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Sri Lanka benennt Firmen, die am Blockchain-KYC-System arbeiten

13 Juli 2020 By Nicholas Say

Die Zentralbank Sri Lankas hat eine engere Auswahl für Entwickler getroffen, die an ihrem Blockchain-basierten Proof-of-Concept-KYC-System arbeiten werden

Letztes Jahr sagte die Zentralbank von Sri Lanka, sie wolle die Blockchain-Technologie in das Landes-Bankensystem integrieren, um die Sicherheit der Banken und die Betrugsprävention zu verbessern.

Nun scheint die Zentralbank kurz vor der Bekanntgabe zu sehen, welche Art von Plattform entwickelt werden könnte.

Laut Sri Lankas Zentralbankdirektor D. Kumaratunge waren 36 in- und ausländische Firmen an dem Projekt beteiligt:

„Wir haben Softwareunternehmen eingeladen, als nationales Projekt kostenlos einen gemeinsamen KYC-PoC (Know-Your-Customer) zu entwickeln. Die lokale und internationale Resonanz zur Projektteilnahme war äußerst ermutigend. Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir die Auswahl geeigneter Bewerber abgeschlossen haben, um die Entwicklung in Kürze zu beginnen.

Aus den 36 Unternehmen wurden drei ausgewählt – zwei heimische und eine ausländische.

Wie wird Blockchain die Finanzierung in Sri Lanka verbessern?

KYC ist ein Überprüfungsprozess, bei dem potenzielle Kunden, die ein Bankkonto eröffnen möchten, einer Hintergrundprüfung unterzogen werden, die der Feststellung ihrer Identität dient.

Ein KYC-Verfahren umfasst die Überprüfung von Ausweisen und Dokumenten. Dazu gehören auch die Verwendung von Versorger-Rechnungen, die Überprüfung von Gesichtern und biometrischen Daten sowie ein Überkreuzvergleich anderer Ausweis-Unterlagen.

Dies erfordert viel Papierkram und menschliche Arbeit, sodass die Blockchain zur Vereinfachung der KYC-Prozesse genutzt werden kann.

Alle von potenziellen Kunden bereitgestellten Informationen werden verschlüsselt und an alle Benutzer im Netzwerk gesendet. Für KYC führt die Blockchain beim Bearbeiten oder Ändern von Informationen eine systemweite Überprüfung aller Hauptbücher durch. So wird festgestellt, ob Änderungen legitim und autorisiert sind. Dies könnte verwendet werden, um potenziell betrügerische Aktivitäten zu kennzeichnen und Systemanforderungen durchzusetzen.

Kosten senken – Zugang schaffen

Traditionell erfordern KYC-Verfahren, dass Sachbearbeiter alle Dokumente und andere Informationen in die Datenbank eingeben. Die Blockchain kann dazu beitragen, die Anzahl der im System interagierenden Personen zu begrenzen, um so gleichermaßen Zeit und Kosten zu sparen.

Derzeit beginnt das Blockchain-basierte KYC erst. Es wurde nicht für ein staatliches oder nationales Bankensystem entwickelt. Wenn Sri Lanka das erste Land sein soll, das diese Technologie entwickelt, kann dies als Proof-of-Concept für andere Zentralbanken dienen.

Blockchain-basiertes KYC kann ebenso einen Beitrag zur Kostensenkung leisten. Ein potenzieller Boom für alle weltweit, die keinen Zugang zum Bankensystem haben. Die Vorteile liegen in der Abschaffung hoher Gebühren und des derzeitigen Mangels an kostengünstigen Bankdienstleistungen in den Entwicklungsländern.