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Ripple CEO: Bitcoin oder XRP werden vorerst keine Währungen ersetzen

18 Oktober 2019 By Marcus Misiak

Brad Garlinghouse, seines Zeichens CEO von Ripple, glaubt nicht, dass Bitcoin, XRP oder andere Kryptowährungen Landeswährungen wie den Dollar, den Euro oder den chinesischen Yuan ersetzen werden. Die Umweltbedingungen seien seiner Ansicht nach noch nicht bereit, um für die „Massen tauglich zu sein“.

Garlinghouse beschreibt in einem Interview gegenüber „The Economic Club of New York“, dass Bitcoin oder XRP in der nächsten Zeit noch nicht als Ersatz für klassische Fiat-Währungen dienen werden. Er sieht die Anwendungsfälle für die Praxis vor allem im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr begründet, da Kryptowährungen in diesem Bereich traditionellen Fiatwährungen deutlich überlegen sind.

Er führt weiterhin aus, dass in naher Zukunft Menschen weder Waren im Supermarkt noch Dienstleistungen mit digitalen Assets bezahlen werden (frei übersetzt):

XRP, meiner Meinung nach, und wirklich jeder Krypto – ich glaube nicht, dass der Anwendungsfall heute ein Anwendungsfall für Verbraucher ist. Ich stelle mir vor, dass ein gewisser Prozentsatz der Leute in diesem Raum, bevor sie heute Morgen kamen, bei Starbucks Halt machten. Und du hattest keine Probleme beim Bezahlen.

Du hast deine Visa-Karte benutzt. Vielleicht hattest du Dollar in der Tasche, ich weiß nicht. Aber es hat funktioniert. Die Leute werden keine neue Sache adoptieren, es sei denn, sie hilft dir in irgendeiner Weise.

In einigen Ländern der dritten Welt, die keinen Zugang zu finanziellen Mitteln haben, könnten Kryptowährungen zum Einsatz kommen. Kryptowährungen könnten vor allem auch das Problem der unterschiedlichen Wertigkeit von Fiatwährungen lösen (frei übersetzt):

Es gibt Märkte, die bereits die Kontrolle über ihre Währung verloren haben, wo die Transaktionskosten für eine Visa-Transaktion nicht 150 Basispunkte oder 200 Basispunkte betragen. Es sind 800 Basispunkte.

Garlinghouse sieht darin, unter anderem, die derzeitigen Entwicklungen von Facebooks eigenem Projekt Libra begründet. Facebook hat Libra als eine Art Fiatwährung in ihrem Whitepaper dargestellt, die natürlich ein Dorn im Auge von vielen Regierungen weltweit darstellt. Dennoch wachsen die Krypto-Zahlungsplattformen weltweit, die für eine stetig steigende Adaption von Bitcoin und Co. sorgen. Es gibt viele Apps wie z.B. Flexa oder Wirecard, die es ermöglichen mit wenigen Klicks innerhalb der App für Waren oder Dienstleistungen in teilnehmenden Shops zu bezahlen.

Ripple forciert derzeit die weitere Adaption und Expansion von XRP, durch Partnerschaften mit dem Walletanbieter BRD oder dem Startup Vega. Damit sollen neue Benutzer erreicht und Märkte erschlossen werden. Zwar befindet sich die Plattform Vega derzeit noch im Aufbau, jedoch bietet sie Zugang zum Derviatenmarkt, der mehrere Billionen weltweit schwer ist. Ripple versucht durch kluge Investitionentscheidungen frühzeitig in den wichtigsten Märkten präsent zu sein und besitzt ein starkes Parnternetzwerk. Es bleibt abzuwarten, ob sich XRP zwischen weiteren Konkurrenten wie z.B. Stellar Lumens behaupten kann.

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