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Ripple-Top-Führungskräfte bitten Richterin, SEC-Vorladungen zu blockieren

Top-Führungskräfte von Ripple haben das Gericht gebeten, Vorladungen der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission) zu blockieren

Ripples Hauptgeschäftsführer Brad Garlinghouse und der Vorstandsvorsitzende Chris Larsen haben die SEC-Vorladungen zur Einreichung ihrer Bankunterlagen blockiert. Die Regulierungsbehörde reichte letztes Jahr eine Klage gegen Ripple ein und behauptete, die Blockchain-Firma habe das native Token auf ihrer Plattform XRP nicht als Wertpapier registrieren lassen.

Larsen und Garlinghouse wurden zu Angeklagten im besagten Fall, der das in San Francisco ansässige Unternehmen und seinen Token seitdem stark beeinflusst hat. Vor nicht allzu langer Zeit fiel XRP in Bezug auf die Marktkapitalisierung auf den 7. Platz. Das Unternehmen gab außerdem bekannt, dass die Partnerschaft mit MoneyGram in dieser Woche beendet werde.

Die Kommission behauptet, die beiden Führungskräfte hätten Anleger in die Irre geführt und nicht registrierte XRP-Token verkauft. Anfang dieser Woche sandte die SEC die Vorladungen an insgesamt sechs Banken, um persönliche Finanzunterlagen der beiden für einen Zeitraum von acht Jahren zu erhalten. Larsen und Garlinghouse haben Richterin Analisa Torres des Bezirksgerichts gestern über ihre Anwälte geschrieben und sie gebeten, die Vorladungen abzuweisen. Sie nannten die Anfragen als irrelevant und als „völlig unangemessene Maßnahme jenseits der Befugnisse“.

Die beiden Führungskräfte behaupten, die Klage umfasse keinen mutmaßlichen Betrug weshalb die Finanzinformationen, die die Regulierungsbehörde einfordert, nicht notwendig seien. Ihnen zufolge gibt es keine rationale Begründung für das Ausgraben früherer Bankunterlagen, da ihre Finanzen nicht mit denen des Unternehmens in Verbindung stehen.

Sie äußerten sich frustriert darüber, dass die Kommission Einzelheiten zu allen finanziellen Entwicklungen forderte, darunter „wie viel Geld sie jede Woche im Lebensmittelgeschäft ausgeben“. Die Führungskräfte sagten, sie seien bereit, finanzielle Details im Zusammenhang mit XRP-Transaktionen und anderen Dokumenten zur Entschädigung von Ripple einzureichen. Die SEC aber lehnte diese ab und erklärte, sie seien unzureichend.

„Die SEC hat keine schlüssige Erklärung angeboten und kann keine kohärente Erklärung dafür liefern, warum sie einen Anspruch auf diese Informationen hat“, sagte ihr Rechtsteam.

Die beiden Ripple-Verantwortlichen sollen die zur Registrierung des Tokens vorgelegten Rechtsempfehlung konsequent ignoriert haben. Es wird berichtet, dass die Führungskräfte gewarnt wurden, dass XRP als Investmentvertrag (und folglich als Wertpapiert) angesehen werden könnte. Der Hinweis sei aber nicht beachtet worden. Stattdessen verkauften sie den Token und erzielten Gewinne von etwa 600 Millionen US-Dollar.

Im Vorfeld der Entwicklungen dieser Woche hatten die beiden Führungskräfte separate Briefe an die Bundesrichterin geschickt, um einen Antrag auf Einstellung zu stellen.

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