HomeNewsQtum und Spacechain bringen ersten Blockchain Node in den Weltraum

Qtum und Spacechain bringen ersten Blockchain Node in den Weltraum

Das in Singapur ansässige Blockchain Unternehmen Qtum hat gestern Abend per Twitter bekanntgegeben, dass es in Kooperation mit dem Unternehmen Spacechain, den ersten Blockchain Node in der Geschichte der Menschheit in die Umlaufbahn der Erde gebracht hat. Der erste Satellit stellt einen Test für weitere, womöglich noch folgende Nodes dar, um ein dezentrales Mesh-Netzwerk im Weltraum zu schaffen. 

Mit der Chang Zheng 2D starteten gestern, am 02. Februar 2018, sechs Satelliten in die Umlaufbahn der Erde. Darunter war auch der gemeinsame Satellit von Qtum und Spacechain zu finden.

Zunächst war der Start für den 31. Januar vorgesehen. Der Starttermin hatte sich jedoch auf den 02. Februar verschoben. Außerdem herrschte zunächst Verwirrung, ob sich die Technik von Qtum und Spacechain mit an Bord der Satelliten befanden. In der offiziellen Pressemitteilung der NASA war weder Qtum noch Spacechain namentlich erwähnt. Auf Reddit gab es daraufhin eine hitzige Diskussion, ob die Technik überhaupt an Bord einer der Satelliten gebracht wurde.

Die Zweifel wurden jedoch schnell durch einen Tweet des Qtum Teams auf Twitter aufgelöst.

Ziel des Projektes ist es, durch Verlagerung der Nodes in das Weltall möglichen Problemen staatlicher Regulierung oder auch einem Verbot der Plattform frühzeitig entgegenzutreten. In der Roadmap von Qtum war der Start des Satelliten bereits länger vorgesehen. 

Spacechain und Jeff Garzik

Partner von Qtum bei dem Projekt „Weltall-Node“ ist Spacechain. Die Spacechain Foundation ist eine gemeinnützige Initiative, die den Aufbau eines Open-Source-Satellitennetzwerks beabsichtigt. Co-Gründer und CTO (Chief Technology Officer) von Spacechain ist kein geringerer als Jeff Garzik, ehemaliger Core-Entwickler von Bitcoin.

Auf Reddit stellte sich Garzik bereits den Fragen der Nutzer und klärte über die Einzelheiten und Ziele des Projektes im Rahmen eines Q&A auf. Garzik erklärte, dass in der bisherigen Welt Satelliten hauptsächlich als Repeater dienten, die Signale von der Erde weiterleiteten, aber nur wenig oder gar keine Computerverarbeitung durchführten. Mit dem Projekt der Blockchain-Weltall-Nodes sollen Satelliten zu Computer-Rechenzentren im Weltraum werden, die zum Beispiel Validierungen auf der Blockchain durchführen.

Weiterhin plant SpaceChain dieses Jahr, drei LEO-Satelliten (Low Earth Orbit) zu starten. Langfristig sollen insgesamt 72 Satelliten in den Weltraum befördert werden, die zusammen ein dezentrales Mesh-Netzwerk bilden. Dabei wird die Gesamtzahl aber auch von der Resonanz und Nachfrage abhängig sein. Generell könnte Spacechain auch anderen Blockchain-Projekten (und Kryptowährungen) offen stehen.

Technische Daten zum Satelliten

In dem Q&A auf Reddit, teilte Garzik auch die technischen Daten der Satelliten. Demnach soll der Satellit bis zu 100 kg schwer sein, weniger als 200 Watt Energie verbrauchen und bis zu 5 Jahre in der Umlaufbahn der Erde kreisen. Weiterhin soll der Satellit eine Höhe von 500 bis 2.000 km erreichen und zwei Computer beinhalten. Einer davon soll für die Ausführung der Blockchain-Softwareplattform zuständig sein.

Qtum vs. Neo – Duell um den chinesischen Markt

NEO und Qtum sind zwei Smart-Contract-Plattformen die aus China stammen. Beide Projekte haben in den letzten Monaten zeitweise große Preisanstiege verzeichnen können.

NEO stieg nach seinem Re-Branding und der Umbenennung von Antshares zu NEO im Juli 2017, von rund 7 Euro pro Coin auf aktuell knapp 100 Euro. QTUM dagegen stieg im selben Zeitraum von knapp 5 Euro auf derzeit rund 25 Euro. Aufgrund ähnlicher Ziele werden beide Kryptowahrungen häufig miteinander verglichen und kämpfen sozusagen um den Titel des „chinesischen Ethereums“.

Unter diesem Gesichtspunkt ist auch die Stellungnahme von NEO zu interpretieren, die vor Monaten schon indirekt Bezug auf die Pläne von Qtum Bezug genommen hat.

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