HomeNewsKursanalyse: Tops und Flops der Woche (KW 11) und Ausblick KW 12

Kursanalyse: Tops und Flops der Woche (KW 11) und Ausblick KW 12

Wie auch schon die vorletzte Woche war diese Woche von roten Zahlen geprägt. Zum Redaktionszeitpunkt befinden sich lediglich fünf Kryptowährungen der Top 200 nach Marktkapitalisierung, nämlich Binance Coin (#23), Genaro Network (#126), Storm (#123), Nucleus Vision (#189) und Dynamic Trading Rights (#114) in der Gewinnzone. 

Über die Gründe für die Talfahrt lässt sich wie immer nur spekulieren. Fakt ist allerdings, dass es keine massiv schlechte Nachrichten für den Kryptowährungsmarkt gab, die die Grundfeste des Kryptowährungsmarktes bedrohen.

Die wohl größte, offiziell bekanntgegebene negative Nachricht war, dass Google Werbung für Kryptowährungen ab Juni verbietet. Dennoch soll es für Unternehmen weiter möglich sein eine Zertifizierung für Werbung in diesem Bereich zu erhalten. Aus unserer Sicht stellt dies keinen Grund dar, weshalb der Kryptowährungsmarkt auf Talfahrt gehen muss. Werbung kann auch auf anderen Wegen platziert werden bzw. lässt Google, wie beschrieben eine Zertifizerung zu.

Vermutlich spiegeln sich aber auch diese Woche die von Chainalysis gefunden Gründe für den Preisrückgang von Bitcoin seit dem Allzeithoch im Dezember wider. Die Studie von Chainalysis kommt zu dem Ergebnis, dass der Kursrückgang von Bitcoin von 20.000 USD auf zeitweise 6.000 USD hauptsächlich durch zwei Gründe verursacht wurde:

  1. Nachrichten zur Regulierung von Bitcoin, welche das Handelsvolumen maßgeblich beeinflusst haben.
  2. Ein Mangel an Indikatoren („Fundamentals“) für den Krypto-Markt und hierdurch bedingt die Nichterfüllung von den großen Erwartungen.

Währen die traditionellen Finanzmärkte über etablierte Marktindikatoren verfügen, die es den Anlegern ermöglichen, Preis- und Handelsvolumenschwankungen zu verstehen, hat der Kryptowährungsmarkt keine Indikatoren. Deshalb ist es für Investoren schwierig Preisschwankungen in einen Kontext zu bringen. Aufgrund dessen orientiert sich der Einzelne an der Masse. Wenn es zu einem großen „Sell-Off“ kommt, tendiert die Mehrzahl der Investoren dazu, der Masse zu folgen („Herdenverhalten“). Während viele Investoren verblüfft, Kleinanleger er- und verschreckt sind, nutzen ein paar wenige Wale, die Tatsachen aus, um den Markt zu ihren Gunsten zu manipulieren. Den ausführlichen Artikel gibt es hier zum Nachlesen:

https://coin-hero.de/gruende-fuer-den-grossen-bitcoin-crash-seit-dezember-analyse-von-chainanalysis/

Diese Woche hat sich unserer Meinung nach das Herdenverhalten deutlich gezeigt. Womöglich haben aber auch die Gerüchte um den G20 Gipfel, der nächste Woche mit ersten Vorberatung für die Hauptveranstaltung Ende des Jahres, einen Einfluss gehabt und den Markt aus unserer Sicht grundlos negativ beeinflusst (siehe Ausblick)

Aus unserer Sicht haben diese Woche paradoxerweise die positiven Nachrichten überwogen.

Mittwoch hat der britische Kryptowährungsbörsen-Betreiber Coinfloor mitgeteilt, dass das Unternehmen physische Bitcoin-Future-Kontrakte anbieten wird. Starttermin soll bereits April 2018 sein. Im Gegensatz zu den im Dezember in den USA gestarteten Bitcoin-Futures der CBOE und der CME wird Coinfloor „physische“ Bitcoin-Futures ausliefern.

Dies bedeutet, dass sowohl beim Kauf Bitcoins an den Investor übergeben werden, als auch beim Auslaufen der physischen Terminkontrakte die Differenz (bzw. der Gewinn) in Bitcoin erstattet wird. Unserer Meinung nach stellen die physischen Futures eine Chance dar, dass neues, institutionelles Kapital in den Bitcoin-Markt fließt und den Markt, ähnlich zu Dezember nach oben treibt.

Außerdem möchte das durch Goldman Sachs unterstützte Fintech Startup Circle über 100 Personen einstellen, um die Expansion nach Asien voranzutreiben. Das Unternehmen machte erst vor kurzem Schlagzeilen, nachdem es die Börse Poloniex kaufte. Für uns ist dies ein Zeichen dafür, dass auch große Unternehmen weltweit an den langfristigen Erfolg von Kryptowährungen glauben.

Weiterin könnte laut einem Bericht der Korean Times Südkorea sein Verbot von Initial Coin Offerings (ICOs) in den kommenden Monaten unter bestimmten Umständen aufheben. Da Südkorea derzeit eines der wichtigsten Länder für den Kryptowährungsmarkt ist, könnte auch dies ein positives Signal für die Zukunft sein.

Die beliebte Kryptowährungsbörse Coinbase hat von der britischen Aufsichtsbehörde Financial Conduct Authority (FCA) eine E-Money-Lizenz erhalten. Die Lizenz soll es Coinbase ermöglichen, neue Partnerschaften mit Banken und Zahlungsdienstleistern einzugehen. Mit dem Finanzunternehmen Barclays hat Coinbase gleich am selben Tag eine erste Partnerschaft verkünden können, um seinen Kunden den Zugang zum britischen „Faster Payments-Programm“ zu ermöglichen.

Auch um das Thema ICOs hat es sich diese Woche in Frankreich gedreht. Frankreichs Börsenaufsichtsbehörde, die Autorit des Marchés Financiers (AMF), hat diese Woche angekündigt, dass sie einen neuen regulatorischen Rahmen für die ICOs in Frankreich schaffen wird.

Der Vorschlag sieht ein sehr liberales Genehmigungssystem vor. Unternehmen, die einen ICO durchführen möchten, können ein „VISA“ für ihren ICO beantragen. Wenn die AMF den ICO genehmigt, kann sich das Unternehmen als zertifiziert ansehen und damit werben.

Unternehmen, die kein „VISA“ beantragen oder abgelehnt werden, können trotzdem den ICO durchführen, können lediglich nicht mit der Zertifizierung werben. Ein komplettes Verbot von ICOs wird es also auch in Frankreich (wahrscheinlich) nicht geben.

Alles in allem sollte man sich als Investor auch bewusst machen, dass der derzeitige Bärenmarkt in der jungen Geschichte der Kryptowährungen kein Einzelfall ist. Die Twitter Persönlichkeit „WolfofCrypto“ hat vor wenigen Tagen eine interessante Grafik geteilt, die zeigt, dass es schon schlimmere Phasen für Investoren gab – im April 2013 von 259 auf 45 USD (-83 Prozent) und von 1.163 USD auf 152 USD, Ende 2013 und 2014 (-87 Prozent). Zum Redaktionszeitpunkt befindet sich der Bitcoin Kurs immer noch bei über 7.700 USD.

Wenn die öffentlichen Medien im jetzigen Bärenmarkt darüber sprechen, dass Bitcoins Wert gegen Null laufen wird, dann blenden sie die Vergangenheit komplett aus.

In diesem Sinne gilt es aus unserer Sicht einen kühlen Kopf zu bewahren!

https://twitter.com/bullishgentlemn/status/974413242591191040

Die Gewinner der Woche*

Binance Coin (+ 3 Prozent)*

Der Binance Coin ist diese Woche der größte Gewinner der Woche. Mit einem Plus von rund 3 Prozent ist der BNB Kurs diese Woche auf 6,68 Euro* gestiegen.

Grund hierfür ist die Ankündigung von Binance eine eigene Blockchain zu entwickeln, die innerhalb des Binance Ökosystem, genauso wie zukünftig der BNB einige wichtige Funktionen übernehmen soll.

https://coin-hero.de/binance-entwickelt-eigene-blockchain-binance-coin-kurs-steigt-um-25/

Vechain

Auch wenn sich der Vechain Kurs ebenfalls stark im Minus befindet, gehört die digitale Währung für uns zu den Gewinnern.

Zunächst hat Vechain eine neue Partnerschaft mit LogSafer, einem führenden Supply Chain Risk Management und Logistikversicherungsunternehmen in China mit über 2.500 Firmenkunden bekanntgegeben.

Außerdem wurde die bereits vor wenigen Wochen bekanntgegebene Partnerschaft mit der DNV GL Group offiziell unterzeichnet.

Die Verlierer der Woche*

Auch in dieser Woche gibt es unserer Meinung nach keinen konkreten Verlierer. So wie letzte Woche auch schon, ist für uns der gesamte Kryptowährungsmarkt der größte Verlierer.

Obwohl es zahlreiche positive Nachrichten für den Markt gab, haben sich FUD und Gerüchte durchgesetzt, die den Kryptowährungsmarkt erheblich belasten.

Prozentual gesehen gehören Electroneum (-43 Prozent), Stellar (-36 Prozent), NANO (-35 Prozent), NEO (-33 Prozent) und Cardano (-31 Prozent) zu den größten namhaften Verlieren dieser Woche.

Eine Übersicht aller Kryptowährungskurse findet ihr in unserer Kursüberischt.

Ausblick auf die folgende Woche – KW 12

Auch in dieser Woche möchten wir in unserem Ausblick darüber informieren, welche Daten in der nächsten Woche wichtig werden oder auch nur informativ sein könnten.

Treffen der G20 Finanzminister

Vom 19. bis 20. März, Montag und Dienstag findet das erste Vortreffen der G20 Finanzminister und der Zentralbank Governors statt.

Die Erwartungen sind groß und der Markt ist sichtlich angespannt. Nicht umsonst sind knapp 30 Milliarden Dollar innerhalb der letzten 24h aus dem Markt geflossen.

Die genauen Hintergründe haben wir bereits hier ausführlicher beschrieben.

IOTA

Alle IOTA Interessierten sollten sich den 20. März vormerken. Dominik Schiener zu Gast bei Markus Lanz im ZDF sein.

* Die Prozentangaben beziehen sich auf den Redaktionszeitpunkt

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