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Kreditkartenanbieter MasterCard meldet weiteres Blockchain-Patent an

8 Dezember 2018 By Matthias Nemack

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Kreditkartengesellschaft MasterCard im Bereich der Blockchain nach Alternativen umsieht. Das neu angemeldete Patent stellt dementsprechend einmal mehr klar, dass das Unternehmen die Zeichen der Zeit erkannt hat.

Technische Möglichkeiten der Blockchain auf Kreditkarten übertragen

Dass Bitcoin, Ethereum und andere Kryptowährungen irgendwann auch bei Transaktionen mit Kreditkarten eine größere Rolle spielen würden, war absehbar. MasterCard hat dies schon vergleichsweise früh zum Anlass genommen, eigene Krypto-Technologien zu entwickeln und nach sinnvollen Kooperationspartnern in der jungen Branche zu suchen. Der am heutigen Tage beim Patent- und Markenamt eingereichte Patentantrag soll sich den aktuellen Berichten zufolge auf ein Verfahren beziehen, durch dessen Verwendung Transaktion auf Basis einer Blockchain in anonymisierter Weise abgewickelt werden können.

Zwischengeschaltete Transaktionen und Adressen sollen Daten intransparent machen

Bei Kreditkartenzahlungen sind bisher viele Daten bei bargeldlosen Zahlungen und Transaktionen im Internet für die beteiligten Parteien einsehbar, was ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsrisiko für Nutzer darstellt. Dies möchte MasterCard mit dem beim weiteren US-Patentamt eingereichten Antrag für die Zukunft ändern. Hintergrund sollen verschiedene sogenannte Zwischenadressen sein. Diese sollen bei den Buchungen über die Blockchain zum Einsatz kommen, um im Einzelfall sogar in mehreren Schritten sowohl das Herkunftsland und den Absender als auch das Zielland und den Adressaten von Zahlungen unkenntlich zu machen. Teilnehmer des Systems können dann anonym Zahlungen tätigen.

Kreditkarten sollen weniger Daten weitergeben

Gerade für kritische Konsumenten könnte diese geplante Technologie also einige typische Risikofaktoren von Kreditkarten beseitigen. MasterCard können Kunden also den gewohnten Service in Verbindung mit den Vorzügen der Blockchain und digitaler Währungen in Aussicht stellen. Probleme wie die kritische Zurückverfolgbarkeit von Transaktionen in öffentlichen Blockchains will das Unternehmen mit seinem technischen Ansatz scheinbar ebenfalls beheben.

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