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OECD Regulierungs-Forderung belastet den Markt

21 Januar 2019 By Matthias Nemack

Die OECD erkennt die Blockchain als Chance. Bei ICOs hingegen fordert die Einrichtung nun weltweit einheitliche Regulierungs-Maßnahmen.

Etliche Kurse mussten nach Forderung Verluste verbuchen

Nachdem die OECD am Wochenende offiziell forderte, die Regulierungseinrichtungen müssten weltweit an Kontrollen rund um neue ICOs am Kryptomarkt arbeiten und endlich an einem Strang ziehen, gingen die Kurse für einige wichtige digitale Währungen zunächst spürbar in den Keller zum Beginn der neuen Woche. Den Bitcoin trafen die Meldungen von Seiten der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit ebenso wie Ethereum oder Ripple. Auch abseits der Top 10 der Branche schlug die Meldung zumindest zeitweise ein. Monero und Neo mussten sich ebenfalls erst einmal mit Kurseinbußen arrangieren.

Welche Folgen würde die Umsetzung haben?

Zwar konnten sich die Kurse inzwischen wieder stabilisieren und Boden gut machen. Interessanter und wichtiger ist so oder so die Frage, welche Auswirkungen die Förderungen der OECD für den Markt haben werden. Insbesondere der Ruf nach einem internationalen System zur Überwachung könnte bei einer tatsächlichen Umsetzung der Ziele auf globaler Ebene Spuren hinterlassen und die Funktion einer Art Bremse übernehmen. Zum Leidwesen der Branche, die eigentlich auf Wachstum ausgerichtet ist. Bei der Behörde heißt es wie erwartet, es gehe bei der Forderung weniger um das Schaffen eines Stolpersteins als darum, die Nutzung der Blockchain und die Durchführung weiterer ICOs für Anwender in spe sicherer zu gestalten.

Grünes Licht für Blockchain, aber Pläne für ICO-Richtlinien?

Hier wird bei der Behörde ein klarer Unterschied zwischen der Blockchain als technologische Chance auf der einen und Litecoin oder anderen Währungen andererseits gemacht. 2018 hatte die OECD erneut von Gefahren im Kontext der Besteuerung von Kryptowährungen gewarnt. Noch fehlen umfangreiche Reaktionen der adressierten staatlichen Einrichtungen in aller Welt, die sich seit langem schwer bei der Planung möglicher Krypto-Bewertungen tun. Die Kurse haben sich zum Glück weitgehend vom ersten Schrecken erholt.