G20 Treffen: „technologische Innovationen, einschließlich derer, die Kryptowährungen zugrunde liegen bringen erhebliche Vorteile“

Zuletzt haben sich die Finanzminister der 20 größten Volkswirtschaften der Welt, die G20, im März dieses Jahres getroffen und in Vorbereitung auf den Gipfel im Oktober, u. a. auch über Kryptowährungen gesprochen. In einer neuen Stellungnahme vom zweitägigen, am Wochenende stattgefundenen Treffen in Argentinien, heißt es nun, dass „technologische Innovationen, einschließlich derer, die Kryptowährungen zugrunde liegen, dem Finanzsystem und der Gesamtwirtschaft erhebliche Vorteile bringen können“.

In der neuen Stellungnahme des G20-Treffens heißt es weiterhin, dass Kryptowährungen „jedoch Probleme in Bezug auf Verbraucher- und Anlegerschutz, Marktintegrität, Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung aufwerfen“.

In welcher Hinsicht und ob die Blockchain-Technologie allein oder auch Kryptowährungen selbst Vorteile für die Finanzmärkte aufwerfen, führt das eher allgmein gehaltene Papier nicht aus. Die G20 Finanzminister weisen jedoch darauf hin, dass den dezentralisierten Kryptowährungen „die Schlüsselattribute von souveränen Währungen fehlen“.

In der Veröffentlichung wird weiterhin ausgeführt, dass die G20 die langfristigen Auswirkungen von Kryptowährungen auf die Weltwirtschaft untersuchen werden und dass sie Entwicklungen im Kryptowährungsraum aktiv überwachen wird.

Der vollständige Abschnitt der Veröffentlichung lässt sich wie folgend übersetzen:

„Technologische Innovationen, einschließlich derer, die Kryptowährungen zugrunde liegen, können dem Finanzsystem und der Gesamtwirtschaft erhebliche Vorteile bringen. Kryptowährungen werfen jedoch Probleme in Bezug auf den Verbraucher- und Anlegerschutz, Marktintegrität, Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung auf. Crypto-Assets fehlen die Schlüsselattribute von souveränen Währungen. Während Krypto-Vermögenswerte zu diesem Zeitpunkt kein globales Finanzstabilitätsrisiko darstellen, bleiben wir wachsam. Wir begrüßen die vom FSB und den SSBs bereitgestellten Aktualisierungen und freuen uns auf ihre weitere Arbeit zur Überwachung der potenziellen Risiken von Krypto-Assets und zur Bewertung multilateraler Reaktionen nach Bedarf. Wir bekräftigen unsere im März eingegangenen Verpflichtungen in Bezug auf die Umsetzung der FATF-Standards und bitten die FATF, im Oktober 2018 zu klären, wie ihre Standards für Kryptoaktiva gelten.“

Im Westen nicht Neues

Zuletzt hatten sich die G20 Finanzminister im März über Kryptowährungen unterhalten und einen ähnlichen Tenor erzielt. Damals hieß es: Um einheitliche Regelungen für Kryptowährungen zu schaffen, werden mehr fundierte Informationen benötigt. Neuer Termin war deshalb Juli 2018.

Was im März genau im Detail besprochen wurde, ist nicht bekannt. Jedoch wurde dem Thema Kryptowährungen in der Abschlusserklärung des Treffens ein ganzer Absatz gewidmet. In dem Absatz würdigte die G20 das Potential der Kryptowährungen zugrunde liegenden Technologie und erkannte an, dass diese das Potenzial hat „die Effizienz des Finanzsystems und der Wirtschaft insgesamt zu verbessern“.

Kryptowährungen selbst wurden aber damals auch schon kritisch betrachtet, da sie „Probleme rund um die Themen Anlegerschutz, Marktintegrität, Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung“ aufwerfen.

Die internationalen Standardsetzungsgremien (SSBs) sollten die Risiken weiter überwachen. Das Financial Stability Board (FSB) sollte in Absprache mit anderen SSBs, darunter CPMI und IOSCO, und der FATF, im Juli 2018 über ihre Untersuchungen zu Kryptowährungen berichten.

Letztlich sagt die neue Stellungnahme also genau dasselbe, wie die Erklärung vom März. Insofern bleibt abzuwarten, was im Oktober passiert, wenn das Haupttreffen stattfindet.


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