast 17 Prozent der gesamten Kapitalisierung ausmacht.

Featured Image: DIAMOND VISUALS | Shutterstock

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