Ripple CEO: Facebooks Libra hat ein Vertrauensproblem

Facebook hat Mitte des Jahres bekanntgegeben, mit Libra eine eigene Digitalwährung auf den Markt zu bringen, die Menschen weltweit Zugang zu finanziellen Leistungen ermöglichen soll. Die gestrige Anhörung vor dem Kongress brachte keinen nennenswerten neuen Ergebnisse. Der CEO von Ripple ist davon überzeugt, dass Libra ein Vertrauensproblem hat.

Ripple CEO Brad Garlinghouse, hat vor wenigen Tagen bereits in mehreren Interviews bekundet, dass er besorgt ist, dass die Regulierungsbehörden den Kryptomarkt wegen der vorhanden Herausforderungen und ihres Misstrauens gegenüber Facebook, Mark Zuckerberg und dem Libra-Projekt behindern werden. Weiterhin wird aus dem gestrigen Gespräch deutlich, dass Facebook ein grundlegendes Problem hinsichtlich des Vertrauens der Politk, der Bevölkerung aber auch Unternehmen weltweit hat.

Während US-Politiker Zuckerberg bei seinem jüngsten Auftritt vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen des US-Repräsentantenhauses sowohl beschimpfen als auch loben, versucht Garlinghouse klarzustellen, dass die Konzepte des Facebook-Projekts Libra nicht neu sind. In einem neuen Interview auf Fox News beschreibt Garlinghouse, dass er mit einigen von Zuckerbergs Aussagen einverstanden ist, dass jedoch die eigentliche Idee keine Neuheit auf dem Markt darstellt (frei übersetzt):

Der Unterschied besteht darin, dass die Technologien, von denen er spricht, bereits heute auf dem Markt sind. Ripple ist ein US-Unternehmen, das diese Technologien seit Jahren einsetzt. Wir haben über 200 Kunden weltweit.

Während Garlinghouse die Innovationen von Ripple in den Mittelpunkt stellt, rückt Facebook die Kryptowährungen in den Mittelpunkt. Mit über zwei Milliarden Nutzern weltweit wachten Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt, die die Fortschritte von Ripple übersehen haben könnten, schnell auf. Er führt weiterhin aus (frei übersetzt):

Die gute Nachricht ist, dass wir mit der Vision einverstanden sind. Ich denke, wir sind uns nicht einig, wie wir dorthin kommen.

Garlinghouse stellt auch die Frage, wie Facebook in den Augen des Kongresses wieder Fuß fassen kann.

Wie sie hierher gekommen sind und ob es fair ist oder nicht, die Realität ist, und sie erkennen es an, es gibt ein Vertrauensdefizit. Und ich denke, für jede Finanzdienstleistung muss man diese Vertrauensbasis haben. Also denke ich, dass das Timing interessant ist, um zu sehen, wie Facebook dazu führt. Ich dachte, ein weiteres interessantes Beispiel für Mark Zuckerbergs Aussage wäre, dass sie der amerikanischen Führung helfen. Doch sie gründeten Libra in der Schweiz.

Aus dem Kongress erntete Zuckerberg teilweise Zustimmung aber auch heftige Kritik und wurde sogar beschimpft. Der US-Reporter Andy Barr lobte die Arbeit von Facebook und schlug vor, die Verantwortung für die Polizeitarbeit gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung auf den Kongress zu übertragen (frei übersetzt):

Einige Politiker in diesem Komitee öffnen sich für den Sozialismus und die zentrale Planung. Es scheint, dass die Annahme immer darin besteht, dass Innovationen des privaten Sektors eine schlechte Sache sind. Ich denke, dass die Vermutung aufgehoben werden sollte. Wir im Kongress sollten die Innovation auf ihre potenziellen Möglichkeiten zur Förderung der finanziellen Integration, zur Verringerung der Reibung bei Transaktionen, zur Unterstützung kleiner Unternehmen und zur Einführung des Finanzsystems in unbestrafte und unterbankte Gemeinschaften hin untersuchen.

Das heißt nicht, dass wir keine Fragen stellen sollten, was natürlich das ist, was wir heute hier tun, aber in Amerika, einem Land, das auf freiem Unternehmertum und Kapitalismus basiert, ist es immer besser, auf der Seite der Innovation zu stehen, und wir sollten immer die Last auf die Regierung legen, um Regulierung und Intervention zu rechtfertigen.

Amerika ist kein einfaches Pflaster für Blockchainunternehmen, die neue innovative Plattformen und Dienstleistungen anbieten wollten. Das Unternehmen Circle, dass Anfang letzten Jahres die Kryptowährungsbörse Poloniex gekauft hat, hat die Börse abgestoßen. Ein Grund dafür sei auch die weiterhin unklaren rechtlichen Rahmenbedingungen in den Vereinigten Staaten gewesen. Es bleibt abzuwarten, ob und wie schnell die Entwicklungen rundum das Projekt Libra voranschreiten werden. Deswegen treibt Ripple eine Initiative voran, die eine klaren regulatorischen Rahmen für digitale Assets in den USA fordert.

Featured Image: Wit Olszweski | Shutterstock

Investieren ist spekulativ. Bei der Anlage ist Ihr Kapital in Gefahr. Diese Website ist nicht für die Verwendung in Rechtsordnungen vorgesehen, in denen der beschriebene Handel oder die beschriebenen Investitionen verboten sind, und sollte nur von Personen und auf gesetzlich zulässige Weise verwendet werden. Ihre Investition ist in Ihrem Land oder Wohnsitzstaat möglicherweise nicht für den Anlegerschutz geeignet. Führen Sie daher Ihre eigene Due Diligence durch. Diese Website steht Ihnen kostenlos zur Verfügung, wir erhalten jedoch möglicherweise Provisionen von den Unternehmen, die wir auf dieser Website anbieten. Klicken Sie hier für weitere Informationen.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen