HomeNewsNächster Ethereum Hard Fork wird auf 2019 verschoben

Nächster Ethereum Hard Fork wird auf 2019 verschoben

In einem gestern stattgefundenen Ethereum Core Entwickler Meeting wurde beschlossen, dass der nächste Ethereum Hard Fork Constantinople auf Anfang 2019 verschoben wird. Die Nachricht über die Verschiebung des Termins, der eigentlich für November geplant war, kommt dabei wenig überraschend, nachdem das Upgrade im Testnetzwerk bereits wegen technischer Probleme verschoben werden musste und wenig später Fehler im Code auftauchten. 

Ursprünglich sollte die Aktivierung des Constantinople Hard Forks im Mainnet nach der Ethereum DevCon 4 stattfinden, die vom 30.Oktober bis 02. November 2018 läuft. Stattdessen haben sich die Entwickler nun entschlossen den harten Hard Fork zu verschieben, nachdem mehrere Fehler im Code gefunden wurden, der im Ropsten Testnetzwerk veröffentlicht wurde.

Constantinople beinhaltet derzeit fünf rückwärts inkompatible Änderungen am Netzwerk, von kleinen Codeoptimierungen bis hin zur weiteren Verzögerung der „Difficulty Bomb“. Im Detail umfasst Constantinople folgende Änderungen:

  • EIP 1234: Die „Difficulty Bomb“-Verzögerung – Um den Übergang zum Proof-of-Stake weiter zu verschieben, werden die Blockzeiten für weitere 12 Monate bei etwa 15 Sekunden gehalten und die Blockbelohnungen auf 2 ETH reduziert.
  • EIP 145: Bitweise Verschiebebefehle in der Ethereum Virtual Machine (EVM) ermöglichen die direkte Manipulation von Bytes auf der EVM-Schicht.
  • EIP 1014: Hinzufühen eines neuen Opcode, der einen Vertrag erstellt, aber die eingesetzte Adresse anders bestimmt als der bestehende CREATE-Opcode.
  • EIP 1052: Hinzufügen eines neuen Opcode (EXTCODEHASH), der den keccak256 Hash des Bytecodes eines Kontakts zurückgibt.
  • EIP 1283: Hinzufügen eines neuen Gas-Kostenkonzepts für den SSTORE-Opcode.

Die Verzögerung könnte entsprechend den Diskussion während des Meetings auch Auswirkungen auf weitere Änderungsvorschläge haben, die dem Constantinople Hard Fork noch hinzugefügt werden. Martin Holst Swende brachte den Vorschlag „ProgPow“ wieder ins Spiel. ProgPow zielt darauf ab, den Ethereum gegen ASIC widerstandsfähog zu machen.

Wie wir bereits vor ein paar Monaten berichteten, entflammte die ASIC vs. GPU Mining Debatte erneut. Bereits Ende März kam die Diskussion auf, als der Ethereum Core-Entwickler Piper Merriam auf Github einen Diskussionsvorschlag (EIP) veröffentlicht hatte. In dem Ethereum Improvement Proposal 958 (EIP 958) erklärte Merriam, dass es seiner Meinung nach in der Krypto-Gemeinde eine anerkannte Tatsache ist, dass ASICs zu einer Zentralisierung des Netzwerkes führen. Dies müsse verhindert werden. Der Vorschlag fand eine breite Zustimmung. Holst Swende sagte nun:

Ich wage mich es zu sagen, dass, wenn wir entscheiden, dass Konstantinopel nicht bis Januar oder Februar stattfindet; dann würde ich wahrscheinlich versuchen, dafür zu kämpfen, dass ProgPoW in Constantinople aufgenommen wird.

Zwar wurde ProgPoW bereits in früheren Meetings besprochen. Der Konsens war jedoch, dass die Zeitrahmen zu kurz war, um die Änderungen noch in den Constantinople Hard Fork aufzunehmen und dass die Änderungen ggf. über einen weiteren Hard Fork kurz nach Konstantinopel hinzugefügt werden könnte.

Das gesamte Core Devs Meeting kannst du dir nachfolgend ansehen: