HomeNewsRon Paul: US-Dollar ist eine „tickende Zeitbombe“ & Bitcoin „eine Alternative zu Fiat-Währungen“

Ron Paul: US-Dollar ist eine „tickende Zeitbombe“ & Bitcoin „eine Alternative zu Fiat-Währungen“

22 Mai 2019 By Marcus Misiak

Die Debatte über die Bedeutung von Bitcoin als Ersatz für Fiatwährungen hat in letzter Zeit wieder an Fahrt aufgenommen, wobei verschiedene Persönlichkeiten  ihre Gedanken äußerten.

Ron Paul, ein ehemaliger US-Kongressabgeordneter, ist einer von ihnen. Der ehemalige US-Präsidentschaftskandidat und Kongressabgeordnete ist ein Dauerkritiker des Zentralbankensystems und der Federal Reserve. In der Vergangenheit hat sich der libertäre, amerikanische Politiker mehrfach für Kryptowährungen ausgesprochen und vorgeschlagen, dass die Befreiung von Kryptowährungen von der Steuer dazu beitragen könnte, eine „von der Fed geschaffene Rezession“ zu vermeiden.

In einem neuen Interview erläutert Paul nun, wie die US-Notenbank eine Blase mit dem US-Dollar geschaffen hat, die am Rande der Explosion steht. Paul erläutert dabei, dass er glaubt, dass Bitcoin eine geeignete Alternative sein könnte, die die Risiken mindern kann, die staatliche Währungen für die Weltwirtschaft darstellen. Paul behauptet in dem neuen Interview mit Bitcoin Magazine, dass sich der US-Dollar in einer „Blase“ befindet und erwartet eine bevorstehende Finanzkrise, die die Rezession von 2008 in den Schatten stellen wird. Paul sagt, dass das Ende des US-Dollars unvermeidlich sei und vergleicht dabei die Fiat-Währung mit einer tickenden Zeitbombe, die zur „Selbstzerstörung“ bereit ist.

Was die Frage betrifft, was den US-Dollar ersetzen könnte, spekuliert Paul, dass Bitcoin „eine Alternative“ sein könnte. Der Dollar ist von Natur aus inflationär und verliert jedes Mal seinen Wert, wenn die US-Notenbank mehr Geld druckt. Währenddessen ist Bitcoin, das im Zuge der Wirtschaftskrise 2008 entwickelt wurde, deflationär und gewinnr durch jedes „Halving“ mehr an Wert.

Während des Interviews erwähnte Paul, dass er den technischen Aspekt einer Blockchain nicht besonders verstanden habe: Grundsätzlich sei er aber sehr „fasziniert“ von den Möglichkeiten, die Bitcoin bietet:

Ich interessiere mich dafür, was passiert, wenn der Markt zusammenbricht, und ich bin daran interessiert, ein Umfeld zu erhalten, in dem die Menschen alternative Ideen haben können, die helfen könnten, die Probleme zu lösen, die wir haben. Ich denke, das ist es, was Bitcoin bietet: eine Alternative. Ich will einen freien Marktplatz.

Paul war der erste Präsidentschaftskandidat, der bereits 2015 Bitcoin-Spenden über seine politische Stiftung entgegennahm. In dem Interview sagte Paul aber auch, dass er derzeit keinen Bitcoin besitzt, und dass alle Spenden sofort in Fiat-Währungen umgewandelt werden, um „Rechnungen“ zu bezahlen.

Featured Image: Albert H. Teich | Shutterstock

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