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Telegram streicht öffentlichen ICO: Was ist passiert?

Wie das Wall Street Journal von einer unbekannten Quelle erfahren haben möchte, hat sich die Messaging App Telegram dagegen entschieden einen öffentlichen ICO durchzuführen. Als Grund dafür wird die Tatsache genannt, dass die Messaging-App bereits durch ihre beiden privaten ICO-Runden genügend Kapital eingesammelt hat, um das Telegram Open Network (TON) zu entwickeln.

Sofern die Informationen des Wall Street Journals stimmen, spielt bei der Entscheidung von Telegram Gründer Pavel Durov eine anderer Grund eine wichtige Rolle. Um regulatorische Schwierigkeiten zu vermeiden, soll der öffentliche ICO gestrichen worden sein. Der Private Sale wurde von Telegram unter Einhaltung der Regel 506 (c) der Securities Act Regulation D durchgeführt, die es Unternehmen erlaubt unregistrierte Wertpapiere zu verkaufen, wenn sie den Verkauf an akkreditierte Anleger beschränken.

Würde Telegram nun einen öffentlichen ICO durchführen, könnten die derzeitigen Diskussionen, ob Ethereum ein Wertpapier ist, welches in den USA durch die Finanzaufsichtsbehörde Securities and Exchanges (SEC) registriert werden müsste, auch für Telegram zum Problem werden. Insofern scheinen die regulatorischen Aktivitäten der SEC ein maßgebliches Einflusskriterium für die Entscheidung, keinen öffentlichen ICO durchzuführen, gewesen sein.

Wie wir berichteten, nahmen an der ersten Runde des privaten ICOs 81 akkreditierte Investoren teil. An der zweiten Runde beteiligten sich 94 Investoren. Wie aus den eingereichten Dokumenten bei der SEC weiterhin hervorgeht, wurden somit in den beiden Runden jeweils 850 Millionen US-Dollar eingenommen.

In Summe hat Telegram damit 1,7 Milliarden USD von weniger als 180 Investoren eingesammelt und damit den mit Abstand größten ICO aller Zeiten durchgeführt. Die Mindestinvestition für einen Investor betrug eine Million US-Dollar.

Generell gibt es aber nur wenige Informationen zu dem Private Sale. Einzig die veröffentlichten Dokumente auf der Webseite der SEC geben einen kleinen Einblick. Selbst potenzielle Investoren beschwerten sich wohl darüber, dass Telegram ihnen nur wenige Informationen bereitstellte, um sie davon zu überzeugen, in das Projekt zu investieren.

Darüber hinaus war die Teilnahme am ICO, laut Gerüchten, selbst für Großinvestoren mit einer Einladung möglich. Gerüchten zufolge konnten sich Käufer der beiden Runden über erhebliche Preisvorteile freuen. Zwar sind offiziell keine Angaben bekannt geworden. Es kursieren jedoch unbestätigte Zahlen, dass ein 1 Gram in der ersten Runde für nur knapp 40 US-Cent, in der zweiten Runde für 1,30 USD verkauft wurde.

Zuletzt war Telegram aber noch wegen eines anderen Themas in den Schlagzeilen. Die Messaging-App wurde laut offiziellen Aussagen in Russland aufgrund der Verweigerung des Gründers Pavel Durov, die Encryption Keys an die russische Regierung zu übergeben, verboten.

Tatsächlich, so Gerüchte, soll das Verbot aber auf den ICO und die Pläne für das Telegram Open Network zurückgehen, welches eine Gefahr für die russische Finanzstabilität darstellen soll.

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