HomeNewsSchweizer Bundespräsidentin bezeichnet Libra als gescheitert

Schweizer Bundespräsidentin bezeichnet Libra als gescheitert

Der Bundespräsident hatte gesagt, dass das von Facebook geführte Libra-Projekt, das mit seinem Stablecoin eine globale Währung schaffen will hat versagt. Die Währung der Waage wird aus einem Korb von Fiat-Währungen gebildet, darunter der US-Dollar, der chinesische Renminbi und das britische Pfund.

Ich glaube nicht das Libra in ihrer jetzigen Form eine Chance hat, weil die Zentralbanken den Währungskorb, der sie unterlegt, nicht akzeptieren werden.

, sagte der Schweizer Finanzminister und Präsident Ueli Maurer gegenüber dem Schweizer Rundfunk SRF. In einem Interview sagte Maurer: „Damit ist das Projekt in dieser Form gescheitert“.

Mauers Ausführungen trafen besonders nah an der Heimat, da Libra seinen Sitz in der Schweiz hat. Zudem hat die Libraegemeinschaft erst im September angekündigt, sich bei der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) um die Zulassung als Zahlungsverkehrssystem zu bewerben und die FINMA um weitere Beratung über das weitere Vorgehen gebeten. Maurer ist nur der jüngste europäische Finanzminister, der das Projekt in Frage stellt.

Vor Reportern sagte Deutschlands Finanzminister Otto Schulz an den Treffen von IWF und Weltbank im Oktober in Washington, er sei „sehr skeptisch“ gegenüber Libra, und er sei „nicht für die erfolgreiche Schaffung einer solchen Weltwährung, weil dies in der Verantwortung der demokratischen Staaten liege“. Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire wiederholte im September seine Bedenken gegen Libra, die seiner Meinung nach die „Währungssouveränität“ der Zentralbanken zu untergraben droht.

Interne Streitigkeiten innerhalb der Libra-Vereinigung haben auch einige ihrer hochrangigen Mitglieder, wie Paypal, Visa, eBay und Mastercard, dazu veranlasst, das Projekt zu verlassen. Libra hat laut Ripple CEO ein grundlegendes Vertrauensproblem, da es direkt mit dem Tech-Gigant Facebook zusammenhängt. Facebook war in der Vergangenheit in etliche Datenskandale verwickelt, die nie eingehend untersucht und aufgeklärt wurden.

Bis heute wurden viele dieser Datenlücken totgeschwiegen. Vertrauen ist jedoch gerade im Finanzbereich sehr wichtig. Nur wenn die Menschen weltweit dem Zahlungssystem auch vetrauen, werden sie es auch nutzen. Zwar könnte Facebook weltweit mehr als 2 Milliarden Nutzer erreichen, jedoch ist das Projekt noch weit davon entfernt einsatzbereit zu sein. Bis zum offiziellen Start steht Libra vor der großen Aufgabe das Vertrauen potenzieller Nutzer zu gewinnen. Es bleibt abzuwarten welche weiteren Maßnahmen Facebook in der nahen Zukunft einsetzen wird.

Featured Image: Immersion Imagery | Shutterstock

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