Ryan Taylor prophezeit Kryptowährung der Zentralbanken

In einem Gespräch mit dem Cointelegraph auf der Money 20/20 Konferenz gab der CEO der Dash Core Group, der Firma rund um die Kryptowährung Dash, seine Prognose zu der Entwicklung von Kryptowährungen ab. Seiner Meinung nach werden Zentralbanken in Zukunft ihre eigenen Kryptowährungen hervorbringen. Damit würde das dezentrale System der Blockchain jedoch in Frage gestellt werden, da die Banken erneut die führende Stelle sein würden. Könnte sich die Prognose von Ryan Taylor bewahrheiten und welche Auswirkungen hätte dies auf den Handel mit Kryptowährungen und die Finanzwelt? 

Geben Zentralbanken bald Kryptowährungen aus?

Die Zukunftsvorstellung von Ryan Taylor ist eindeutig. Er glaubt fest daran, dass Zentralbanken in naher Zukunft ihre eigenen Kryptowährungen auf den Markt bringen werden. Gleichzeitig sagt er jedoch, dass es von den Nutzern selbst abhängen wird, welche Währungen sie unterstützen oder als Zahlungsmethoden in Anspruch nehmen werden. Somit liegt es immer noch in der Hand der Käufer, ob sie staatliche Währungen unterstützen wollen. Und auch die Börsen und Broker wie eToro haben einen starken Einfluss auf den Ruf und damit die Kursentwicklung einer Kryptowährung, da Kunden auf ihre Expertenmeinung vertrauen.

Derzeit wird vor allem die Währung Bitcoin von vielen Unternehmen als Online-Zahlungsmittel akzeptiert – mit ein Grund, weshalb immer noch viele Anleger in Bitcoin investieren und vor allem auf den Marktführer setzen. Dies könnte sich aber durch ein Eingreifen der Banken entscheidend verändern. Taylor sieht darüber hinaus auch positive Aspekte an der Gründung eigener Kryptowährungen, denn allein die Alternativen zum traditionellen Bankensystem seien ein Schritt in die Zukunft. Trotzdem betont er, dass der freie Markt bessere Zahlungsmittel zur Verfügung stellt, als es die Regierung imstande ist.

Warum er so fest an die Zentralbank-Kryptowährungen glaubt, erklärt Taylor ebenfalls ganz einfach: So sollen natürlich auch die Regierungsbehörden dem Druck des Wettbewerbs unterliegen und sich früher oder später umorientieren müssen. Außerdem werden viele Regierungen schon bald selbst Anwendungsbereiche der Blockchain nutzen wollen. Er sieht hier aber keine besonders interessanten Innovationen von Seiten des Staates. Der freie Markt gewinnt also in Punkto Entwicklung.

Regulierung des Krypto-Marktes

Taylor prophezeit außerdem, dass viele Länder schon bald stärkere Regulierungen für den Kryptomarkt bestimmen werden. Kleinere Länder  könnten damit schon bald anfangen, auch für die USA erwartet er ab Jahresanfang 2019 einige Bestimmungen. Länder wie der Iran hatten sich bereits zum Thema einer staatlichen Kryptowährung geäußert. Im Iran ist diese bereits in Planung, soll aber mit der iranischen Währung, dem Rial, verbunden sein. So sollen nicht nur Überweisungen ins Ausland erleichtert werden, sondern auch Sanktionen von dem amtierenden US-Präsidenten Donald Trump umgangen werden. In Venezuela ist Petro die offizielle Kryptowährung der Regierung. Diese sollte Probleme mit der Fiatwährung beheben, war bislang aber nicht sehr erfolgreich. Der Petro wird kaum genutzt und bietet dadurch auch keinen stabilen Kurs.

Das EU-Parlament brachte erst kürzlich eine Studie hervor, die besagt, dass Kryptowährungen von Zentralbanken eine gute Möglichkeit sind, den fehlenden Wettbewerb in der digitalen Finanzbranche zu ergänzen. Japan hingegen zeigt sich von der Idee eher abgeneigt. Ein Leiter der Bank of Japan verkündete kürzlich, dass die Idee einer staatlichen Kryptowährung nur dann sinnvoll wäre, wenn die Fiatwährung des Landes abgeschafft werden würde. Ansonsten sieht die Bank das Herausgeben einer Kryptowährung nicht als erfolgreiches Unterfangen.

Der CEO von Dash ist sich sicher: Zentralbanken werden in Zukunft eigene Kryptowährungen herausgeben und Regierungen den Markt stärker regulieren. Ob dies nur Einschränkungen oder auch Vorteile bringt, bleibt abzuwarten!

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