HomeNewsStudie: 4,8 Mio. Bitcoin werden für Spekulation und Trading genutzt

Studie: 4,8 Mio. Bitcoin werden für Spekulation und Trading genutzt

Chainalysis hat einen neuen Bericht veröffentlicht, in dem das Unternehmen herausfand, dass zunehmend mehr Bitcoins in privaten Wallets von aktiven Tradern (Einzelpersonen) gehalten werden, um damit zu „spekulieren“, anstatt von institutionellen Investoren und Unternehmen. Der Anteil an „spekulativen“ Bitcoin betrage aktuell rund 23% (von 21. Mio) bzw. 4,8 Millionen. 

Laut dem Bericht sei die Menge spekulativer Bitcoins seit Ende 2017 um rund eine Million BTC gestiegen. Bemerkenswerterweise sollen davon 3,8 Millionen in Bitcoin Wallets von Einzelpersonen aufbewahrt werden und eben nicht von institutionellen Investoren oder Unternehmen.

Für die Analyse untersuchte Chainalysis die Bitcoin Blockchain und die BTC Adressen anhand ihrer Liquidität und Transaktionen und versuchte, spezifische Muster zu finden, die unterschiedliche Investorengruppen, wie beispielsweise Spekulanten oder Hodler auszeichnen die Bitoin gekauft haben. Die Firma verwendete hierfür nach eigenen Angaben die gleichen Konzepte, die auch Zentralbanken nutzen, um das Angebot an Fiat-Geld zu bestimmen.

Das Unternehmen hat insgesamt vier Gruppen von M0 bis M3 definiert und hat die Bitcoin Adressen abhängig von ihrer Liquiditätsstufe aggregiert. M0 ist die liquideste Gruppe, die sich durch regelmäßige Transaktionen auszeichnet („spekulative BTC“). Als nächstes folgen M1, „Service Transactional Coins“, die aktiv zur Bezahlung von Services genutzt werden, sowie M2 Coins, welches Investment Coins und verlorene Investment Coins umfasst. Schließlich steht M3 für verlorene bzw. noch nicht geminte Bitcoin, was logischerweise die am wenigsten liquide Gruppe von BTC ist.

Die Verteilung der Gruppen stellt sich nach Chainalysis wie folgend dar (in Millionen Bitcoin):btc

Neben den 4,8 Millionen spekulativen Bitcoin soll es u. a. noch 2,3 Millionen „Service Transactional Coins“ geben. Die 6,4 Millionen Investment Coins zeigen die Anzahl an Bitcoins, die als langfristige Anlage von Institutionen oder Einzelpersonen („Hodler“) gehalten werden. Die Zahl umfasst alle Konten, die seit einem Jahr keine Aktivität zeigen. Immerhin 30% sind somit „Hodler“.

In dem Bericht weist Chainalysis auch darauf hin, dass es eine generelle Stabilität der Geldmengen zu beobachten gab. Wie das Diagramm zeigt, so die Studie, waren alle Gruppen in den Sommermonaten extrem stabil. Insbesondere die Menge an Bitcoin, die für Spekulationen gehalten wird (M0), sei zwischen Mai und August bei etwa 22% der verfügbaren Bitcoins stabil geblieben. In ähnlicher Weise sei die Menge an Bitcoin, die für Investitionen gehalten wurde, im Sommer stabil bei etwa 30% geblieben.

Für Chainalysis ist dies ein positives Zeichen für eine größere Adaption von Bitcoin und einen weniger Hype anfälligen Markt (frei übersetzt):

Weder langfristige Investoren noch neue Spekulanten haben ihre Positionen in diesem Sommer stark verändert. Dies deutet darauf hin, dass der Markt nur in Reaktion auf eine grundlegende Änderung einen positiven oder negativen Einfluss nehmen wird. […] Ungeachtet dessen lässt die anhaltende Präsenz sowohl von langfristigen Investoren als auch von neuen Spekulanten vermuten, dass Bitcoin das Wachstum seiner Nutzerbasis seit Ende 2017 beibehalten hat. Damit wurde die erste Herausforderung der Adoption, die Kryptowährung in die Hände der Menschen zu bringen, überwunden.

Unserer Ansicht nach ist dies ein Zeichen für einen Markt, der weniger anfällig für Hype ist.

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