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Südafrika: Blockchain als Chance gegen Arbeitslosigkeit?

16 März 2020 By Matthias Nemack

Viele Möglichkeiten stellen Blockchain-Experten in Aussicht. In Südafrika sieht man unter anderem Optionen im Kampf gegen steigende Arbeitslosenzahlen.

Afrika – generell ein guter Markt für Kryptowährungen?

Folge der Entwicklungen rund um das Corona-Virus oder Einsicht mit Blick auf die Chancen der Blockchain? Dieser Tage ist es nie ganz genau erkennbar, weshalb Staaten und Unternehmen zunehmend auf die Möglichkeiten der Blockchain-Technologie vertrauen möchten. Während die Strategie in Deutschland zumindest scheinbar wegen des Kampfes gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Virus auf Eis liegen, tut sich was in Südafrika. Die dort für wirtschaftliche Entwicklungen zuständige Präsidialkommission zeigt sich bemüht, die Verwendung der Blockchain zunehmend schneller in eigene Aktivitäten einzubinden. Zumindest ist die Kommission nach aktuellen Stand der Dinge der Auffassung, die Blockchain könne einen Beitrag zu Senkung der Arbeitslosigkeit im Land leisten. Dass ausgerechnet Südafrika eine führende Rolle hinsichtlich der Akzeptanz weltweit einnehmen wird, ist zwar eher unwahrscheinlich.

Trotzdem handelt es sich um ein weiteres wichtiges Zeichen, dass Staaten der Blockchain und damit auch auf ihr basierenden Währungen wie Bitcoin oder Ethereum beimessen. Höchste Zeit ist es allemal, wenn man sich die derzeitigen Entwicklungen der Börsen anschaut. Die Arbeitslosenquote im krisengeschüttelten Land ist hoch.

Konferenz möchte neue Bereiche erschließen

Die zuletzt veranstaltete Blockchain-Konferenz auf dem afrikanischen Kontinent sorgt für Hoffnung. Die Baubranche in der Region ist nur ein Sektor, in dem die Technologie Chancen erkennen lässt. Auch unter Berücksichtigung des Bruttoinlandsprodukts der Länder Afrikas gibt es etliche Stimmen, die auf mögliche Vorteile der Blockchain hingewiesen haben. Ein wichtiges Thema: Der Kampf gegen die Korruption, die vor allem Südafrika nach wie vor ein großes Thema ist, wie Mpho Dagada als Mitglied der sogenannten „Presidential Commission on the Fourth Industrial Revolution (4IR)“ im Rahmen der Gespräche erwähnte. Im Bereich des Bergbaus könne die Blockchain für Datentransparenz sorgen. Denn so könnte für eine Nachverfolgbarkeit des Handels mit südafrikanischen Rohstoffen garantiert werden. Zudem sieht Mpho Dagada Möglichkeiten, um wirtschaftliche Talente des Landes an die Region zu binden. Südafrika leidet schon länger darunter, dass führende Köpfe der Wirtschaft den Staat verlassen.

Sind Coins allgemein die Lösung afrikanischer Wirtschaftssorgen?

Und im Ausland unter besseren Arbeitsbedingungen gutes Geld verdienen. Südafrikas Regierung positionierte sich zugleich Kryptowährungen wie dem BTC, Litecoin oder Dash gegenüber offener als manch westliche Nation. Wichtig ist dabei natürlich, dass sich Unternehmen und Startups an staatliche Bestimmungen zur Regulierung halten. Der CSIR – der Rat für wissenschaftliche und industrielle Forschung – hat es sich zur Aufgabe gemacht, Entwicklungs- und Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain zu erforschen und dabei Projekte zu fordern und zu fördern. Die Regierung selbst erwägt eigene Anwendungen. Die „South African National Blockchain Alliance“ soll ab April auch über steuerliche Erleichterungen für Unternehmen nachdenken, die der Region und dem Land als Blockchain-Dienstleister die Treue halten. Dies könnte sowohl für Kryptobörsen, Wallet-Dienste und allgemein Anbieter der Blockchain-Branche gelten.

Featured Image: By Peshkova | Shutterstock.com

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