HomeNewsSilicon Valley VCs sprechen bei SEC zur ICO Regulierung vor

Silicon Valley VCs sprechen bei SEC zur ICO Regulierung vor

Zwei der größten Venture Capital (VC) Firmen des Silicon Valley, die in Krypto basierte Unternehmen investieren, Andreessen Horowitz und Union Square Ventures haben sich bereits am 28. März mit der amerikanischen Regulierungsbehörde SEC getroffen und sich gegen eine generelle Einstufung von ICOs als Wertpapier ausgesprochen.

Wie das Wall Street Journal gestern berichtet, haben sich bereits Ende März ranghohe Vertreter der Risikokapitalfirmen Andreessen Horowitz und Union Square Ventures, sowie die US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchanges) getroffen. Anliegen der VC Firmen war es sich gegen eine generelle Regulierung von ICOs als Wertpapier (engl: „Security) auszusprechen und insbesondere Ausnahmeregelungen für Token zu erwirken, bei denen sie investiert haben.

Den Grund hierfür lieferte die SEC wahrscheinlich bereits im Februar im Rahmen einer Anhörung, als der SEC-Vorsitzende Jay Clayton signalisierte, dass die SEC glaubt, dass die meisten ICO Token als Wertpapiere einzustufen sind. Diese Einstufung würde für die Unternehmen hinter den ICOs erhebliche aufsichtsrechtliche Folgen haben.

Das Wall Street Journal geht davon aus, dass dies der Anlass für das Treffen war. Andreessen Horowitz und Union Square Ventures sind zwei der aktivsten Kapitalgeber aus dem Silicon Valley für Kryptowährungs-bezogene Unternehmen. Andreessen Horowitz hat in ICOs und Unternehmen wie u. a. Coinbase, Ripple, OpenBazaar, Earn.com, Mediachain, DFinity investiert.

Union Square Ventures hält ebenfalls zahlreiche Beteiligungen, u. a. an Coinbase, Blockstack, Protocol Labs, Media Chain, Open Bazar und Filecoin. Erst kürzlich haben sich beide Unternehmen an einer Finanzierungsrunde über 12 Millionen US-Dollar von Crypto Kitties beteiligt.

Die VC-Firmen sollen laut dem Bericht vom Wall Street Journal von Juristen von Cooley LLP, Perkins Coie LLP und McDermott Will & Emery LLP begleitet worden sein und zielten auf eine „formelle Zusicherung“ ab, dass die SEC nicht gegen ICO-Token vorgehen wird, in sie investiert haben.

Die Argumentation der Unternehmen soll so ausgesehen haben, dass die Token ein Mittel seien, um auf Blockchain-basierte Dienste zuzugreifen. Somit seien die Tokens sogenannte „Utility-Token“ und kein Wertpapier.

Das Thema Regulierung von ICOs durch die SEC und deren Einstufung als Wertpapier sind ein Dauerbrenner in den letzten Monaten. Viele Investoren in der Krypto-Gemeinde sind besorgt, dass eine zu strenge Kontrolle und Aufsicht der SEC über ICO dem Markt schaden und das Innovationspotential zurückhalten könnten.

Eine andere Haltung hat erst kürzlich Ryan Zagone von Ripple eingenommen, der speziell die Regulatoren in Großbritannien aufgefordert hat, die Zeiten des „Wilden Westen“ zu beenden.

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