BitMEX CEO: „Wir traden nicht gegen unserer Kunden“

Obwohl BitMEX eine der bekanntesten Plattformen des Kryptomarktes ist, gibt es eine Vielzahl von Personen, die der Börse nicht vertrauen. Ein Medium-Post hat das Thema nun weiter ins Rollen gebracht. Arthur Hayes, CEO von BitMEX hat sich darauf genötigt gefühlt die Vorwürfe, dass die Börse gegen die Aufträge ihrer Kunden handelt, in einem kürzlichen Interview zurückzuweisen.

BitMEX ist eine auf den Seychellen ansässige Plattform mit Sitz in Hongkong, die für ihre Margin-Handelsfunktion bekannt geworden ist, die es Tradern ermöglicht, ihre Bitcoin (BTC) 100x zu nutzen. In den letzten Monaten, als der Kryptowährungsmarkt im Bärenmarkt gefangen war, gab es jedoch Gerüchte, dass BitMEX schändliche Absichten hat. Einige Verschwörer behaupteten, dass BitMEX gegen die Interessen seiner Kunden handele, um einen schnellen Gewinn zu erzielen. Einer dieser Kritiker war Hasu, ein anonymes Konto auf Medium, welches sich selbst als „unabhängiger Kryptowährungsforscher“ bezeichnet und einen sehr ausführlichen Medium-Post über die potenziell fragwürdigen Geschäfte von BitMEX Ende Oktober veröffentlichte.

In dem Medium Blogbeitrag erhob ein anonymes Konto namens „Hasu“ drei große Anschuldigungen gegen die Börse:

  • BitMEX handelt gegen seine Kunden: BitMEX soll über einen Market Maker, der erst im April 2018 veröffentlicht wurde, heimlich gegen ihre Kunden handeln können.
  • BitMEX instrumentalisiert seine Serverprobleme: BitMEX hatte in der Vergangenheit immer wieder Server-Probleme, die den Kryptomarkt teils extrem beeinflussten. Hasu behauptet, dass die Börse bestimmten Händlern in diesen Zeiten einen bevorzugten Zugang gewähren könnte, um Arbitrage zu betreiben.
  • BitMEX monetarisiert Kundenliquidationen über ihren Insurance Fund: Das Leverage-System verlangt von Händlern, marginale Bestände in einem Versicherungsfonds zu platzieren. Obwohl dieser Fonds hochverschuldeten Handel ermöglicht, hat Hasu behauptet, dass das Unternehmen „signifikantes Geld durch Liquidationen verdient“.

BitMEX meldet sich Wort

In einem kürzlich mit Yahoo Finance UK geführten Interview antwortete Hayes jedoch auf die Vorwürfe und erklärte, dass BitMEX ein Market Making Desk sei, aber nur dazu diene, Liquidität in den Markt zu bringen und keinen Gegengeschäft mit seinen Kunden mache. Hayes betonte auch, dass BitMEX keinen „besonderen Zugang für jedermann“ bietet und kein Geld verdient, wenn Kundengeschäfte liquidiert werden. Hayes sprach auch die Serverprobleme an und erklärte, dass ein Zustrom von Trades auf der Plattform ihren Server behindert hat, und bemerkte, dass die Börse ihr Bestes tut, um diese Probleme zu lösen.

Allerdings ist BitMEX keineswegs ein passiver Akteur im Raum und macht regelmäßig kontroverse Vorhersagen über Kryptowährungen. Zuletzt veröffentlichte Hayes einen Bericht, in dem er erklärte, dass er Bitcoin als „Sweet Spot“ auf 2.000 Dollar fallen sieht, nur wenige Wochen nachdem er Ethereum (ETH) öffentlich als „größeren Shitcoin“ als den amerikanischen Dollar bezeichnet hatte.

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