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Polnische Zentralbank soll Anti-Krypto Werbung auf Youtube und Facebook finanziert haben

19 Februar 2018 By Marcus Misiak

In der Kryptowelt ist die Werbung in den Medien ein starker Einflussfaktor auf das Kaufverhalten potenzieller Interessenten von Kryptowährungen. Die polnische Zentralbank soll eine Anti-Krypto Werbekampagne bewusst eingesetzt haben, um die öffentliche Meinung in Polen zu lenken.

Wie polnische Medien berichten, soll es einen Auftrag von der polnischen Zentralbank geben, um Youtube-Videos und Facebook-Werbung bewusst für eine Anti-Krypto-Meinungsbildung einzusetzen. Die Social Media Kampagne soll in Zusammenarbeit mit dem polnischen Youtube-Netzwerk Gamellon, Google Ireland Limited und Facebook Ireland Limited stattgefunden haben. Der Preis für die Kampagne soll bei 27.000 USD liegen.

Im Mittelpunkt der Kampagne steht dabei der polnische Youtuber Marcin Dubiel, der über 900.000 Abonnenten vorweisen kann. Mit einem Video, das im Dezember 2017 veröffentlicht wurde und den Namen „I LOST ALL THE MONEY“ trägt, erzählt der Youtuber, wie er all seine Ersparnisse in Kryptowährungen gesetzt hat und dabei alles verloren hat. Weiterhin soll dabei ebenfalls dieser Youtubekanal beteiligt gewesen sein, der sogar 1,5 Millionen Abonnenten vorweisen kann.

An keiner Stelle im Video oder in der Videobeschreibung ist die Rede von einem „Sponsored Content“ oder einer unterstützen Werbefinanzierung, wie es in diesem Fall, sofern alle vorgebrachten Fakten stimmen, normalerweise geschehen muss.

Unterhalb des Videos ist ein Hashtag mit dem Kürzel „uwazajnakryptowaluty“ zu finden. Die Webseiteadresse der polnischen Zentralbank ist diese: https://uwazajnakryptowaluty.pl/.

Die Geschichte erreicht ihren Höhepunkt als der hochmotivierte Kryptoinvestor im Restaurant nicht für sein Essen bezahlen kann. Daraufhin wird er mit Bargeld beworfen und er verlässt fluchtartig das Restaurant. Diese Geschichte hat sehr wahrscheinlich eine ganze Reihe an Menschen beeinflusst, die sich mit dem Thema Kryptowährungen auseinandergesetzt haben.

Unabhängig davon, wer diese Kampagne finanziert hat, wird sehr deutlich, dass es immer unterschiedliche Meinungen zu Bitcoin, Ethereum und Co. geben wird. Umso wichtiger ist es zu verstehen, wie die Meinungsbildung im öffentlichen Raum gegenüber diesem sehr sensiblen Thema stattfindet.

Wahrscheinlich wird dies auch nicht die letzte Schlagzeile sein, die gegen Kryptowährungen im Allgemeinen feuert und dadurch eine negative Haltung gegenüber digitalen Währungen erzeugt.

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