Ripple CEO Garlinghouse: „Wenigstens eine Bank wird XRP in 2018 nutzen“

Brad Garlinghouse, CEO von Ripple, trat gestern für ein Interview der CB Insights Future of Fintech Konferenz und stellte dabei wiederholt klar, dass XRP kein Wertpapier im Sinne des amerikanischen Gesetzes und der SEC ist. Darüber hinaus erklärte er, dass wenigstens eine Bank xRapid und XRP in 2018 nutzen wird.

William Hinman, Direktor der Abteilung für Unternehmensfinanzierung bei der SEC, hat vor einigen Tagen erklärt, dass weder Bitcoin noch Ethereum Wertpapiere sind. Das entscheidende Kriterium für die SEC war, dass der Wert der beiden Kryptowährung nicht von den Aktionen eines Dritten, einem Unternehmen abhängig ist. Sofern der Betrieb des Netzwerkes vollständig dezentralisiert ist, fällt das Projekt nicht in den Zuständigkeitsbereich der SEC, so Hinman.

Brad Garlinghouse hat diese Argumentation aufgegriffen und erklärt, dass es aus seiner Sicht drei Argumente gibt, welche dafürsprechen, dass XRP kein Wertpapier ist. Er erklärte, dass XRP kein Wertpapier sein kann, weil das in San Francisco ansässige Unternehmen Ripple Labs nicht mit XRP verbunden ist.

  1. Ripple Labs entwickelt lediglich Lösungen auf Basis der Open-Source Technologie von XRP. Wenn Ripple, das Unternehmen, morgen nicht mehr existieren würde, wird das XRP-Ledger weiter funktionieren.
  2. XRP ist eine Open-Source- und dezentralisierte Technologie.
  3. Der Kauf von XRP bedeutet nicht, dass der Investor Anteile an dem Unternehmen Ripple erwirbt.

Garlinghouse wiederholte auch seine Bedenken, die er gegenüber Bitcoin hat und zweifelte an dem dezentralen Charakter und damit der Klassifizierung der SEC (frei übersetzt):

Ich besitze Bitcoin und bin gegenüber Bitcoin bullisch, aber wir müssen anerkennen, dass wenn wir darüber sprechen, ob etwas zentralisiert und dezentralisiert ist, dass Kontrolle das Schlüsselelement ist. Wenn drei Miningunternehmen in China mehr als 50 Prozent der Hash-Rate von Bitcoin kontrollieren, wie dezentral ist Bitcoin dann.

Zusammenarbeit mit einer Reihe von Banken und Finanzdienstleistern

Auf Reddit wurde darüber spekuliert, warum Ripple bereits seit längerem keine neuen Partnerschaften verkündet hat. Nachdem es in den vergangenen Monaten praktisch wöchentlich neue Partnerschaften von Ripple zu vermelden gab, war in den letzten Wochen keine einzige Partnerschaft bekannt geworden. Über die Gründe kann natürlich nur spekuliert werden. Auf Reddit ist für viele Nutzer jedoch klar, dass Ripple nichts ohne Grund macht und das es einen guten Grund geben muss.

Ob Ripple Verschwiegenheitserklärungen unterschreiben hat, um die Informationen zunächst geheim zu halten oder ob Ripple zunächst eine stärke Infrastruktur und Basis aufbauen möchte, um dann zahlreiche Partnerschaften auf einmal zu verkünden, sind nur eine paar der Spekulation, die es diesbezüglich gibt.

Diese Spekulationen hat Garlinghouse nun befeuert, als er auf die Frage, ob und wann XRP von Banken jemals genutzt werden wird, sagte (frei übersetzt):

Wir erwarten, dass wenigstens eine Bank noch dieses Jahr XRapid nutzen wird. Zu 100%. Warum? Es ist schneller und es ist billiger.

Er erklärte in dem Interview auch, dass er nicht erwartet, dass große Banken und Liquiditätsanbieter, wie Western Union, die Jahrzehnte an ihrer Technologie entwickelt haben, sofort auf xRapid und XRP umsteigen. Insbesondere für Finanzinstitute, die auf Liquiditätsanbieter für grenzüberschreitende Zahlungen zurückgreifen müssen, wird xRapid zeitnah interessant sein, so Garlinghouse.

xRapid, XRP und Liquidität

Liquidität spielt im Rahmen von nationalen und grenzüberschreitenden Transaktionen eine sehr wichtige Rolle. Bei Inlandzahlungen ist die Liquidität normalerweise sehr hoch, da die abwickelnden Banken die selbe Währung versenden. Bei internationalen Transaktionen hingegen tendiert die Liquidität dazu niedrig zu sein, da der Austausch von zwei verschiedenen Währungen zu Zeit- und somit Preisabweichungen führen kann. Dies untergräbt die Stabilität der Transaktion, also die Liquidität und erhöht die Kosten.

Die abwickelnden Finanzinstitute müssen aufgrund der niedrigen Liquidität Nostrokonten auf beiden Seiten einer Transaktion, in der jeweiligen Landeswährung aktiv bereithalten. Diese Konten sind jedoch mit hohen Kosten verbunden, weshalb nur wenige Banken weltweit Nostrokonten unterhalten und internationale Transaktionen selbst durchführen. „Exotische“ Transaktionen von seltenen und kleineren Währungen bedürfen teils mehrere Handelsparteien, wobei jeder Partei Kosten für die Transaktion entstehen. Viele kleinere bis mittelgroße Banken und Zahlungsanbieter bezahlen daher lieber eine Gebühr, um die Systeme der Großbanken (Liquiditätsanbieter) zu nutzen, als selbst Nostrokonten zu unterhalten.

Bei dieser Problemstellung setzen xRapid und der XRP Token an. XRP ersetzt die Nostrokonten als universelle „Brückenwährung“, übernimmt die Transaktionen innerhalb von wenigen Sekunden und liefert damit eine höhere Liquidität für Finanzinstitute.

Ein Finanzinstitut muss sich dank XRP nur noch auf Wechselkurse für wenige Paare (mit XRP) konzentrieren und kann Geld sparen bzw. muss nicht mehr auf Liquiditätsanbieter zurückgreifen und muss auch nicht mehr Gebühren für deren Dienste zahlen. Die xRapid-Lösung von Ripple ist somit eine On-Demand-Liquiditätslösung.

Der XRP Token ist dabei das zentrale Element in diesem Ökosystem, indem der Token als Brückenwährung fungiert und die Notwendigkeit von kostenintensiven Nostrokonten beseitigt. Einfach gesagt funktioniert eine Transaktion so, dass die Sender-Währung in XRP getauscht, XRP versendet und anschließend in die Empfänger-Währung getauscht wird. Die Transaktion ist dabei über den gesamten Prozess verfolgbar.


Das vollständige, sehr sehenswerte Interview der CB Insights Future of Fintech:

https://www.youtube.com/watch?v=kxLeQze9nF8


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