Droht das Börsensterben am indischen Kryptomarkt?

Die angedrohten Strafen für ICOs und den Kryptohandel führen in Indien dazu, dass nach und nach weitere Kryptobörsen ihre Pforten schließen müssen.

Bald keine Chancen für den Kryptohandel in Indien?

In der zweiten Juniwoche hatte es Berichte darüber gegeben, dass verschiedene indische Banken Kunden einen Verzicht auf Kryptowährungen und damit vor allem den Bitcoin Kauf empfehlen. Im zeitlichen Zusammenhang kam es für Anleger dann sogar noch „dicker“. Denn zuletzt gab es auf Seiten der Regierung des Landes zunehmend Aktivitäten und Androhungen, die ein baldiges Komplettverbot nahelegen. Bis zu zehn Jahre Haft sind für Investoren und Unternehmen im Gespräch, die entgegen kommender Gesetze weiterhin in Ethereum, BTC und andere Coins investieren. Damit wählt die indische Regierung einen anderen Weg als viele andere Länder, die allmählich nach Möglichkeiten für eine zeitgemäße Regulierung suchen. Die Meldungen von Regierungsseite war in gewisser Weise die logische Konsequenz von Ankündigungen aus dem Frühjahr 2018.

Schon drei große Börsen haben Plattformen geschlossen

Damals hatte die Zentralbank des Landes Banken und Finanzdienstleister aufgefordert, die Zusammenarbeit mit Kryptowährungs-Anbietern und Blockchain-Diensten umgehend einzustellen. Frühzeitig reagierten erste Unternehmen in Erwartung hoher Strafen. Im Frühjahr 2019 war Coindelta die nächste Kryptobörse, die den Handel beendete. Die Probleme beim Thema Regulierung hatte auch den Mitbewerber Zebpay zur Aufgabe gezwungen. Mit Koinex reiht sich nun der nächste Betreiber in die Liste ein. Sehr zum Ärger indischer Anleger, die natürlich ihrerseits nur allzu gerne vom momentanen Kryptoboom – vor allem den enormen Bitcoin Gewinnen – profitieren würden. Das Koinex Management nennt in seiner Stellungnahme ebenfalls den „regulatorischen Druck“ von staatlicher Seite als Ursache für die Schließung.

Wird Indiens Regierung weitere Verbote aussprechen?

Für Fans der Kryptowährungen und Blockchain seien traurige Zeiten in Indien angebrochen. Insbesondere die nach wie vor bestehende Ungewissheit belastet die Börsen und Blockchain-Unternehmen im Land. Auch für Facebook und sein Angebot Libra ist Indien ein Problem. Aus diesem Grund soll Facebook-Chef Zuckerberg auch ständig in Kontakt mit Regierungsvertretern stehen. Koinex Kunden können ihre Reserven noch bis Mitte Juli abheben oder auf externe Wallets bzw. andere Handelsplätze überweisen. Ob der Börsenwechsel sinnvoll ist, kann vor dem Hintergrund der wahrscheinlichen Verschärfung der Rechtslage bezweifelt werden. Noch scheint aber einiges möglich. Vielleicht kann gerade der „Fall Facebook“ positive Signale setzen. Wobei die Verbote selbstredend auch für das Socialmedia-Unternehmen ein Dilemma sind. Denn so sind viele Millionen Menschen vom Service ausgeschlossen.

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