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Mt. Gox: Bitcoin Wal verkauft vorerst keine BTC mehr

Laut einem Dokument auf der Webseite von Mt. Gox hat das Bezirksgericht von Tokio am gestrigen Freitag eine Petition genehmigt, die das Konkursverfahren des Unternehmen Mt. Gox stoppt und den zivilen Rehabilitationsprozess einleitet. Für Investoren des Kryptomarktes und Bitcoin Besitzer handelt es sich dabei um eine sehr positive Nachricht, da der Mt. Gox Treuhänder, auch bekannt als Bitcoin-Wal, zumindest vorerst keine Verkäufe aus der Insolvenzmasse mehr tätigen kann. 

Das Urteil des Gerichts hat zur Folge, dass die Gläubiger der insolventen Kryptowährungsbörse Mt. Gox ihre Forderungen direkt in Bitcoin erhalten werden und zwar nicht nur zu dem Wert in Fiat, welchen der Bitcoin in 2014 hatte, sondern in BTC. Die genauen Einzelheiten zur Entschädigung hängen aber vom Rehabilitationsplan ab, der in späteren Gerichtsverfahren festgelegt werden muss.

Das Insolvenzverfahren der inzwischen nicht mehr existenten Börse, die 2014 den größten Bitcoin Hack aller Zeiten erlitten hat und bei dem 850.000 Bitcoin gestohlen wurden, wird damit zurückgestellt, sodass der Treuhänder des insolventen Unternehmens mit der Rückzahlung von rund einer Milliarde Dollar in Bitcoin beginnen kann. Wichtig für Gläubiger ist, dass bis zum 22. Oktober 2018 ein erneuter Antrag erforderlich ist.

Gegenwärtig gibt es geschätzte 24.750 genehmigte Forderungen von insgesamt rund 409 Millionen Dollar. Die Rückerstattungen könnten damit erhebliche Gewinne für ehemalige Kunden im Vergleich zu der Erstattung im Insolvenzverfahren bedeuten. Zur Zeit des Mt. Gox Hacks war ein Bitcoin 483 US-Dollar wert, bei insgesamt 200.000 BTC ein Wert von 96,6 Millionen US-Dollar.

Die wiedergewonnenen Mittel wurden bis Mitte 2017 in der Konkursmasse des Unternehmens eingefroren. Seit September 2017 hat der Treuhänder der insolventen Börse, Nobuaki Kobayashi angefangen Bitcoin zu liquidieren und hat seitdem über 62.000 Bitcoin, Bitcoin Cash und andere Fork Coins von Bitcoin verkaut. Insgesamt befinden sich in der Insolvenzmasse noch 137.890,96 BTC .

In den vergangenen Monaten stand Kobayashi in der Krypto-Gemeinde immer wieder stark in der Kritik. Ihm wurde vorgeworfen, dass er durch seine Verkäufe von Bitcoin und Bitcoin Cash Marktabschwünge maßgeblich mit beeinflusst bzw. initiiert hat. Das Urteil des Tokioer Bezirksgerichts sollte daher für viele Bitcoin-Preis-Bullen eine gute Nachricht sein. Zumindest auf absehbare Zeit, bis die Gläubiger Anfang bis Mitte 2019 in Bitcoin entschädigt werden, sollten keine weiteren Verkäufe von Bitcoin aus der Insolvenzmasse von Mt. Gox stattfinden.

Kobayashi selbst bestritt die Marktmanipulation aber stets und wiederholt dies in dem aktuellen Dokument (frei übersetzt):

Wie bei den Verkäufen von Dezember 2017 bis Februar 2018 wurden Bitcoin und Bitcoin Cash in einer Art und Weise und in Absprache mit Kryptowährungs-Transaktionsexperten verkauft, die keinen Einfluss auf den Marktpreis hatten. Der Verkauf erfolgte nicht durch einen normalen Verkauf an einer Börse.

Der nächste, interessante Termin ist die Gläubigerversammlung am 26. September 2018, die über den Stand des zivilen Sanierungsprozesses berichten soll.

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