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Ripple CTO: XRP ist dezentralisierter als Bitcoin und Ethereum

23 August 2018 By Marcus Misiak

Die Kontroverse um Ripples native Kryptowährung XRP und derem tatsächlichen Dezentralisierungsgrad erhält durch eine prominente Stimme von Ripple Labs neuen Wind. XRP sei zum jetzigen Zeitpunkt bereits deutlich dezentralisierter als Bitcoin und Ethereum.

Ripple Labs Inc. steht bereits seit längerem in der Kritik gegen Behauptungen aus der Kryptocommunity, dass ihr ursprünglich ausgegebenes Token XRP, von der US-amerikanischen Securities and Exchange Comission (SEC) auf Grund ihres scheinbar zentralisierten Designs als Sicherheit bzw. Wertpapier angesehen werden muss.

Wie wir bereits berichteten, laufen deswegen mehrere Klagen gegen Ripple, von denen jedoch eine abgelehnt worden ist. Derzeit denkt eine weitere Anwaltskanzlei darüber nach eine Sammelklage gegen Ripple Labs vorzubereiten.


Unabhängig davon stellte David Schwartz, CTO von Ripple, in einem Blog-Beitrag klar, dass XRP von „Natur aus dezentralisiert ist“. Brad Garlinghouse, CEO von Ripple, unterstützt diese Ansicht und wird nähere Fragen dazu in einer Ask-Me-Anything-Session beantworten.

Im Gegensatz zu Bitcoin und Ethereum, in deren Netzwerken die Miner durch die Validierung von Transaktionen belohnt werden, verwendet XRP ein Konsensus-Protokoll, dass Validatoren erfordert, Transaktionen ohne jeglichen Anreiz aufzuzeichnen und zu verifizieren.

Schwartz führt hierbei aus, dass diese Validatoren auf der ganzen Welt verteilt sind und aus einer Reihe verschiedener Institutionen wie z.B. Ripple Supporter aber auch Kryptowährungsbörsen bestehen (frei übersetzt):

Einfach gesagt basiert das XRP-Ledger auf einem inhärent dezentralisierten, demokratischen Konsensmechanismus, den keine Partei kontrollieren kann.

Schwartz verwies auch auf die Tatsache, dass vier große Miningpools 57% des Bitcoin Netzwerkes kontrollieren, wohingegen es bei Ethereum drei Miner sind, die 57% kontrollieren. Deswegen seien Bitcoin und Ethereum seiner Meinung nach deutlich weniger dezentralisiert als XRP.

Schwartz weißt außerdem daraufhin, dass 80% der Bitcoin-Mining Leistung aus nur einem Land, China kommen. Dadurch könnte es möglich werden, durch eine Entscheidung der Regierung diese Vormachtstellung zum eigenen Vorteil auszunutzen.


Der Bericht beschreibt weiterhin, dass Ripple nur 10 der 150 Validatoren selbst betreibt, die derzeit Transaktionen auf dem Protokoll überprüfen. Der springende Punkt ist für Schwartz jedoch, dass jeder Benutzer des XRP-Ledgers selbst eine Unique Node List (UNL), eine Liste von vertrauenswürdigen Validatoren, auswählen kann. Dadurch ist XRP „von Natur aus dezentralisiert“.

Schwartz kommt letztlich zu dem Schluss, dass das XRP-Ledger in vielerlei Hinsicht ein funktionelleres und dezentraleres Ledger verwendet, als Bitcoin oder Ethereum, das nur mit der Zeit wächst.

Der Kurs von Ripple verzeichnet innerhalb der letzten 24h einen Kursrückgang von – 5,30 Prozent auf einen Preis von 0,28 Euro. Mit einer Marktkapitalisierung von knapp 11 Milliarden Euro belegt XRP Platz 3 der größten Kryptowährungen weltweit.

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